Überzeugungstäter

von Auftrag : Lorey | Uraufführung
eine Kooperation des Instituts für Performative Künste und Bildung der Hochschule der Bildenden Künste Braunschweig (HBK),
des Studiengangs Schauspiel der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) und des Staatstheaters Braunschweig

Natürlich sind »Überzeugungen« kein Privileg des männlichen Teils der Menschheit: Jeanne d'Arc, Bertha von Suttner, Ulrike Meinhof, Mutter Teresa, Marine Le Pen oder Beate Zschäpe – beispielsweise – vertraten und vertreten ihre Sache ebenso vehement wie männliche Aktivisten ihre jeweilige Weltanschauung. Dass »für seine Überzeugungen einzustehen« einerseits ein Ideal oder einen moralischen Wert beschreibt, andererseits Hass und Gewalt bedeuten kann, ist Teil der brisanten Mischung, die entsteht, wenn »Überzeugungen« und »Taten« zusammenfinden. Denn wovon ist man überhaupt »überzeugt«: von der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, von der eigenen Verantwortung für das politische Herrschaftssystem, von einem religiösen Menschen- und Weltbild oder davon, dass sowieso nicht genug für alle da ist und man deswegen eben einem Teil der Menschheit den Krieg erklären muss? Und wo zwischen Held und Unhold, zwischen Geschichtsfigur und Heilige bleibt Platz für das »kleine Ich«?

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»Mögest Du in interessanten Zeiten leben«, soll ein chinesisches Sprichwort lauten, das auch als Fluch gilt. Wir leben in solchen Zeiten und es sind ebensolche Fragen, die die Akteure dieses interdisziplinären Pilotprojekts beschäftigen – Studierende des Studiengangs Schauspiels in Hannover und der Theaterpädagogik in Braunschweig: Wie, warum und wofür tut man, was man tut – in der Kunst, in der Gesellschaft und im Leben?

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Premiere am 26.04.2017

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