15.02.2018

Spanisches Flair auf dem Burgplatz: Der Vorverkauf für die Oper »Carmen« hat begonnen!

Vom 18.08. bis 05.09.2018 wird der Braunschweiger Burgplatz wieder zur großen Freiluftbühne: Unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Srba Dinić bringt das Staatstheater Braunschweig Georges Bizets weltbekannte Oper »Carmen« zur Aufführung, mit der vor 15 Jahren das Burgplatz Open Air in Braunschweig begründet wurde.

Es ist die Geschichte der Fabrikarbeiterin Carmen, deren Anziehungskraft der Sergeant Don José nach anfänglichem Widerstand erliegt und deren beider Verbindung in einer Tragödie endet. In mitreißenden Bildern wird hier die ungebrochene Macht der Verführung, Leidenschaft und Eifersucht vor Augen geführt – umrankt von musikalischen Ohrwürmern wie der berühmten »Habanera« oder dem mitreißenden »Toreador-Lied«.

Sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets für das Musiktheater-Highlight des Sommers, das weit über Braunschweigs Grenzen hinaus Kultstatus erlangt hat! 

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13.02.2018

TeilnehmerInnen für das neue »tanzwärts!«-Projekt gesucht!

Nach vier sehr erfolgreichen »tanzwärts«-Projekten in den vergangen zwei Jahren haben Tanzinteressierte aus Braunschweig und Region auch diese Spielzeit wieder die Möglichkeit, bei einem »tanzwärts«-Projekt selbst auf der Bühne des Staatstheaters zu tanzen. Unter der künstlerischen Leitung von Gregor Zöllig und einem Choreografen-Team proben die TeilnehmerInnen jeweils fünf Wochen lang, um am Ende zwei große gemeinsame Tanzaufführungen unter professionellen Bedingungen auf die Bühne zu bringen. 

Jedes »tanzwärts«-Projekt ist eng mit der künstlerischen Arbeit des Tanztheaters Braunschweig verbunden, denn die Laien arbeiten zu den gleichen Themen, mit denen sich auch der jeweils aktuelle Tanzabend der Profis beschäftigt. Gemeinsam besuchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von »tanzwärts« darüber hinaus Proben und eine Vorstellung des Tanztheaters Braunschweig und öffnen so all ihre Sinne für den zeitgenössischen Tanz. Passend zu den jeweiligen Themen der Tanzabende arbeitet das Tanztheater Braunschweig mit Laien aus unterschiedlichsten Berufsfeldern, Lebenskontexten und Nationen im Alter von 8-80 Jahren.

Für »tanzwärts« können sich Schulklassen, Gruppen und Einzelpersonen jeden Alters und ohne tänzerische Vorkenntnisse bewerben. Jeder ist herzlich eingeladen mitzumachen!
Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 01.04.2018 – wer sich zuerst meldet, tanzt zuerst!

Mitmachen? Alle Infos zur Anmeldung:
Handout tanzwärts
Anmeldebogen

Kontakt:
Julia Honer
juliahoner@staatstheater-braunschweig.de

22.01.2018

»Escape to Life«: Thementage am Staatstheater Braunschweig

Europa und die Chronologie der Flucht
Theater, Performance, Konzert, Lesung, Vortrag, Gespräch, Diskussion

5. – 8. April 2018
Großes Haus // Kleines Haus // Aquarium

Bleiben oder gehen? Vor dieser Frage stehen Millionen Menschen überall auf der Welt, die oft lebensgefährliche Fluchtrouten auf sich nehmen für eine bessere Zukunft in Europa. Es sind dieselben Fragen, die viele Deutsche beschäftigten als die Nazi-Diktatur Ende der dreißiger Jahre immer deutlicher ihr wahres Gesicht zeigte. Viele entscheiden sich heute so wie damals für die Flucht über die Meere. Die Richtung der Fluchtrouten hat sich verändert, während die emotionalen Verwerfungen dieselben geblieben sind – und unsere Gesellschaft bis heute beschäftigen. Dabei geht es nicht nur ums Kennenlernen und gegenseitige Verstehen, sondern immer auch um die Frage, was eine Flucht als Sinnbild kompletter Entwurzelung mit einem Menschen macht. Wie beeinflusst es ein künstlerisches Werk, wenn es die eigene Heimat nicht mehr gibt? Wie leben Menschen und arbeiten Künstler im Exil - ohne Hoffnung auf Rückkehr?

