Pique Dame

Oper in drei Akten von Peter I. Tschaikowsky
nach einer Erzählung von Alexander Puschkin
deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze

Von Liebe, Verzweiflung und Obsessionen handelt Tschaikowskys 1890 uraufgeführte Oper. Mit einer Musik, die von lyrischen Elementen bis zur leidenschaftlichen Expressivität des großen romantischen Orchesters reicht, zeichnet Tschaikowsky in »Pique Dame« das bedrückende Bild einer oberflächlichen Gesellschaft, deren Undurchlässigkeit im Kontrast zur Innerlichkeit der Individuen steht und an der ein ›Außenseiter‹ schließlich zerbricht.

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Die Figur des deutschen Ingenieurs Hermann ist Tschaikowskys vielleicht tragischster Opernheld. Obwohl er bereits viel erreicht hat, plagen ihn Gefühle der Minderwertigkeit. Die oberen gesellschaftlichen Kreise bleiben ihm verschlossen wie auch scheinbar das Herz seiner Angebeteten Lisa, die sich mit dem Grafen Jelezki verlobt hat. Doch dann erfährt er von einem möglichen Ausweg aus seiner desolaten Situation: Lisas Vormund, die alte Gräfin, kenne angeblich eine Kartenfolge, durch die einem der Sieg im Spiel immer gewiss sei. Der Wunsch, durch das Geheimnis der »Pique Dame« zu Geld zu kommen und so schließlich Lisa zu ›verdienen‹, wird für Hermann zur alles bestimmenden fixen Idee mit tödlichen Konsequenzen. In der Rolle der Gräfin wird Opernstar Dame Gwyneth Jones erstmals in Braunschweig zu erleben sein. Jones zählt zu den herausragenden Sängerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Besonders als Wagner-Interpretin gilt sie als Begründerin eines innigen und emotionalen Darstellertypus und veränderte dieses Rollenfach nachhaltig. 1986 ernannte die Queen sie zur »Dame Commander of the Order of the British Empire«.

Presse

»Wieder einmal ist Braunschweigs Operndirektor Philipp Kochheim mit der Neuinszenierung von Tschaikowskys dramatischster Oper eine insgesamt beeindruckende, spannende Musiktheater-Produktion gelungen. [...] Am Pult des in allen Gruppen ausgezeichneten Staatsorchesters stand der Gastdirigent Adrian Müller, der mit sparsamer, aber präziser Zeichengebung den ganzen Apparat sicher zusammen hielt und für eine angemessene Ausdeutung der vielschichtigen Partitur sorgte.« Der Opernfreund

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Premiere am 05.03.2016

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