Werther

Drame lyrique in vier Akten von Jules Massenet
Libretto von Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann
nach Johann Wolfgang von Goethes Briefroman »Die Leiden des jungen Werther«
in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Werther liebt Charlotte und auch sie hegt tiefe Gefühle für ihn. Doch Charlotte ist bereits Albert versprochen. Bald schon heiratet sie ihn und wird damit unerreichbar. Werther ist allem Trubel und aller Freuden des Lebens überdrüssig. Nicht einmal Charlottes Schwester Sophie, die für Werther schwärmt, vermag ihn aus seiner trüben Stimmung zu reißen.
Am Weihnachtsabend schließlich nimmt sich Werther das Leben: »Warum vor dem Tode zittern? […] Vor dem uns Bestimmten? Man hebt den Vorhang, dann geht man hinüber auf die andere Seite.«

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Johann Wolfgang von Goethe war erst 23 Jahre alt, als er 1779 »Die Leiden des jungen Werther« zu Papier brachte und damit eine ganze Generation elektrisierte. Bis heute packt Goethes Briefroman vornehmlich junge Menschen immer wieder an ihren emotionalen Wurzeln und sorgt dafür,dass das viel beschriebene »Werther-Fieber« auflodert. Der Roman diente später als Vorlage für das 1892 uraufgeführte Drame lyric »Werther« von Jules Massenet. Darin zeichnet der französische Komponist mit der ihm eigenen – mal lyrischen, mal packend dramatischen aber stets atmosphärisch dichten – Tonsprache verschiedene Porträts unerfüllter Liebe.

Regie führt der französische Regisseur Benjamin Prins, der bereits an so renommierten Opernhäusern wie der Wiener und der Bayerischen Staatsoper sowie an den Theatern in Straßburg und Montpellier arbeitete. Mit »Werther« stellt er sich erstmals in Braunschweig vor und bringt Massenets Oper nicht nur bildgewaltig auf die Bühne, er verdichtet das Drama auf seinen inneren Kern: Das Beziehungsgeflecht der vier Protagonisten, deren Gefühlsspielereien plötzlich von bitterem Ernst überschattet werden.

Presse

»Christopher Hein am Pult des Staatsorchesters geht an diesem mitreißenden Premierenabend in die Vollen [...]. Es ist fantastisch zu sehen, wie Hein mit deutlichen, auf Präzision drängenden Gesten den Orchesterapparat aufpeischt, emphatisch die Steigerungen herausfordert, die Motivarbeit dabei aber nicht verwischt, sondern hart herausgedonnerte Akkorde, seufzende Streicherfiguren, melodische Ausfaltungen klar zur Geltung bringt. [...] Regisseur Benjamin Prins lässt zudem eine düster-romantische Stimmung à la Edgar Allan Poe walten [...]. Starker Applaus und Bravos für eine sehenswerte Produktion des dramatischen Musiktheaters.« Braunschweiger Zeitung

»Die vier Protagonisten spielten ihre Parts jeweils sehr gut nachvollziehbar; ihre darstellerischen und gesanglichen Leistungen waren von hohem Niveau.[...] Die musikalische Leitung hatte Christopher Hein, der die süffige, gefühlsbetonte Musik in all ihren Aufschwüngen, ihrer Melancholie und vor allem in ihrem schwelgerischen Grundduktus mit präziser Zeichengebung effektvoll ausdeutete. Dabei war das Staatsorchester an diesem Abend mit vielen wunderbar gespielten Soli in den Holzbläsern, in Saxophon und Horn ein wesentlicher Garant des Erfolgs. Die Neuinszenierung wird von einem im Ganzen schlüssigen Konzept getragen und ist wirklich erlebenswert. [...] Die anwesenden Zuhörer waren jedenfalls restlos begeistert und spendeten allen Mitwirkenden reichlich Beifall.« Der Opernfreund

 

 

Wiederaufnahme am 22.09.2017

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