Der nackte Kaiser | 6+

ein Märchen aus alter Zeit von Gerd Knappe
nach Hans Christian Andersen

Der eitle Kaiser hat nur seine Gewänder und das eigene Wohl im Kopf. Darüber vergisst er sein Volk und weiß nichts von dessen Ängsten und Nöten. Eines Tages demonstrieren die Leute vor dem kaiserlichen Schloss und machen ihrem Ärger Luft: Veräppeln lassen sie sich nicht länger. Seit der Regent auf dem Thron sitzt, lässt er Theater schließen und Schulen verkommen. Und die Arbeitslosigkeit nimmt auch noch zu. Unter den Demonstranten befinden sich Manne und Wiebke, zwei verarmte Untertanen, die von einem besseren und gerechteren Leben träumen. Kurzum fassen sie einen Plan und werden zu »Weber« und »Schneiderin« um dem Kaiser zu geben, wonach ihm dürstet.

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Sie bieten ihm Kleider an, die ganz besondere Eigenschaften haben: Nur derjenige sei im Stande sie zu sehen, der für sein Amt geeignet sei. In Wahrheit kann niemand die neuen Kleider sehen, weil sie nicht existieren. Doch sowohl Beamte und Minister bescheinigen den Stoffen die höchste Qualität, um das eigene Amt und den Ruf nicht zu verlieren. Bis hin zum Kaiser selbst, der von den Gewändern durch und durch verzaubert zu sein scheint. Ganz in seine funkelnagelneuen Roben gehüllt, will er sich seinen Untertanen präsentieren, doch diese nehmen kein Blatt vor den Mund und sagen dem Kaiser die nackte Wahrheit.

Gerd Knappe adaptiert das weltbekannte Märchen von Hans Christian Andersen, »Des Kaisers neue Kleider«, mit groteskem Wortwitz und schreibt eine Geschichte über soziale Gerechtigkeit und die Frage nach sinnvoller Arbeit, über Kritik an vermeintlichen Autoritäten und Hierarchien.

Wiederaufnahme am 20.01.2017

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