Die Banditen (Les Brigands)

Opéra-bouffe in drei Akten von Jacques Offenbach
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
in deutscher Sprache

Paris 1852. Durch einen Staatsstreich krönt sich Louis Napoléon Bonaparte zum Kaiser Napoléon III., damit beginnt in Frankreich die Zeit des Zweiten Kaiserreiches. Das Regime Napoléons III. beruhte auf rauschhaften Festen und einer Flucht vor der Wirklichkeit.
Die Finanzspekulation boomte. An der Stelle der bodenständigen Industrie herrschte das Finanzkapital, welches ins Blaue hinein phantasierte.

In dieser Zeit erlebt der Deutsche Jacques Offenbach seinen Durchbruch. Er brilliert als Komponist, aber auch als Satiriker weiß er die Verhältnisse der Zeit geschickt in Musik und Handlung zu verpacken und somit selbst den Kaiser und seine Frau zu amüsieren, obwohl sie oft genug im Mittelpunkt der Werke Offenbachs standen. 1869 wurden »Les Brigands« in Paris uraufgeführt.

Im Zentrum der Geschichte stehen eine Räuberbande und ihr Anführer Falsacappa, deren Geschäfte, obwohl die Gewinne gerecht verteilt werden und sogar ein Räuberbetriebsrat gegründet wurde, ins Stocken geraten.

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Die Hochzeit des Prinzen von Mantua mit der Prinzessin von Granada scheint die perfekte Gelegenheit, die Verluste der letzten Zeit wettzumachen. Sollen doch drei Millionen bei der ehelichen Zusammenführung übergeben werden. Mit viel Aufwand überfallen die Banditen die spanische Gesandtschaft, sperren die Prinzessin von Granada ein und schicken stattdessen die Tochter des Räuberhauptmanns als angeblich spanisches Blaublut ins Rennen. Doch in Mantua angekommen, erwartet die Räuber eine böse Überraschung:
Die Staatskasse ist leer. Korruption, Unterschlagung und Misswirtschaft sind das Alltagsgeschäft im Staat. Die Banditen müssen radikal umdenken. Nach »My Fair Lady« begegnen sich in dieser Produktion erneut Mitglieder aus dem Musiktheater- und Schauspielensemble.

Presse

»Regisseur Michael Talke inszeniert den Stoff bei der Premiere im Großen Haus des Staatstheaters mit auffällig hoher Taktfrequenz und hommagiert dabei nicht zu knapp die legendäre britische Komikertruppe Monty Python, aber auch andere Granden der Unterhaltung wie Loriot oder Otto. [...] Auch wenn Michael Talke die politische Dimension des Stückes auf dem Altar des Humors beinahe komplett opfert, unterhaltsam ist der Abend allemal – allein durch die musikalische Stringenz und tolle individuelle Leistung des gemischten Ensembles.« neue Braunschweiger

»Im Folgenden lief alles mit großer Spielfreude und präzise einstudiert ab; dem Regisseur war es gut gelungen, die Choristen einschließlich einiger Mitglieder des Extrachors [...] sowie das ganze Ensemble ausgesprochen lebhaft und vielfach auch choreographisch zu bewegen, so dass es immer mehr ein Spaß wurde, dem turbulenten Treiben zuzusehen [...]. Glanzvolle Einzel-Darstellungen verliehen dem Ganzen entsprechende Würze [...].
Der Opernfreund

Musikalische Leitung Christopher Hein
Inszenierung Michael Talke
Bühne Barbara Steiner
Chor Georg Menskes, Johanna Motter
Dramaturgie Katrin Breschke, Christian Steinbock

Falsacappa, ein Räuberhauptmann
Matthias Stier
Fiorella, seine Tochter | Fiametta Mirella Hagen
Fragoletto, ein junger Bauer | Zerlina Milda Tubelytė
Pipo, ein Gastwirt | Comte de Gloria Cassis Michael Ha
Pietro, Falsacappas Vertrauter Tobias Beyer
Domino, Räuber | Chef der Carabiniere, Polizeihauptmann Götz van Ooyen
Barbavano, Räuber | Baron von Campotasso Christophe Vetter
Carmagnola, Räuber | Antonio, Schatzmeister Philipp Grimm
Pipa | Die Prinzessin von Granada | Ducchese Pauline Kästner
Geheimer Staatskurier | Pipetta | Adolphe | Marquise Lisa Schwindling

sowie
Chor des Staatstheaters Braunschweig, Extrachor des Staatstheaters Braunschweig, Staatsorchester Braunschweig

Premiere am 23.01.2016

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