Die Troerinnen

von Data Tavadze
basierend auf wahren Geschichten und Euripides
Georgien | Royal District Theatre

»Fast Forward«
Europäisches Festival für junge Regie
vom 24. bis 27. November 2016

Wie lässt sich mit der Erfahrung von Krieg leben und hoffen? Wie unwiderruflich prägt Krieg die Menschen? Fünf Frauen finden auf der Bühne zu einer Sprache für Angst und Schrecken, aber auch für Hoffnung. In Anlehnung an Euripides »Troerinnen«, in denen sich die Opfer und Entwurzelten des Trojanischen Kriegs in ihr Schicksal ergeben oder es verweigern, verleiht Data Tavadze dem postsowjetischen Georgien eine Stimme.
Seit den 1990er Jahren ist die Kaukasusregion von Bürgerkriegen und militärischen Interventionen geprägt, die die Menschen in eine prekäre Gegenwart und vor eine ungewisse Zukunft stellen. In »Die Troerinnen« verknüpft der junge Regisseur und Autor Erzählungen georgischer Kriegsüberlebender mit dem antiken Stoff. Mit einem fulminanten Frauenensemble zieht er so eine schlüssige Verbindung zwischen dem Mythos und den Konflikten geopolitischer Brennpunkte heute.

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Data Tavadze, 1989 in Georgien geboren, ist Regisseur und Dramatiker. Von Jugend an war er auch als Schauspieler auf georgischen Bühnen zu sehen und ist seit 2008 in Tiflis am Royal District Theatre tätig, wo er mehrere Regie- und Dramenfestivals mitbegründete.
Wie Menschen mit Kriegstraumata umgehen, ist ein wiederkehrendes Thema im Theaterschaffen des mehrfach preisgekrönten Stückeschreibers und Regisseurs.


Regie Data Tavadze
Inspizienz Maia Sakhitkhusisvili
Musik Nika Pasuri
Ton Teimuraz Margishvili
Dramaturgie Davit Gabunia

mit Nato Kakhidze, Ekatarina Kalatozishvili, Magda Lebanidze,
Ketevan Shatirishvili, Ia Tchilaia

Georgisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Stückdauer ca. 75 Min.

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