Staatsorchester

6. Sinfoniekonzert

 
Weitere Termine
Sonntag, 25.02.2018
11:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 10:15 Uhr

mit Kinderbetreuung (ab 3 Jahren)

Montag, 26.02.2018
20:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 19:15 Uhr

 

Zyklus Beethoven

Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37
Fazil Say »Istanbul-Symphony«
Musikalische Leitung Ibrahim Yazici
Solist Bernd Glemser, Klavier

Mit dem Klavier eroberte Ludwig van Beethoven – damals eher als Virtuose auf diesem Instrument bekannt denn als Komponist – die Musikmetropole Wien. Hier komponierte er in den Jahren des ausgehenden 18. Jahrhunderts zwei Klavierkonzerte, denen sich in der ersten Dekade des 19. Jahrhunderts noch drei weitere anschließen sollten. Das 3. Klavierkonzert c-Moll op. 37, 1803 komponiert, nimmt dabei eine besondere Stellung in der Solokonzertliteratur ein, denn erstmals schuf Beethoven ein Werk, das die Sphären der reinen Gesellschaftskunst verließ und das traditionelle Nebeneinander von Soloinstrument und Orchestertutti aufhob. Vielmehr verschmolz in diesem, seinem Charakter nach düster-kämpferisch, aber dennoch kantablen Werk das Klavier mit dem Orchester zu einer ausgewogenen Einheit. Nicht umsonst avancierte das 3. Klavierkonzert in den Augen mancher Auguren zu einer heimlichen Sinfonie mit konzertierendem Klavier.

Der türkische Pianist und Komponist Fazil Say (*1970) gilt weltweit als einer der führenden Künstler seines Landes. Und nicht nur das: Auch als Bürgerrechtler und Religionskritiker, der Konflikte mit der Obrigkeit nicht scheut, hat er sich mittlerweile einen Namen gemacht. 2008 wurde er von der EU zum »Botschafter des interkulturellen Dialogs« ernannt. Am Flügel gilt Say als Ausnahmentalent. Die französische Zeitung »Le Figaro« urteilte gar: »Er ist nicht nur ein genialer Pianist, er wird zweifellos einer der großen Künstler des 20. Jahrhunderts sein.« Vielfach wurde er für seine CD-Einspielungen ausgezeichnet, so u. a. 2013 mit dem ECHO Klassik Sonderpreis für seine 1. Sinfonie, die er zu Ehren seiner Wahlheimat Istanbul geschrieben hatte. In diesem Werk lässt der Komponist seiner Kritik an der Vermischung von Politik und Religion freien Lauf: So wird im zweiten Satz dem muslimischen Glaubensbekenntnis ein monotoner und aggressiver Rhythmus unterlegt. Say schrieb dazu: »Die Wut, die ich seit 30 Jahren dafür empfinde, dass die Religion für politische Ambitionen missbraucht wird, und der große Einfluss der Orden, die die Religion ausbeuten, hat die dunklen und zum Zerreißen gespannten Noten erschaffen, aus denen dieser schnelle Satz besteht.« Die Sinfonie wurde 2010 im Konzerthaus Dortmund unter großem Jubel von Publikum und Presse uraufgeführt.

Während der Sinfoniekonzerte an Sonntagen bieten wir eine Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Jahren an.

Bitte beachten Sie, dass das Mitbringen von Taschen und Rucksäcken, die das DIN A4-Format überschreiten, in der Stadthalle nicht gestattet ist. Nähere Informationen erhalten Sie unter http://stadthalle-braunschweig.de/de/news/strengere.html

 

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