Andrea Chénier

Oper von Umberto Giordano
Text von Luigi Illica
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Paris 1789: Am Vorabend der Französischen Revolution verlieben sich der Dichter Andrea Chénier und der Diener Carlo Gérardin die Adlige Maddalena de Coigny – eine Liebe ohne Zukunft, denn die Erhebung der Massen wirft alle drei aus ihren Lebensbahnen. Wenige Jahre später werden Chènier und Maddalena zwar ein Paar, doch Gérard, mittlerweile zum Führer der Revolution aufgestiegen, steht dieser Liebe im Weg. Er lässt Chénier wegen angeblichen Hochverrats gefangen nehmen, um Maddalena unter Druck zu setzen. Doch Gérard muss erkennen, dass er beider Liebe nichts entgegenzusetzen hat. Mehr und mehr verstrickt er sich in widersprüchliche Gefühle und Entscheidungen – mit fatalen Konsequenzen: Die Massen scheinen ihm nicht mehr gehorchen zu wollen. Und sein Plan, Chéniers Todesurteil vor dem Revolutionstribunal zu verhindern, geht nicht auf. Die Guillotine arbeitet unermüdlich weiter.

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Umberto Giordanos »Andrea Chénier« gilt als Klassiker des italienischen »Verismo«, mit dem der Komponist 1896 zu internationalem Ruhm gelangte. Berühmte Melodien der untergehenden Rokokoepoche sowie Lieder der Französischen Revolution mischen sich in die packende Komposition und verleihen dem gesamten Werkein unverwechselbares Kolorit. Doch die Oper ist mehr als nur süffige Musik, romantische »Italianità« oder ein historisch-bunter Bilderbogen. In ihr wird auch die Frage nach dem Schicksal politisch Verfolgter gestellt, nach der Freiheit von Gedanken und Rede, nach der Verantwortung für große politische und persönliche Entscheidungen. Mag die Zeit, in der die Oper angesiedelt ist, auch mehr als 200 Jahre zurückliegen, so fragt das Werk dennoch nach Werten, die – wie auch die Schlagworte der Revolution: »Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit« – unsere Zeit und Gesellschaft bis heute prägen und die immer wieder auf den Prüfstein gehören.

Presse


Kulturtipp zu »Andrea Chénier«, gesendet auf Radio Okerwelle

»Ja, so geht große Oper. [...] So entsteht ein deftig vorantreibender Verismo mit seinen kaum mehr ariosformal gebändigten Gefühlsausschüttungen, angepeitscht vom Sturmwind der Geschichte, gespickt mit Zitaten der alten, untergehenden Barockwelt und der liedhaften Revolution. Am Ende brandender Applaus für alle. Das Regietheater ist weit weg in dieser Produktion, dafür lebt die Oper umso inniger. Hingehen, schwelgen, erschüttern lassen.« Braunschweiger Zeitung

 

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Termine

Die genauen Termine in dieser Spielzeit stehen noch nicht fest.