Staatsorchester

2. Sinfoniekonzert

 
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Zyklus »Oper im Konzert«

Franz Liszt Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur
Richard Wagner Der Ring ohne Worte
Musikalische Leitung Srba Dinić
Solistin Sophie Pacini, Klavier

Franz Liszt schöpfte in seinen Kompositionen nicht zuletzt aus dem, was Komponisten wie Haydn, Mozart oder Beethoven vorgelegt hatten, sowohl im Solokonzert als auch in der sinfonischen Musik. Sein Verdienst ist es, dass er deren Errungenschaften nicht nur pflegte, sondern sie mit musikalischem Erfindungsreichtum zu neuen Ufern führte. So hatte Liszt schon in jungen Jahren dem Klavier neue und ungeahnte Spieltechniken erschlossen. Seine wichtigsten Werke für dieses Instrument, zu denen auch das 1855 uraufgeführte Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur zählt, entstanden allerdings erst in seiner Weimarer Zeit, als er selbst nicht mehr öffentlich als Virtuose auftrat und sich vielmehr der Gattung der »Sinfonischen Dichtung« zugewandt hatte. So verschmelzen in diesem 1830 begonnenen, erst 1848 vollendeten und zweifach umgearbeiteten Konzert Aspekte des althergebrachten virtuosen Solokonzerts mit der neuen poetischen Idee der »Sinfonischen Dichtung« zu einem homogenen Ganzen.
Was Richard Wagner in seiner 15 Stunden umfassenden Tetralogie »Der Ring des Nibelungen« dem Zuhörer bietet, ist einzigartig in der Musikgeschichte: Vor Diebstahl, Mord, Betrug oder Inzest wird nicht zurückgeschreckt, weder bei den Geschöpfen unter noch bei denen auf der Erde oder gar bei den Göttern. Das Ganze ist in ein musikalisches Gewand gekleidet, in dem die sogenannten »Leitmotive« einen wichtigen Teil der Partitur einnehmen. Auch wenn auf der Bühne gesungen wird, gibt das Orchester im Graben mittels dieser Motive die Geschichte auf ganz eigene Art und Weise wieder. Da stellt sich rasch die Frage: Lässt sich Wagners »Ring« auch ohne Worte erzählen? Prominente Dirigenten haben diesen faszinierenden Versuch gestartet und Wagners Meisterwerk höchst erfolgreich auf die Länge einer Bruckner-Sinfonie reduziert. So auch Lorin Maazel, der in seinem »Ring ohne Worte« der Chronologie der vier Opern – von den ersten Takten des »Rheingoldes« bis zu den letzten der »Götterdämmerung« – folgt, ohne auch nur einen einzigen Takt verbindend einzufügen, der nicht im Original von Wagner stammt. So entstand eine musikalisch reizvolle Reise durch vier Opernabende, die selbst eingefleischte Wagnerianer überzeugt.

Während der Sinfoniekonzerte an Sonntagen bieten wir eine Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Jahren an.

 

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