Hexenjagd (The Crucible)

Oper von Robert Ward
Libretto von Bernard Stambler
nach dem gleichnamigen Schauspiel von Arthur Miller
in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
vierter Beitrag in der Reihe »American Way of Opera«

In dem Städtchen Salem setzt sich eine Gruppe von Mädchen über die sittlichen und moralischen Konventionen der Gemeinschaft hinweg. Als sie bei einem okkulten Ritual ertappt werden, täuschen sie vor, Opfer von Hexerei geworden zu sein, um einer Strafe zu entgehen. Schnell greifen nun Lüge, Wahn und Denunziation um sich. Auch Elisabeth Proctor wird beschuldigt, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Tatsächlich aber wird sie nur als Sündenbock für eine persönliche Fehde missbraucht. Ihr Ehemann John durchschaut zwar das grausame Spiel der Mädchen, doch bei einem Prozess gerät auch er in den Verdacht der Hexerei und muss um sein Leben kämpfen.

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Der US-Amerikaner Robert Ward zählt zu den Komponisten, die auch um die Mitte des 20. Jahrhunderts der musikalischen Stilistik der Spätromantik verpflichtet blieben. So ist »Hexenjagd« – nach dem Bühnenstück von Arthur Miller, der damit harsche Kritik an der antikommunistischen Hetze während der 1950er Jahre in den USA übte – ein Werk von üppiger orchestraler Pracht sowie mitreißender Dramatik. 1962 wurde Ward dafür mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

Regie führt der Filmregisseur Hugh Hudson, der mit Projekten wie »Graystoke – Die Legende von Tarzan« (drei Oscar-Nominierungen), »Revolution« oder »Ich träumte von Afrika« internationale Bekanntheit erlangte. Sein Spielfilm »Die Stunde des Siegers« von 1981 wurde mit vier Oscars ausgezeichnet, u. a. in der Kategorie »Bester Film«. Am Staatstheater Braunschweig inszeniert er mit »Hexenjagd« nun erstmals eine Oper.

Presse

»Die packendsten Momente schaffen die Sänger. [...] Und Christopher Hein am Pult treibt das Orchester abwechslungsreich in dieser spätromantischen Ästhetik voran. [...] Viel Applaus und Bravos.« Braunschweiger Zeitung

»Hugh Hudson, der zu den weltweit anerkanntesten Filmregisseuren zählt, gelang eine exzellente Inszenierung, die von der ersten Szene an das Publikum in ihren Bann zog. Auffallend und wohltuend seine erstklassige Personenfuhrung! [...] Aus dem gut abgestimmten Sängerensemble des Staatstheaters Braunschweig ragten einige Darsteller besonders heraus. [...] Das Publikum lohnte den Mitwirkenden ihre Leistungen mit lang anhaltendem Beifall und einigen Bravorufen.« Online-Merker

»stimmig, packend und in der Personenführung sehr nuanciert, also nichts weniger als großes Kino auf der Opernbühne, das auch zu Assoziationen an aktuelle Geschehnisse anregt. [...] Die hoch auflodernden Emotionen setzen sich im Orchestergraben fort, in dem Samuel Emanuel mit dem Staatsorchester Braunschweig einen schwelgerischen Klang entfaltet. [...] Langanhaltender Applaus nach der erstaunlich gut besuchten Aufführung mitten in der Woche.« Opernnetz

Musikalische Leitung Christopher Hein
Inszenierung Hugh Hudson
Bühne Brian Clarke
Kostüme Madeleine Boyd
Choreografie Denise Sayers
Dramaturgie Christian Steinbock, Sarah Grahneis

John Proctor
Peter Bording
Elisabeth Proctor Anne Schuldt
Judge Danforth Arthur Shen
Reverend John Hale Selçuk Hakan Tiraşoğlu
Reverend Samuel Parris Matthias Stier
Tituba Lona Culmer-Schellbach, Milda Tubelytė
Giles Corey Michael Ha
Francis Nurse Rossen Krastev
Mary Warren Mirella Hagen, Evmorfia Metaxaki
Ann Putnam Ekaterina Kudryavtseva
Thomas Putnam Oleksandr Pushniak
Ezekiel Cheever Andreas Sebastian Mulik
Sarah Good Annegret Glaser
Rebecca Nurse Marlene Gaßner
Ruth Putnam Sophia Revilla
Martha Sheldon Theresa Derksen-Bockermann
Bridget Booth Anna-Doris Capitelli
Betty Parris Janine Metzner
Mercy Lewis Yajie Zhang
Susanna Walcott Sofiya Palamar
sowie Staatsorchester Braunschweig

Wiederaufnahme am 09.10.2016

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