Aladin

Märchenoper für Erwachsene in drei Akten von Kurt Atterberg
Libretto von Ignaz Michael Welleminsky und Bruno Hardt-Warden
in deutscher Sprache

Als sich der Vorhang nach der deutschen Erstaufführung von Kurt Atterbergs Oper »Aladin« in Chemnitz 1941 schloss, kannte der Jubel keine Grenzen und ein sichtlich hocherfreuter Intendant telegrafierte umgehend: »Schon nach der Ouvertüre starker Beifall, der sich von Bild zu Bild steigerte und zum Schluss zu lebhaften Ovationen anwuchs. Glaube an den bleibenden Erfolg dieses publikumswirksamen Werkes. Gratuliere Verlag und Autoren.«

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Es ist kaum nachzuvollziehen, warum »Aladin« nach dieser und der Stockholmer Aufführung einige Monate zuvor nie mehr nachgespielt wurde. Schließlich besitzt dieses Werk alles, was eine Märchenoper aus Tausendundeiner Nacht haben muss: Einen jungen Helden, die Liebe zu einer schönen, aber verschleierten Prinzessin, einen bösen Großwesir als Gegenspieler, eine Höhle voller Schätze, eine Wunderlampe samt gutmütigem Geist und selbstverständlich ein Happy End.

Die Musik des schwedischen Komponisten tut das Übrige. Ist Atterberg in seinem sinfonischen Stil eher für dramatische Ausbrüche und nordische Kühle bekannt, so dominieren in dieser Oper leuchtende Klangfarben, große melodische Linien und folkloristisch-orientalische Einsprengsel. Das alles verleiht dem Werk einen durch und durch romantischen Charakter. Am Staatstheater Braunschweig wird »Aladin« nun erstmals seit 1941 wieder zu erleben sein.

Presse

»Dass diese Märchenoper durchaus lohnend ist, und nicht nur vordergründig exotisch, sondern zeitlos gültig, beweist jetzt die Wiederausgrabung am Staatstheater Braunschweig. [...] Kurt Atterberg gelingt mit seiner impressionistisch-spätromantischen, handwerklich hervorragend ›gemachten‹ Musik, die von zahlreichen musikalischen Orientalismen durchzogen ist, immer ein dramaturgisch zwingender Zugriff. Dabei präsentierten sich Dirigent Jonas Alber und das Staatsorchester Braunschweig als exzellent vorbereitet, präzise und musikalisch differenziert. [...] Die szenische Umsetzung von Regisseur, Kostüm- und Bühnenbildner Andrej Woron verdient ein besonders Lob.« Musikjournal

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»Zu viel des Guten kann wundervoll sein. Und die Märchenoper ›Aladin‹ des Schweden Kurt Atterberg ist genau in diesem Sinne wundervoll: Man ertrinkt, versinkt in einem Flauschgebirge aus rosa Zuckerwatte mit Blick in einen wolkenlosen, eisbonbonblauen Himmel. [...] Ohne die Farbvielfalt des Orchesters einzugrauen, dämpft Alber die Lautstärke doch so stark, dass Tenor Michael Ha als Aladin und die Sopranistin Solen Mainguené als Prinzessin Laila ihr Liebesduett [...] durchweg leise singen können. Sie überwältgen, ohne brüllen zu müssen. [...] Was der Chor, einstudiert von Georg Menskes, leistet, ist beachtlich [...] alles beweglich, klangschön, genau, mit Diskretion und Pomp jeweils am richtigen Ort. [...] Zusammen mit dem Choreographen Martin Stiefermann und der Kostümbildnerin Hanna Sibilski hat Andrej Woron als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner dieses Märchen als Märchen belassen. [...] Die Anteilnahme des Publikums im ausverkauften Staatstheater ist zurecht groß und herzlich.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Jonas Alber am Pult feuert da das Staatsorchester zu großer Kraftentfaltung an, das schmettert ordentlich. Ansonsten lässt er die orientalisierende Melodik weich und bezaubernd klingen, begleitet aufmerksam etwa das schöne erste Duett von Laila und Aladin, gibt Farbenspielen wie den zarten Flötendialogen, den eisigen Klaviertönen den gebührenden Raum. [...] Atterberg (1887-1974) frönt im ›Aladin‹ ganz dem Märchenton, gut dass die Regie da assoziationsreich für Vertiefung sorgte.« Braunschweiger Zeitung

»Michael Ha gestaltete den reichlich naiven Aladin gut nachvollziehbar; sein charakteristischer Tenor gefiel vor allem in den wenigen lyrischen Teilen der Partie [...].
Eine ansehnliche Laila war Solen Mainguené, die mit ihrem in allen Lagen abgerundeten, durchschlagskräftigen Sopran begeisterte. [...] Das aufmerksame Staatsorchester ließ unter der sicheren Leitung seines früheren Chefs Jonas Alber die leuchtenden Klangfarben, die weit gefassten melodischen Aufschwünge und nicht zuletzt die aparten folkloristischen Orientalismen der spätromantischen Komposition mit beeindruckender Souveränität erklingen.« Der Opernfreund

»Das Staatsorchester Braunschweig unter Jonas Alber bringt die Schwerelosigkeit und den Schwung der Partitur auf erfrischende Weise zur Geltung.« Opernwelt

»Der ehemalige GMD Jonas Alber vermochte an diesem Premierenabend wunderbar die Klangmassen zu moderieren und für das Große Haus zu kanalisieren [...]. Das in der Partitur verzeichnete orientalische Kolorit kam einem musikalischen Feuerwerk gleich und schwung- und glutvoll zur Geltung. Die großen, romantischen Melodiebögen mit lautmalerischem Flirren wurden voll ausgekostet. Toll! [...] Am Ende viel Applaus für alle Beteiligten.«
Das Opernglas

Musikalische Leitung Jonas Alber
Inszenierung, Bühne & Kostüme Andrej Woron
Künstlerische Mitarbeiterin Kostüme Hanna Sibilsiki
Choreografie & szenische Mitarbeit Martin Stiefermann
Chor Georg Menskes
Dramaturgie Christian Steinbock

Aladin
Michael Ha
Nazzredin, Sultan von Samarkand Frank Blees
Laila, seine Tochter Solen Mainguené
Muluk, Großwesir Oleksandr Pushniak
Der blinde Bettler / Dschababirah Selçuk Hakan Tiraşoğlu
Balab, Muluks Freund / 1. Ausrufer Justin Moore
Derim, Muluks Freund / 2. Ausrufer Patrick Ruyters, Maximilian Krummen
1. Muslim Yuedong Guan
2. Muslim Tadeusz Nowakowski, Franz Reichetseder

sowie
Staatsorchester Braunschweig, Chor des Staatstheaters Braunschweig

Premiere am 11.03.2017

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