22.01.2018

»Escape to Life«: Thementage am Staatstheater Braunschweig

Europa und die Chronologie der Flucht
Theater, Performance, Konzert, Lesung, Vortrag, Gespräch, Diskussion

5. – 8. April 2018
Großes Haus // Kleines Haus // Aquarium

Bleiben oder gehen? Vor dieser Frage stehen Millionen Menschen überall auf der Welt, die oft lebensgefährliche Fluchtrouten auf sich nehmen für eine bessere Zukunft in Europa. Es sind dieselben Fragen, die viele Deutsche beschäftigten als die Nazi-Diktatur Ende der dreißiger Jahre immer deutlicher ihr wahres Gesicht zeigte. Viele entscheiden sich heute so wie damals für die Flucht über die Meere. Die Richtung der Fluchtrouten hat sich verändert, während die emotionalen Verwerfungen dieselben geblieben sind – und unsere Gesellschaft bis heute beschäftigen. Dabei geht es nicht nur ums Kennenlernen und gegenseitige Verstehen, sondern immer auch um die Frage, was eine Flucht als Sinnbild kompletter Entwurzelung mit einem Menschen macht. Wie beeinflusst es ein künstlerisches Werk, wenn es die eigene Heimat nicht mehr gibt? Wie leben Menschen und arbeiten Künstler im Exil - ohne Hoffnung auf Rückkehr?

Die Thementage »Escape to life« wollen mit Schauspiel-Produktionen, Gastspielen, Vorträgen, Lesungen und Diskussionen die Schicksale der Menschen, die heute zu uns kommen, in Bezug setzen zur Geschichte der deutschen Flüchtlinge. Für die Dauer der Thementage soll das Theater so zu einem Ort der Auseinandersetzung mit der europäischen Gegenwart und der Vergangenheit werden – und zu einem Treffpunkt für Künstler aus aller Welt. 

20.01.2018

Spanisches Flair auf dem Burgplatz: Der Vorverkauf für die Oper »Carmen« beginnt am 15.02.!

Vom 18.08. bis 05.09.2018 wird der Braunschweiger Burgplatz wieder zur großen Freiluftbühne: Unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Srba Dinić bringt das Staatstheater Braunschweig Georges Bizets weltbekannte Oper »Carmen« zur Aufführung, mit der vor 15 Jahren das Burgplatz Open Air in Braunschweig begründet wurde.

Es ist die Geschichte der Fabrikarbeiterin Carmen, deren Anziehungskraft der Sergeant Don José nach anfänglichem Widerstand erliegt und deren beider Verbindung in einer Tragödie endet. In mitreißenden Bildern wird hier die ungebrochene Macht der Verführung, Leidenschaft und Eifersucht vor Augen geführt – umrankt von musikalischen Ohrwürmern wie der berühmten »Habanera« oder dem mitreißenden »Toreador-Lied«.

Sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets für das Musiktheater-Highlight des Sommers, das weit über Braunschweigs Grenzen hinaus Kultstatus erlangt hat! Der Kartenverkauf beginnt am 15. Februar 2018.


Vorstellungstermine

Sa 18.08.2018 19:30 Uhr (Premiere)          
So 19.08.2018 19:30 Uhr           
Di 21.08.2018 19:30 Uhr           
Mi 22.08.2018 19:30 Uhr
Do 23.08.2018 19:30 Uhr           
Fr 24.08.2018 19:30 Uhr           
So 26.08.2018 14:30 & 19:30 Uhr
Di 28.08.2018 19:30 Uhr
Mi 29.08.2018 19:30 Uhr           
Do 30.08.2018 19:30 Uhr           
Fr 31.08.2018 19:30 Uhr           
Sa 01.09.2018 19:30 Uhr           
So 02.09.2018 19:30 Uhr           
Mo 03.09.2018 19:30 Uhr
Di 04.09.2018 19:30 Uhr
Mi 05.09.2018 19:30 Uhr
 

weitere Informationen und Karten unter Tel. 0531 1234 567

15.01.2018

Lob für das Staatstheater Braunschweig in der überregionalen Presse

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung resümiert in ihrer Kritik zu »La porta della legge / Die sieben Todsünden«: 

