Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück

Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing

Der Krieg ist vorbei. Major von Tellheim, im Kampf verwundet, erweist sich den Kriegsverlierern gegenüber mild und zahlt die Gelder, die er bei ihnen eintreiben soll, kurzerhand selbst. Daraufhin wird er mit Bestechungsvorwürfen konfrontiert und unehrenhaft aus der Armee entlassen. Verletzt an Körper, Ehre und Würde kommt er nach Berlin, um seine Angelegenheiten rechtlich zu klären. Jedes Hilfsangebot weist er zurück.

weiterlesen

Minna von Barnhelm, Tellheims Verlobte, ist ihm nachgereist. Nach Kriegsende will sie ihn nun endlich heiraten. Aber Tellheim weist auch sie zurück. Er – der Krüppel, Bettler, Entehrte – gibt sie um ihres Glückes willen frei.
Doch das mit dem Glück sieht Minna anders. Sie gibt sich als mittellos aus, und schon hat Tellheim einen Grund, die Frau, die seinetwegen Qualen erleidet, durch ein erneuertes Eheversprechen zu retten und zu beschützen. Gleichzeitig werden die ihm entgegengebrachten Vorwürfe aufgeklärt und er bekommt Güter und Ehre zurück. Doch nun geht Minna einen Schritt weiter und wendet jene Argumente, die Tellheim zuvor ihr entgegengebracht hatte, gegen ihn: Sie, die verstoßene, mittellose Frau, könne nicht von ihm ausgehalten werden, denn »Gleichheit ist allein das feste Band der Liebe.«
Selbst wenn sich am Ende der dramatische Knoten auflösen lässt und sich Minna und Tellheim wohlhabend und in Würde gegenüber stehen, bleibt diese Forderung Minnas an eine gemeinsame Zukunft bestehen.
Mit »Minna von Barnhelm« setzt das Staatstheater Braunschweig die Kooperation mit dem Lessingtheater Wolfenbüttel fort.

Presse

»Tränen gelacht. Eine krachend komische Kiste, halb Albtraum, halb Boulevard, angereichert mit Elementen des schauerromantischen Stummfilms, clownesken Einlagen, Slapsticks, Zeitlupen, surrealem Nonsense. Und doch: mit Gefühl. [...] Talke gelang [...] eine Inszenierung, die die alte Komödie mit unbekümmert überbordender Phantasie zeitgemäß aufpeppt, ohne ihr den Gehalt zu rauben. Heftiger Beifall.«
Braunschweiger Zeitung

Beitrag über »Minna von Barnhelm« im Kulturmagazin ›Pandora‹ auf Radio Okerwelle, gesendet am 19. Februar 2015

Komposition & Musik Andreas Dziuk
Dramaturgie Axel Preuß

Major von Tellheim, verabschiedet
Philipp Grimm
Minna von Barnhelm Ursula Hobmair
Franziska, ihr Mädchen Birte Leest
Just, Bedienter des Majors/ Eine Dame in Trauer Oliver Simon
Paul Werner, gewesener Wachtmeister des Majors Andreas Vögler
Der Wirt/ Riccaut de la Marlinière Sven Hönig

In Kooperation mit:

Wiederaufnahme am 19.05.2017

Teilen

Termine
Kalender-Event herunterladen Fr / 19.05.2017
Kleines Haus
Wiederaufnahme
19:30 - 22:15 Karten