Die Reise des Edgar Allan Poe

(The Voyage of Edgar Allan Poe)
Oper in zwei Akten von Dominick Argento
Text von Charles M. Nolte
in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Es ist rabenschwarze Nacht. Die beste Zeit, um sich zu gruseln. Ein Mann nimmt ein Buch zur Hand, schlägt es auf und beginnt zu lesen. Doch er taucht nicht nur ein in die Welt dessen, was er liest. Er selbst wird zum Meister der schwarzen Romantik: Edgar Allan Poe.  

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Auf einem Schiff in Richtung Baltimore: Im Fieberwahn, halluzinierend und dem Alkohol verfallen, begibt sich Poe auf eine letzte Reise, die jedoch in das Innerste seiner eigenen Hölle führt. Was Poe nun erlebt, könnte seiner eigenen Poesie entsprungen sein. Zahlreiche Gestalten tauchen vor ihm auf, denen er begegnet ist; Orte, an die er sich erinnern kann; Ereignisse, die sein Leben geprägt haben. In einer Gerichtsverhandlung muss er sich dem Vorwurf stellen, den Tod seiner jungen Frau Virginia herbeigeführt zu haben, um dadurch dichterische Inspirationen zu erlangen. Doch die Verhandlung gerät zur Farce: Denn der einzige, der Poe beschuldigt, ist Poe selbst, der im Augenblick seines Todes feststellt, dass das Schiff den Hafen in Richtung Baltimore tatsächlich nie verlassen hat. 

Mit seiner Oper über Edgar Allan Poe ist dem US-Amerikaner Dominick Argento – Pulitzer- und Grammy-Preisträger – ein Geniestreich gelungen. Bei der Uraufführung 1976 in Minneapolis wurde das Werk von der Kritik hymnisch als »the great American opera« gefeiert. Grusel, Traum, Wahn und Wirklichkeit greifen in dieser hochdramatischen Geschichte ineinander und verbinden sich mit der teils lyrischen, teils orgiastischen musikalischen Sprache des Komponisten zu einem einzigartigen Rausch des Hörens und Sehens.

Presse

»Es ist immerzu was los auf der Bühne. Ungeahnt tauchen Figuren auf und ab, verwandeln sich. […] Einhelliger Applaus für alle. Argentos ›Poe‹ ist eine packende Opernentdeckung.« Die Deutsche Bühne