Der Gott des Gemetzels

von Yasmina Reza
aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel

Zwei Elfjährige haben sich geprügelt. Ferdinand war mit einem Stock bewaffnet. Bruno hat eine Schwellung der Oberlippe und zwei abgebrochene Schneidezähne davongetragen. Eine Entschuldigung steht noch aus. Doch die muss es geben. So beschließen es jedenfalls die Eltern von Ferdinand und Bruno. Und so sitzen sie zusammen, um den Konflikt ihrer Kinder zivilisiert aus der Welt zu räumen. Nur leider ist es mit dem zivilisierten Umgang bald vorbei.

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Ein nervöser Magen, ein ausgesetzter und inzwischen verstorbener Hamster, ein korrupter Pharmakonzern und eine Schwiegermutter am Telefon lenken immer wieder vom Thema des privaten Elternabends ab. Der zivilisierte Umgang wird von Sticheleien und Wortgefechten abgelöst und steigert sich schließlich zu einer Zimmerschlacht. Ist Ferdinands rabiates Verhalten nur eine Kompensation der Eheprobleme seiner Eltern oder hat Bruno die Tat hinterhältig provoziert? Mit diabolischem Humor entwickelt sich eine strategische Kampfeshandlung, bei der die Ehepaare hinter ihrer gutbürgerlichen Maske dem ›Gott des Gemetzels‹ frönen und dem Sprichwort »Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm« alle Ehre machen. Yasmina Reza hat in ihrer Komödie (2011 von Roman Polanski verfilmt) den Kampf um die Integrität des eigenen Kindes von Eltern, die sich dabei nicht selbst an die Nase fassen wollen, herrlich auf die Spitze getrieben.

Presse

»In perfekter dramatischer Steigerung hat Yasmina Reza aus privaten Friedensgesprächen eine verbale Schlacht entwickelt, in der das Eingemachte wieder auf den Tisch kommt [...]. Juliane Kann hat das mit einem exzellenten Schauspielerquartett nun am Staatstheater Braunschweig inszeniert. [...] Sie vertraut dem Text und dem Können ihrer Protagonisten, die sie bloß gemäß der wechselnden Fronten auf den Stühlen verschiebt. [...] Perfekt gebaut eben. Und brilliant gespielt. Starker Applaus.« Braunschweiger Zeitung

Inszenierung Juliane Kann
Bühne Vinzenz Gertler
Kostüme Josephin Thomas
Musik Daniel Freitag
Dramaturgie Axel Preuß

Véronique Houillé, Buchhändlerin und Autorin
Rika Weniger
Michel Houillé, Eisenwarenhändler Götz van Ooyen
Annette Reille, Vermögensberaterin Birte Leest
Alain Reille, Anwalt Oliver Simon

Wiederaufnahme am 30.09.2016

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