Staatsorchester
4. Sinfoniekonzert

 

Claude Debussy »La Mer«
Johannes Matthias Sperger Kontrabasskonzert Nr. 16 D-Dur (T16)
Moritz Eggert (Spohrpreisträger) »Primus« Kontrabasskonzert
Maurice Ravel Bolero
Musikalische Leitung José Aréan
Solist Thierry Roggen, Kontrabass

In »La Mer« beschreibt Claude Debussy in drei sinfonischen Skizzen für Orchester das Meer in unterschiedlichen Zuständen: Vom Morgen bis zum Mittag liegt es fast unbeweglich da; schließlich beginnt das Spiel der Wellen; am Ende wird es lebhaft und stürmisch, wenn das Meer im Einklang mit dem Wind aufgepeitscht wird. Inspiriert von dem japanischen Farbholzschitt »Die große Welle von Kanagawa« (1829-1832) schuf Debussy mit »La Mer« zwischen 1903 und 1905 ein Meisterwerk des französischen Impressionismus – leidenschaftlich, atmosphärisch und atemberaubend.
Der Kontrabass zählt nicht zu den Soloinstrumenten, denen man häufig auf dem Konzertpodium begegnet. Gleichwohl haben es sich viele Komponisten über Jahrhunderte nicht nehmen lassen, für dieses Instrument zu schreiben. So auch der österreichische Kontrabassist Johannes Matthias Sperger und der Komponist Moritz Eggert, der erst 2016 mit dem Louis-Spohr-Preis ausgezeichnet wurde. Spergers hochvirtuoses Kontrabasskonzert Nummer 16 in D-Dur galt lange Zeit als verschollen. Ausgehend vom überlieferten Solopart, nahm sich der junge Berner Kontrabassist Thierry Roggen 2011 Zeit und Muße, das Werk zu rekonstruieren. Moritz Eggerts 2005 uraufgeführtes Kontrabasskonzert »Primus« verdankt seine Entstehung der Neigung des Komponisten, Solokonzerte für in dieser Hinsicht vernachlässigte Instrumente zu schreiben: »Es hat mich gereizt, aus dem ewig ,Letzten' oder ,Untersten' des Orchesters den ,Primus' zu machen.« Maurice Ravel behauptete einst, er habe nur ein einziges Meisterwerk komponiert – den »Boléro«. Dabei wusste er doch nur zu gut, dass dies keineswegs der Wahrheit entsprach. Der Franzose hat eine ganze Reihe herausragender Kompositionen zu Papier gebracht. Zugegeben: Die Musik zum »Boléro«, 1928 ursprünglich als Ballett konzipiert, avancierte zu seinem populärsten Werk. Dabei kommt es mit nur einem einzigen Thema aus, das sich unablässig wiederholt. Doch das stete Anwachsen dieses Themas und der orchestrale Klang- und Farbenrausch, der sich daraus entwickelt, ziehen die Zuhörer immer wieder in ihren Bann.

Während der Sinfoniekonzerte an Sonntagen bieten wir eine Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Jahren an.

     

Termine
Sonntag, 17.12.2017
11:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 10:15 Uhr

Mit Kinderbetreuung (ab 3 Jahren)

Montag, 18.12.2017
20:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 19:15 Uhr
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