Die Thementage »Escape to life« wollen mit Schauspiel-Produktionen, Gastspielen, Vorträgen, Lesungen und Diskussionen die Schicksale der Menschen, die heute zu uns kommen, in Bezug setzen zur Geschichte der deutschen Flüchtlinge. Für die Dauer der Thementage soll das Theater so zu einem Ort der Auseinandersetzung mit der europäischen Gegenwart und der Vergangenheit werden – und zu einem Treffpunkt für Künstler aus aller Welt. 

15.01.2018

Lob für das Staatstheater Braunschweig in der überregionalen Presse

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung resümiert in ihrer Kritik zu »La porta della legge / Die sieben Todsünden«: 

»Aniara Amos denkt gar nicht daran, sich auf eine Bürokratie-Satire einzulassen. Und auch eine theologische Diskussion von Kafkas Erzählung – die Übertretung des Gesetzes als Erfüllung menschlicher Bestimmung – interessiert sie eher im biologischen Sinn. Wie sie das in Braunschweig durchführt, das hat Zauber, Anmut, Witz. Denn der Mann in seinem Nackedei-Overall – Maximilian Krummen kann das ohne Sorge tragen – ist im Schritt ein Mann ohne Eigenschaften, also ohne primäre Geschlechtsmerkmale. Nur in seiner Phantasie – umgesetzt durch die heiteren Video-Animationen von Thomas Zipf – macht er seine Mannwerdung durch. [...] Die Baritone Ernesto Morillo und Maximilian Krummen, auch Iván López Reynoso als Countertenor (der im Anschluss mit erstaunlicher Eleganz »Die sieben Todsünden« von Kurt Weill dirigiert) bewegen sich durch Sciarrinos Rezitative, als sei das ihre musikalische Muttersprache.

Dagmar Schlingmann ist im Sommer 2017 als neue Intendantin aus Saarbrücken ans Staatstheater Braunschweig gekommen und hat Isabel Ostermann von der Berliner Staatsoper als Operndirektorin engagiert. Seitdem pflegen die beiden in Braunschweig zwischen Verdi, Mozart und Humperdinck ein Repertoire, wie es eigentlich Metropolen gut anstehen würde: »Rivale« von Lucia Ronchetti, als Uraufführung koproduziert mit Berlin, und »Europeras« von John Cage gab es schon, Karlheinz Stockhausens »Originale« werden in dieser Spielzeit noch folgen.«



In der Januar-Ausgabe der Fachzeitschrift »Theater der Zeit« ist ein Bericht zum Start der Intendanz von Dagmar Schlingmann erschienen. In dem vierseitigen Artikel von Gunnar Decker heißt es u.a.:

»Am Staatstheater Braunschweig gelingt der neuen Intendantin Dagmar Schlingmann ein vielversprechender Auftakt [...] Shaw nannte sein Stück eine »zornige Komödie«, bei Schlingmann wird daraus ein groteskes Tableau. Und das auf großartige Weise! […] Lauter starke Schauspieler, fähig, jeden Anflug von Naturalismus ins Absurde zu verwandeln, kommen hier zusammen. […] Lauter echte Typen, keine Musterschüler!«

Den vollständigen Artikel »Zeiten des Übergangs« lesen Sie als Abonnent auch auf www.theaterderzeit.de




Reinald Hanke berichtet im Konzert- und Opernmagazin »Concerti«:

»[Dagmar Schlingmanns] erste Musiktheaterspielzeit ist bislang auf bemerkenswerte Weise gelungen. Die neue Generalintendantin und ihre Opernchefin Isabel Ostermann sowie Chefdirigent Srba Dinić haben nach der ambitionierten und fast rundweg gelungenen Produktion von Verdis »Don Carlo«, einer handwerklich sehr gut gearbeiteten und dabei publikumsfreundlichen Inszenierung von Humperdincks »Hänsel und Gretel« und einer kleinen, aber beachtlich profiliert gestalteten Produktion des neuen Stückes von Lucia Ronchetti, »Rivale«, nun eines der umstrittensten Musiktheaterwerke der neueren Geschichte ins Programm genommen: John Cages »Europeras I und II«, ein Stück, das die Geschichte der Oper zum Teil einer grenzsprengenden Performance macht, die alle Gattungen und alle Kunstbegriffe in Frage stellt. Betrachtet man die Premieren der letzten Zeit und die weiteren Planungen für diese Saison meldet sich dieses Haus hiermit wieder zurück in den Kreis der ernst zu nehmenden Musiktheaterbühnen Deutschlands. Man darf gespannt sein auf den weiteren Verlauf der Spielzeit.« 