»Aniara Amos denkt gar nicht daran, sich auf eine Bürokratie-Satire einzulassen. Und auch eine theologische Diskussion von Kafkas Erzählung – die Übertretung des Gesetzes als Erfüllung menschlicher Bestimmung – interessiert sie eher im biologischen Sinn. Wie sie das in Braunschweig durchführt, das hat Zauber, Anmut, Witz. Denn der Mann in seinem Nackedei-Overall – Maximilian Krummen kann das ohne Sorge tragen – ist im Schritt ein Mann ohne Eigenschaften, also ohne primäre Geschlechtsmerkmale. Nur in seiner Phantasie – umgesetzt durch die heiteren Video-Animationen von Thomas Zipf – macht er seine Mannwerdung durch. [...] Die Baritone Ernesto Morillo und Maximilian Krummen, auch Iván López Reynoso als Countertenor (der im Anschluss mit erstaunlicher Eleganz »Die sieben Todsünden« von Kurt Weill dirigiert) bewegen sich durch Sciarrinos Rezitative, als sei das ihre musikalische Muttersprache.

Dagmar Schlingmann ist im Sommer 2017 als neue Intendantin aus Saarbrücken ans Staatstheater Braunschweig gekommen und hat Isabel Ostermann von der Berliner Staatsoper als Operndirektorin engagiert. Seitdem pflegen die beiden in Braunschweig zwischen Verdi, Mozart und Humperdinck ein Repertoire, wie es eigentlich Metropolen gut anstehen würde: »Rivale« von Lucia Ronchetti, als Uraufführung koproduziert mit Berlin, und »Europeras« von John Cage gab es schon, Karlheinz Stockhausens »Originale« werden in dieser Spielzeit noch folgen.«



In der Januar-Ausgabe der Fachzeitschrift »Theater der Zeit« ist ein Bericht zum Start der Intendanz von Dagmar Schlingmann erschienen. In dem vierseitigen Artikel von Gunnar Decker heißt es u.a.:

»Am Staatstheater Braunschweig gelingt der neuen Intendantin Dagmar Schlingmann ein vielversprechender Auftakt [...] Shaw nannte sein Stück eine »zornige Komödie«, bei Schlingmann wird daraus ein groteskes Tableau. Und das auf großartige Weise! […] Lauter starke Schauspieler, fähig, jeden Anflug von Naturalismus ins Absurde zu verwandeln, kommen hier zusammen. […] Lauter echte Typen, keine Musterschüler!«

Den vollständigen Artikel »Zeiten des Übergangs« lesen Sie als Abonnent auch auf www.theaterderzeit.de




Reinald Hanke berichtet im Konzert- und Opernmagazin »Concerti«:

»[Dagmar Schlingmanns] erste Musiktheaterspielzeit ist bislang auf bemerkenswerte Weise gelungen. Die neue Generalintendantin und ihre Opernchefin Isabel Ostermann sowie Chefdirigent Srba Dinić haben nach der ambitionierten und fast rundweg gelungenen Produktion von Verdis »Don Carlo«, einer handwerklich sehr gut gearbeiteten und dabei publikumsfreundlichen Inszenierung von Humperdincks »Hänsel und Gretel« und einer kleinen, aber beachtlich profiliert gestalteten Produktion des neuen Stückes von Lucia Ronchetti, »Rivale«, nun eines der umstrittensten Musiktheaterwerke der neueren Geschichte ins Programm genommen: John Cages »Europeras I und II«, ein Stück, das die Geschichte der Oper zum Teil einer grenzsprengenden Performance macht, die alle Gattungen und alle Kunstbegriffe in Frage stellt. Betrachtet man die Premieren der letzten Zeit und die weiteren Planungen für diese Saison meldet sich dieses Haus hiermit wieder zurück in den Kreis der ernst zu nehmenden Musiktheaterbühnen Deutschlands. Man darf gespannt sein auf den weiteren Verlauf der Spielzeit.« 

