Dein Herz ist meine Heimat

Tanzstück von Gregor Zöllig | Uraufführung

Die Liebe in all ihren Facetten ist das Thema in Gregor Zölligs neuem Tanzabend »Dein Herz ist meine Heimat«. Gemeinsam mit seinen Tänzerinnen und Tänzern lässt sich der Choreograf von William Shakespeares 1609 erschienenen Sonetten inspirieren, die die reiche menschliche Gefühlswelt in ihrer ganzen Bandbreite poetisch erfahrbar machen.
So stehen große Verliebtheit und unbedingte Verehrung neben Verlustangst und Eifersucht, körperliche Begierde und Unterwerfung neben Verzweiflung und Einsamkeit. All diese Freuden und Leiden des menschlichen Miteinanders werden unter der Grundvoraussetzung der Vergänglichkeit zum Schatz für eine Choreografie, die dieses Wechselbad der Gefühle in Bewegung lebendig werden lässt. Begleitet wird der Tanzabend vom Staatsorchester mit Musik aus dem Zeitalter der Renaissance (Carlo Gesualdo und John Dowland), kombiniert mit Kompositionen der Moderne (u. a. Maurice Ravel und Benjamin Britten).

Presse

»Mit allen Lichtseiten wie der ersten Verliebtheit, der Verehrung und der gegenseitigen Anziehung, aber auch mit allen Abgründen wie Eifersucht, Ablehnung und Unterdrückung zeigt er die Varianten menschlicher Zweierbeziehungen anhand lauter kleiner Einzelgeschichten und schafft ein emotionales, lebenspralles Werk. [...] Zöllig spielt mit Klischees, setzt die Betonung immer wieder auf das Theater, lässt seine Kompanie sprechen, weinen, schmatzend küssen und singen. Dabei gelingt es ihm, einen logischen Bezug zum Tanz herzustellen und — ohne dass es allzu gewollt erscheint — die Elemente humorvoll miteinander zu verbinden, anstatt sie bloß nebeneinander zu präsentieren. [...] Am Schluss nimmt Zölligs Werk [...] noch einmal Fahrt auf und endet nach allen Hinweisen auf die Vergänglichkeit und die Abgründe der menschlichen Seele in einer rauschhaften Leichtigkeit. Da wirbeln die Tänzerinnen und Tänzer wie in rasender Verliebtheit entfesselt über die Ebenen und verteilen fontänenartig weiße und rosa Blütenblätter aus raschelndem Papier. Mit diesem mitreißenden Bild setzt Zöllig nach 90 Minuten pausenloser Tanztheaterkunst einen gekonnten Schlusspunkt.« tanznetz.de

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»Insgesamt ist das Stück farbenreich und durch die Sprechszenen im alltäglichen Erfahrungsschatz geerdet. Die Live-Musik von Dowland bis Adams schafft gut Stimmungen. Großer Applaus.« Braunschweiger Zeitung

»Inspiriert durch William Shakespeares Sonette, die Liebe in allen Facetten über die Rampe des Großen Hauses bringen – das möchte Staatstheater-Chefchoreograph Gregor Zöllig mit seinem anderthalbstündigen Abend ›Dein Herz ist meine Heimat‹. Um es vorweg zu nehmen: Bei der Uraufführung gelingt ihm dies eindrucksvoll. [...] Am Ende des Abends, für den das Staatsorchester mit Werken und Musiken von Adams, Einaudi oder Ravel pointiert die Grundlage liefert, steht folgerichtig der exzessive Rausch. [...] Der Premierenapplaus im Großen Haus des Staatstheaters ist kräftig und langanhaltend.« neue Braunschweiger

Premiere am 17.02.2017

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