Die vollständige Kritik lesen Sie auf www.concerti.de




Das Cover der aktuellen Ausgabe der Opernwelt ziert ein Inszenierungsfoto unserer »Europeras 1&2«. Im Heft ist außerdem die Kritik von Rainer Wagner zu lesen: 

»Cage hat ein großes Opernpuzzle konzipiert, eine Collage, die vom Computer immer wieder neu zusammengestellt wird. 200 Jahre habe Europa der Welt die Oper gegeben, jetzt gebe er sie zurück – und zwar (fast) alle auf einmal. [...] In Braunschweig blieb man der Grundidee treu. Regisseurin (und Operndirektorin) Isabel Ostermann und ihre Ausstatterin Corinna Gassauer haben den hauseigenen Fundus genauso beherzt geplündert wie John Cage die Noten- und Textarchive der Operngeschichte.«

Mehr zum Thema lesen Sie auf www.opernwelt.de




Im französischen Musikmagazin »Anaclase« ist jüngst eine Kritik zu »Europeras 1 & 2« von John Cage erschienen:

»Auf das belebende Betreiben von seiner neuen Operndirektorin Isabel Ostermann, die »Europeras 1 & 2« inszeniert hat, zeichnet sich das Staatstheater Braunschweig durch den begrüßenswerten Mut aus, eines der kontroversesten Werke der jüngeren Musikgeschichte auf die Bühne zu bringen.
Die wichtigste Tugend dieses USOs (Unidentifiziertes Singendes Objekt) besteht darin, ein ganzes Referenzsystem in uns aufzuwühlen. Da trägt Carmen einen Zebra-Kopf, dort schweift die Königin der Nacht mit Jochanaans Haupt in einem Kinderwagen über die Bühne. Viele andere lustige Situationen kommen vor, wobei es sich hier nicht wirklich um Unterhaltung handelt: Es geht eher um die Distanzierung zu den eigenen Gewohnheiten beim Opernpublikum. Nach der sehr schönen Inszenierung von Lucia Ronchettis »Rivale« steht »Europeras 1 & 2« eindeutig  für eine erfrischende Radikalität!«

Die vollständige Kritik (auf Französisch) lesen Sie unter www.anaclase.com

14.01.2018

Über 4000 Euro für ein Schulprojekt in Guinea Bissau gesammelt

Das Gastspiel »Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner«, das in Kooperation zwischen der Stadt Braunschweig und dem Staatstheater am Samstag, 13. Januar vor ausverkauften Rängen stattfand, erzielte bei einem Spendenaufruf im Anschluss an das Gastspiel 4.243,04 Euro für ein Schulprojekt in Guinea Bissau.

Das Theater-Ensemble der lausundproductions, um die Schauspieler Bjarne Mädel, u.a. bekannt als »Tatortreiniger«, Iris Böhm und Max Landgrebe sind glücklich über die großzügige Spende des Braunschweiger Publikums. lausundproductions war für die Inszenierung auf der Suche nach einem direkt wirksamen Spendenprojekt im Bildungsbereich. Seit 2009 wird das Schulprojekt unterstützt. Nach etwa 100 Vorstellungen sind mehr als 100.000 Euro an Spendengeldern zusammen gekommen. 

Das Spendenprojekt wird von der Deutsch-Guineischen Gesellschaft verantwortet, besteht seit dem Jahr 2002 und seit 2004 wird an dem Schulprojekt gebaut. Gegründet wurde es von einem Kreis um den Kölner Musiker Carlos Robalo, der aus Guinea Bissau stammt und der die im Bürgerkrieg zerstörte Schule wieder aufbauen wollte. Sein Vater, Victor Robalo kümmert sich vor Ort um die direkte Verwendung der Spendengelder. 

Unter der künstlerischen Leitung der Regisseurin Ingrid Lausund proben in »Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner« fünf Personen eine Wohltätigkeitsveranstaltung für eine Schule in Afrika. In ihren Reden und Wirkungsanalysen des Gesagten verheddern sie sich haltlos in ihrem Anspruch politischer Korrektheit, in Pauschalisierungen und Vorurteilen. Ein Abend über falsche Betroffenheit, echte Betroffenheit und inszenierte Betroffenheit.

Das Theaterstück wurde als Kooperation zwischen der Stadt Braunschweig und dem Staatstheater Braunschweig präsentiert. Die Stadt Braunschweig nahm mit der Aufführung noch einmal abschließend Bezug zum Reformationsjubiläum 2017 und beendet mit diesem Beitrag das vielseitige Veranstaltungsprogramm.

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