Anna Karenina

Oper in drei Aufzügen von Jenő Hubay
Libretto von Alexander Góth nach dem Roman von Leo Tolstoi
Deutsche Übersetzung von Hans Liebstöckl

Anna Karenina führt ein scheinbar glückliches Leben in russischen Adelskreisen mit ihrem Mann Alexej und Sohn Serjoscha, bis Graf Wronskij in ihr Leben tritt. Nach anfänglichem Zögern stürzt sich Karenina in eine leidenschaftliche Liebesaffäre mit dem jungen Mann, für die sie nach und nach alles opfert: ihre Ehe, die Achtung der Gesellschaft und schließlich ihr eigenes Leben. Obwohl die Handlung – wie in der Romanvorlage Leo Tolstois – im Russland des ausgehenden 19. Jahrhunderts angesiedelt ist, sind es jedoch nicht äußere Einflüsse oder gesellschaftliche Zwänge und Moralvorstellungen, an denen die Beziehung zu Wronskij scheitert. Sie zerbricht von innen heraus.

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Nachdem die 1914 komponierte »Anna Karenina« in den 1930er Jahren erfolgreiche Aufführungen im deutschsprachigen Raum erlebt hatte, wurden Hubays Werke mehr und mehr von den Spielplänen verbannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er als Repräsentant einer aristokratischen Kulturelite im kommunistischen Ungarn totgeschwiegen und geriet vollkommen in Vergessenheit. Dabei war der Komponist und Violinist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des ungarischen Musiklebens seiner Zeit, der auch mit Künstlerkollegen wie Franz Liszt, Jules Massenet oder Johannes Brahms in regem Austausch stand. In »Anna Karenina« hat er eine spätromantische Tonsprache entwickelt, die der Dramatik wie der Emotionalität des Sujets um nichts nachsteht.

 

Presse

»[Hubay] lässt über weite Strecken eine hochnervös vibrierende Bewegung in Streichern wie Bläsern walten, die dem Werk eine Spannung gibt wie ein Krimi. […] Die beste [Wiederentdeckung] unter den alljährlichen Ausgrabungen der letzten Jahre in Braunschweig.« Die Deutsche Bühne

Kulturtipp zu »Anna Karenina« auf Radio Okerwelle

Wiederaufnahme am 06.11.2015

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