21.05.2019

Künstlergespräch mit Yang Zhenzhong

Die Unausweichlichkeit des Sterbens

Unter dem Titel »L`Invisible« vereint Aribert Reimann die Vertonung von drei Werken Maurice Maeterlincks. Gemeinsames Thema ist die Sterblichkeit. Hierbei dominieren Ahnung und suggestive Stimmung. Reimann beleuchtet die menschliche Seele mit ihrer Angst vor der Unaufhaltsamkeit des Sterbens.

Diese Unausweichlichkeit hat auch der chinesische Künstler Yang Zhenzhong in seiner Videoinstallation »I will die« thematisiert, in der Menschen diese existenzielle Tatsache in ihrer jeweiligen Muttersprache in die Kamera sprechen.

Während des Vorstellungszeitraums von »L’Invisible« zeigt das Staatstheater Braunschweig diese Installation im Foyer des Großen Hauses. Als Auftakt findet am Tag vor der Premiere ein Künstlergespräch mit Yang Zhenzhong im Kunstverein statt.

Künstlergespräch mit Yang Zhenzhong Fr., 24.05.2019 19:00, Kunstverein Braunschweig

15.05.2019

»tanzwärts! Bauchgefühl« - inklusives Community Tanzprojekt sucht Mitwirkende

Bewegungsfreudige Bürger*innen im Alter von 8 bis 80 Jahren für inklusives Community Tanzprojekt »tanzwärts! Bauchgefühl« gesucht

Zum 5jährigen Jubiläum des Tanztheaters am Staatstheater Braunschweig unter der künstlerischen Leitung von Gregor Zöllig startet das Tanztheater ein besonderes Projekt. Diverser, inklusiver, vielfältiger – Theater als ein Ort für alle! Bürger*innen aus Braunschweig und Neuerkerode setzen sich in diesem Projekt mit dem Thema Liebe in all seinen Facetten auseinander. Hierfür sucht das Staatstheater Braunschweig bewegungsfreudige Bürger*innen jeden Alters mit und ohne Einschränkungen/Besonderheiten.

Ihr habt Lust, euch einmal auf der Bühne des Staatstheaters zu bewegen und Teil eines Tanztheaterabends zu sein? Dann stürzt euch mit uns in eine intensive Probenzeit und erlebt, was der Rollentausch von Zuschauer*in zu Tänzer*in Ungewöhnliches und Spannendes bietet! Unter der Anleitung zweier Choreografinnen wird gemeinsam ein eigener Tanzabend entwickelt. Geprobt wird an mehreren Wochenenden ab Anfang September. Am 29. und 30. November 2019 wird »Bauchgefühl« im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig uraufgeführt. Tanz- oder Bühnenerfahrung ist nicht erforderlich. Voraussetzung ist die Teilnahme an allen Probenwochenenden. Die Teilnahme am Projekt kostet 6,50 € (Vorstellungsbesuch enthalten), Anmeldeschluss ist der 10. Juni 2019.
 

Anmeldebogen als PDF Donwload 
 

Anmeldung per E-Mail bitte bis 10. Juni 2019 an

Tanzvermittlerin & Projektleitung »tanzwärts!«:

JuliaHoner@staatstheater-braunschweig.de

09.05.2019

Der Vorverkauf für die Schultheaterwoche hat begonnen!

Seit 50 Jahren findet einmal jährlich eine Woche lang ein buntes Schultheater-Programm mit Aufführungen von Schulen aus dem Regionalabteilungsbezirk der Landesschulbehörde Braunschweig statt. Diese Region umfasst unter anderem die Städte Wolfsburg, Braunschweig, Göttingen, Helmstedt, Peine und Gifhorn. 

Die Schultheaterwoche als Forum für alle Schulformen ist einzigartig in der ganzen Bundesrepublik und die älteste Veranstaltung dieser Art in Deutschland. Pro Jahr werden mit ca. 40 Aufführungen von rund 1000 Beteiligten etwa 5000 Zuschauerinnen und Zuschauer erreicht. Alle teilnehmenden Gruppen werden von Fachlehrkräften in ihren Schulen besucht und bei ihrer Arbeit beraten und betreut. 68.000 Schülerinnen und Schüler haben bisher aktiv teilgenommen. 370.000 ZuschauerInnen verfolgten die Aufführungen in insgesamt vier Spielstätten in Braunschweig (Staatstheater Kleines Haus und Haus Drei, LOTTheater, Brunsviga). Auch besondere Aufführungsorte wie die Wilhelm-Bracke-Gesamtschule, die Gaußschule oder das CJD sind immer wieder mit dabei.Grundlage der Braunschweiger Schultheaterwoche sind die Ergebnisse der Arbeit der einzelnen Kurse und Arbeitsgemeinschaften in den Schulen, die sich mit den vielfältigen Formen des Darstellenden Spiels befassen. Die Schultheaterwoche möchte für diese Arbeit Anregungen und Hilfe bieten und insbesondere die Möglichkeit geben, das Erarbeitete in einem größeren Rahmen vorzuführen und zur Diskussion zu stellen. Wesentlich erscheint, dass die verschiedenen Schultheatergruppen miteinander in Kontakt kommen und Erfahrungen austauschen können. Deshalb beinhaltet die Teilnahme an der Braunschweiger Schultheaterwoche nicht nur die Präsentation der eigenen Aufführung, sondern schließt auch Besuche anderer Aufführungen und Gespräche mit anderen Gruppen ein. Im Vordergrund steht nicht eine perfekte Aufführung, sondern das Erleben der vielfältigen Möglichkeiten des Schultheaters.