Die vollständige Kritik lesen Sie auf www.concerti.de




Das Cover der aktuellen Ausgabe der Opernwelt ziert ein Inszenierungsfoto unserer »Europeras 1&2«. Im Heft ist außerdem die Kritik von Rainer Wagner zu lesen: 

»Cage hat ein großes Opernpuzzle konzipiert, eine Collage, die vom Computer immer wieder neu zusammengestellt wird. 200 Jahre habe Europa der Welt die Oper gegeben, jetzt gebe er sie zurück – und zwar (fast) alle auf einmal. [...] In Braunschweig blieb man der Grundidee treu. Regisseurin (und Operndirektorin) Isabel Ostermann und ihre Ausstatterin Corinna Gassauer haben den hauseigenen Fundus genauso beherzt geplündert wie John Cage die Noten- und Textarchive der Operngeschichte.«

Mehr zum Thema lesen Sie auf www.opernwelt.de




Im französischen Musikmagazin »Anaclase« ist jüngst eine Kritik zu »Europeras 1 & 2« von John Cage erschienen:

»Auf das belebende Betreiben von seiner neuen Operndirektorin Isabel Ostermann, die »Europeras 1 & 2« inszeniert hat, zeichnet sich das Staatstheater Braunschweig durch den begrüßenswerten Mut aus, eines der kontroversesten Werke der jüngeren Musikgeschichte auf die Bühne zu bringen.
Die wichtigste Tugend dieses USOs (Unidentifiziertes Singendes Objekt) besteht darin, ein ganzes Referenzsystem in uns aufzuwühlen. Da trägt Carmen einen Zebra-Kopf, dort schweift die Königin der Nacht mit Jochanaans Haupt in einem Kinderwagen über die Bühne. Viele andere lustige Situationen kommen vor, wobei es sich hier nicht wirklich um Unterhaltung handelt: Es geht eher um die Distanzierung zu den eigenen Gewohnheiten beim Opernpublikum. Nach der sehr schönen Inszenierung von Lucia Ronchettis »Rivale« steht »Europeras 1 & 2« eindeutig  für eine erfrischende Radikalität!«

Die vollständige Kritik (auf Französisch) lesen Sie unter www.anaclase.com

14.01.2018

Über 4000 Euro für ein Schulprojekt in Guinea Bissau gesammelt

Das Gastspiel »Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner«, das in Kooperation zwischen der Stadt Braunschweig und dem Staatstheater am Samstag, 13. Januar vor ausverkauften Rängen stattfand, erzielte bei einem Spendenaufruf im Anschluss an das Gastspiel 4.243,04 Euro für ein Schulprojekt in Guinea Bissau.

Das Theater-Ensemble der lausundproductions, um die Schauspieler Bjarne Mädel, u.a. bekannt als »Tatortreiniger«, Iris Böhm und Max Landgrebe sind glücklich über die großzügige Spende des Braunschweiger Publikums. lausundproductions war für die Inszenierung auf der Suche nach einem direkt wirksamen Spendenprojekt im Bildungsbereich. Seit 2009 wird das Schulprojekt unterstützt. Nach etwa 100 Vorstellungen sind mehr als 100.000 Euro an Spendengeldern zusammen gekommen. 

Das Spendenprojekt wird von der Deutsch-Guineischen Gesellschaft verantwortet, besteht seit dem Jahr 2002 und seit 2004 wird an dem Schulprojekt gebaut. Gegründet wurde es von einem Kreis um den Kölner Musiker Carlos Robalo, der aus Guinea Bissau stammt und der die im Bürgerkrieg zerstörte Schule wieder aufbauen wollte. Sein Vater, Victor Robalo kümmert sich vor Ort um die direkte Verwendung der Spendengelder. 

