Der Vorname

Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière
aus dem Französischen von Georg Holzer

Es soll ein gemütlicher Abend unter Freunden werden. Lehrerin Elisabeth und ihr Mann, der Literaturprofessor Pierre, haben zu einem marokkanischen Büffet geladen. Neben Elisabeths Jugendfreund Claude, Posaunist im Rundfunkorchester, wird ihr Bruder Vincent, ein Immobilienmakler und Pierres bester Freund, erwartet. Vincent, ein Mann in den besten Jahren und werdender Vater, wird von seiner Lebensgefährtin Anna, im fünften Monat schwanger, begleitet. Doch Anna verspätet sich. Dann muss eben Vincent die neugierigen Nachfragen zu dem Ungeborenen beantworten. Als er den Namen für seinen Stammeshalter in die Runde wirft, sind die Freunde bestürzt. Pierre argumentiert, der Vorname sei politisch vorbelastet. Vincent entgegnet, Pierre solle nicht kleinlich sein, schließlich reduziere sich der Kreis verfügbarer Namen doch sehr, wenn man alle ausschließen würde, die schon einmal von einem Verbrecher getragen wurden. Aber Pierre lässt nicht locker, hier gehe es um Moral und Anstand.

weiterlesen

Die Stimmung kippt und der gemütliche Abend stürzt ins Chaos. Jetzt gibt es kein Halten mehr: Alle Vorurteile, Gemeinheiten und Verärgerungen, die sich über die Jahre angesammelt hatten und im Namen der Freundschaft ›vergessen‹ wurden, kommen ans Licht. Die bürgerliche Fassade bröckelt gewaltig. 
Witzige Dialoge, eine atemlose Handlung und bitterböse Komik in der besten Tradition der französischen kritischen Gesellschaftskomödie, haben das erste Theaterstück des Autorenduos Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière seit seiner Uraufführung 2010 in Frankreich und der Verfilmung 2012 auch auf den deutschen Bühnen zum Erfolg werden lassen.

Presse

»Für uns Zuschauer ist es das reinste Vergnügen. Realistisches Theater, von Regisseur Nicolai Sykosch und dem exzellenten Ensemble ohne Dünkel und Brechungen ausgespielt, sehr menschennah, sehr wahr, schon typisiert, aber ohne zu karikieren.«
Braunschweiger Zeitung

Inszenierung Nicolai Sykosch
Bühne Stephan Prattes
Kostüme Britta Leonhardt
Dramaturgie Katrin Breschke

Elisabeth Garaud-Larchet
Martina Struppek
Pierre Garaud, Elisabeths Mann Tobias Beyer
Claude Gatignol, Elisabeths Jugendfreund Moritz Dürr
Vincent Larchet, Elisabeths Bruder, Pierres Jugendfreund Hans-Werner Leupelt
Anna Caravati, Vincents Lebensgefährtin Pauline Kästner

Wiederaufnahme am 15.12.2016

Teilen

Termine
Kalender-Event herunterladen Fr / 26.05.2017
Kleines Haus
19:30 - 21:20 Karten