Vorstellungen vom 03. bis 07. Juni 2019
Tickets unter www.schultheaterwoche.com

06.05.2019

»Iason« gewinnt den Jugendstückepreis beim Heidelberger Stückemarkt

In der Theaterwelt ist der renommierte Heidelberger Stückemarkt ein Inbegriff für die Auseinandersetzung mit Gegenwartsthematik: Im April 2019 wurden wieder eine Woche lang herausragende Uraufführungen aus dem deutschsprachigen Raum eingeladen, die unsere Gegenwart widerspiegeln, aktuelle gesellschaftliche Diskurse aufgreifen und ästhetische Tendenzen unserer Theaterlandschaft befragen. 

Der Jugendstückepreis 2019 ging an die Uraufführung von Kristo Šagors »Iason«, das als Auftragswerk für das Staatstheater Braunschweig entstand und von Jörg Wesemüller inszeniert wurde. Der 2012 erstmals vergebene Preis ist mit 6.000 Euro dotiert und wird erneut durch das Heidelberger Unternehmer-Ehepaar Bettina Schies und Klaus Korte gestiftet. Außerdem ist die ausgezeichnete Aufführung im Rahmen der Kooperation bei den Mülheimer Theatertagen NRW »Stücke 2020« zu sehen.

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung! 

Mehr Infos zu »Iason« ...

Mehr Infos zum Heidelberger Stückemarkt ...

03.05.2019

»City of Love« – Unser Ausblick auf die Spielzeit 2019/20 ist online!

»City of Love« lautet das Motto für die dritte Spielzeit am Staatstheater Braunschweig, mit der Generalintendantin Dagmar Schlingmann und ihr künstlerisches Leitungsteam ihren erfolgreichen Weg fortsetzen.

Das Theater als pulsierendes Herz in der Stadt. Theater als Ort der Behauptung, dass Liebe stärker ist als Hass und gegen Spaltung und Vorurteile wirkt. Emotionen als Motor für Veränderungen, die positive wirklichkeitsverändernde Kraft der Liebe, genauso aber auch die verheerend-vernichtende Kehrseite, setzen den inhaltlichen Schwerpunkt der Spielzeit 2019/20. 

»Wir sind überzeugt, dass Respekt und Empathie die Basis für ein gutes Miteinander bilden«, so Dagmar Schlingmann, »und möchten mit dem Motto ›City of Love‹ Impulse geben, neu und anders über alltägliche Dinge nachzudenken, eine klare Haltung zu entwickeln und die Welt als veränderbar zu zeigen«. Die Sparten Schauspiel, Tanz, Musiktheater und JUNGES! Staatstheater begeben sich somit auf die Suche nach diesem großen, aber auch unzuverlässigen Gefühl Liebe und seinen Schattenseiten. Durch die Kraft und Poesie der Sprache im Schauspiel wie beispielsweise in Shakespeares »Ein Sommernachtstraum«, Kirkwoods »Die Kinder« oder Chaplins »Lichter der Großstadt«, im Tanz durch die nonverbale Kommunikation und innige Nähe des Zusammenspiels von Körpern, wie sie in den Choreografien von Stijn Celis, Ihsan Rustem oder Gregor Zöllig zu sehen sind und durch die Unmittelbarkeit der Musik als Kraftzentrum emotionaler Berührungen wie in Beethovens Oper »Fidelio« oder Eötvös‘ »Angels in America«. 

Uraufführungen und deutschsprachige Erstaufführungen von Felicia Zeller, Hartmut El Kurdi, Lars Werner, Lucy Kirkwood, Fabià Santcovsky stehen innerhalb von 35 Premieren auf dem Spielplan der Saison 2019/20. Mit dem 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens würdigen Musiktheater und Konzert einen der größten Komponisten. Auch die Gründung des Bauhauses vor 100 Jahren als Wegbereiter der Moderne und Avantgarde wird im Konzert mit Werken wie Meisels / Ruttmanns »Sinfonie der Großstadt« oder Kandinskys »Farboper Violett« gefeiert. 

Der Publikumszuspruch vor Ort, die zweite Einladung in Folge zum »Heidelberger Stückemarkt«, einem der renommiertesten Festivals für zeitgenössische Dramatik Ende April, die Teilnahme am Norddeutschen Festival für junges Publikum »Hart am Wind« im Juni, das erfolgreiche Debüt des Staatsorchesters in der Elbphilharmonie im März sowie die Verleihung des Martin-Linzer-Theaterpreises 2019 am 4. Juni an das Staatstheater Braunschweig zeugen von regionaler und überregionaler Anerkennung für das künstlerische Schaffen.