Unter der künstlerischen Leitung der Regisseurin Ingrid Lausund proben in »Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner« fünf Personen eine Wohltätigkeitsveranstaltung für eine Schule in Afrika. In ihren Reden und Wirkungsanalysen des Gesagten verheddern sie sich haltlos in ihrem Anspruch politischer Korrektheit, in Pauschalisierungen und Vorurteilen. Ein Abend über falsche Betroffenheit, echte Betroffenheit und inszenierte Betroffenheit.

Das Theaterstück wurde als Kooperation zwischen der Stadt Braunschweig und dem Staatstheater Braunschweig präsentiert. Die Stadt Braunschweig nahm mit der Aufführung noch einmal abschließend Bezug zum Reformationsjubiläum 2017 und beendet mit diesem Beitrag das vielseitige Veranstaltungsprogramm.

10.01.2018

22:8 – Halbzeit! Die erste Halbzeit der neuen Intendanz im Gespräch

Rück- und Ausblick nach mehr als 22 Premieren und 8 Konzerten 

Sechs Monate Neuland. Neustart mit Schauspielern, Sängern und Tänzern. Neue Regisseure und Choreografen. Neue musikalische Leitung. Neue Stücke. Zur Halbzeit wollen wir mit Ihnen diskutieren. Auf der Bühne sitzen Kritiker, Theaterfreunde und Theatermacher. Es fehlen nur noch Sie – wie hat es Ihnen mit uns gefallen?

mit Dagmar Schlingmann (Generalintendantin, Staatstheater Braunschweig), Stefan Mehrens (Verwaltungsdirektor, Staatstheater Braunschweig), Martin Jasper (Kulturredakteur, Braunschweiger Zeitung), Beate Kirchner (1. Vorsitzende der StaatstheaterFreunde) sowie dem gesamten künstlerischen Team und Ensemble, Moderation: Jan Fischer (nachtkritik.de)

Termin:
Donnerstag, 25.01.2018, 19:30 Uhr, Kleines Haus
Eintritt frei, Zählkarten erhalten Sie an der Theaterkasse

02.01.2018

Verstärkung für die Pausenbewirtung im Großen Haus gesucht!

Die Theatergastronomie im Großen Haus sucht ab sofort Aushilfen für die Pausenbewirtung während der Vorstellungen.

Voraussetzungen sind:

  • Bereitschaft zur Arbeit in den Abendstunden und am Wochenende (auch in den Semesterferien)
  • freundliches und höfliches Auftreten
  • Freude am Umgang mit Kunden
  • Gesundheitszeugnis bzw. die Bereitschaft, es vor Dienstantritt zu erwerben


Erfahrungen in der Gastronomie sind wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich.

InteressentInnen wenden sich bitte mit einer kurzen, aussagekräftigen Bewerbungsmail samt Telefonkontakt an Herrn Gianni Crapesi unter info@staatstheater-braunschweig.de.

 

27.12.2017

RegiehospitantInnen in der Oper gesucht!

Opernfans sind gefragt: Für die nächsten Musiktheater-Premieren »La clemenza di Tito« und »Elektra« suchen wir noch nach begeisterten RegiehospitantInnen, die Noten lesen können. Wenn ihr Lust habt, eine Produktion vom ersten Probentag bis zur Premiere zu begleiten, hinter die Kulissen zu blicken und Teil der »Theaterfamilie« zu werden, meldet euch gerne unter mariongruenewald@staatstheater-braunschweig.de.

Mitbringen müsst ihr vor allem Zeit: für »La clemenza di Tito« vom 15.01.18 bis zur Premiere am 17.02.18, für »Elektra« vom 05.02.18 bis zum 16.03.18, jeweils zu den Probenzeiten zwischen 10:00-14:00 und 18:00-22:00 Uhr.

Wir freuen uns auf euch!

 

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