Der allgemeine Vorverkauf für das Programm der neuen Saison startet am 18. Mai 2019. Abonnent*innen besitzen ein exklusives Vorkaufsrecht und können unter ihrem Abo-Log-in im Webshop bereits ab dem 4. Mai 2019 Tickets erwerben. 

Zur Premierenübersicht ...

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29.04.2019

Martin-Linzer-Preis 2019 für das Staatstheater Braunschweig

Der Martin-Linzer-Preis der Fachzeitschrift Theater der Zeit (TdZ) wird in diesem Jahr an das Staatstheater Braunschweig vergeben. Der 2017 ins Leben gerufene Preis erinnert an den 2014 verstorbenen Theaterkritiker und langjährigen TdZ-Chefredakteur Martin Linzer und soll jeweils »ein Ensemble oder eine freie Gruppe aus dem deutschsprachigen Raum für herausragende künstlerische Leistung« ehren.

Alleinjuror in diesem Jahr war der TdZ-Redakteur Gunnar Decker. Er schreibt in seiner Begründung: Der diesjährige Preisträger, das Staatstheater Braunschweig unter seiner Intendantin Dagmar Schlingmann, erforsche seit zwei Spielzeiten »die Gesetze und Gesetzlosigkeiten von Geschichte auf eine besondere Weise − im Zusammenklang von dokumentarischen und grotesken Spielelementen. Dabei ersteht ein überraschendes Kaleidoskop der Wandlungen, dessen Ausdrucksstärke fasziniert.« Die gesamte Mitteilung lesen Sie auf www.theaterderzeit.de

 

21.03.2019

Niedersächsische Erklärung der Vielen

Ich wäre gerne auch weise
In den alten Büchern steht, was weise ist:
Sich aus dem Streit der Welt halten und die kurze Zeit
Ohne Furcht verbringen
Auch ohne Gewalt auskommen
Böses mit Gutem vergelten
Seine Wünsche nicht erfüllen, sondern vergessen
Gilt für weise.
Alles das kann ich nicht:
Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!

Bertolt Brecht (1939)

Die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland ist eine positive. Unser Land ist bunter geworden und weltoffener. Daraus resultieren neue Fragen zum gesellschaftlichen Miteinander, für die wir gemeinsam Antworten finden müssen. Diese Anstrengung wird allerdings zunehmend auch von Populist*innen unternommen, die Ängste schüren und die eingeschlagene Entwicklung zurückdrehen wollen. Diesen Kräften wollen die niedersächsischen Kulturinstitutionen mit ihrem Handeln entgegenwirken und sich mit vermittelnder und aufklärerischer Haltung einbringen. Demokratie ist nie ohne Widersprüche und muss täglich neu verhandelt und verteidigt werden. Als Kulturschaffende sind wir uns unserer Verantwortung diesbezüglich bewusst. Nach zwei Diktaturen auf dem Boden dieses Landes, der faschistischen Gewaltherrschaft mit immensen Verbrechen und einer sozialistischen Diktatur, sind wir in besonderer Weise sensibilisiert. Jeglicher ideologischen Bevormundung, menschenverachtender Propaganda und extremistischer Bedrohung unserer freiheitlichen Gesellschaft treten wir entschieden entgegen, auch mit unserer künstlerischen Arbeit. Indoktrination, gleich welcher Art, wehren wir ab. Die Freiheit der Meinungsäußerung ist eine der wichtigsten Errungenschaften und Voraussetzungen unseres Gemeinwesens. Sie ist unabdingbar, gerade auch für die Kunst. Mit ihren gelegentlich auch provokanten Ideen und Utopien treibt sie die notwendige gesellschaftliche Entwicklung mit voran. Die vom Grundgesetz garantierten Rechte dabei vehement zu verteidigen, ist unsere Aufgabe. Dezidiert werden wir uns daher immer wieder ausdrücklich und mit den Mitteln der Kunst gegen die Diffamierung Andersdenkender, gegen rassistisch motivierte Gewalt, gegen die Unterdrückung sexueller Orientierungen, gegen Zensur und für das Recht auf freie Meinung positionieren. Mit dieser Haltung wollen wir gemeinsam mit vielen anderen Kulturinstitutionen in Deutschland dazu beitragen, unsere freiheitliche Grundordnung zu bewahren und damit auch die Freiheit der Künste.

13.03.2019

Extrachor des Staatstheaters sucht Verstärkung

insbesondere Tenöre gesucht

Der Extrachor des Staatstheaters Braunschweig besteht aus knapp 40 Personen und sucht für kommende Produktionen insbesondere in der Stimmlage Tenor verlässliche Verstärkung. Georg Menskes, Chordirektor am Staatstheater Braunschweig: »Wir suchen Leute, die über Notenkenntnisse sowie Gesangs- und bestenfalls Chorerfahrung verfügen.«

Interessierte wenden sich für weitere Auskünfte und Informationen bitte an: georgmenskes@staatstheater-braunschweig.de

 

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