Hänsel und Gretel | ©thomas m. jauk
 
Musiktheater

Hänsel und Gretel

 

Oper von Engelbert Humperdinck
Libretto von Adelheid Wette
in deutscher Sprache

 

Pünktlich zur Weihnachtszeit wird es in der Stadt wieder knuspern, wenn Engelbert Humperdincks »Kinderstubenweihfestspiel«, wie der Komponist seine Oper liebevoll in Anlehnung an Richard Wagners »Parsifal« nannte, im Großen Haus zu sehen sein wird. Für die Inszenierung wird die gefeierte Sängerin und ehemalige Operndirektorin des Staatstheaters Brigitte Fassbaender nach Braunschweig zurückkehren und uns zu bekannten Musiknummern wie »Suse, liebe Suse«, »Brüderchen, komm tanz mit mir« oder »Abendsegen« mitnehmen in die zauberhafte Märchenwelt von Hänsel, Gretel und Hexe.

Aufführungsdauer ca. 2 Stunden und 20 Minuten inkl. einer Pause

 

Pressestimmen

»Nana Dzidziguri singt die Mutter mit der schönen Tiefe ihres Mezzos emotional bewegt. Eine Freude ist Carolin Löfflers jungenhaft-fläziger Hänsel, ein draufgängerischer Strubbel, dem sie mit guter Diktion und dunkler Mezzo-Farbe Stimme gibt. Darüber blüht Ekaterina Kudryavtsevas weicher Sopran als schon recht vernünftiger Gretel. Und Matthias Stier macht als elegante Dame mit Bart wie als Schlachter gleich gute Figur, singt die Hexe mit den facettenreichen Farben seines geschmeidig-feinen Tenors. 
[...] Humperdincks Orchester hat Wagner-Stärke, führt in Leitmotiven und Volksliedzitaten eine bildhafte Breitwandromantik vor, die Iván López Reynoso mit dem Staatsorchester festlichkraftvoll musiziert. Am Ende viel Applaus und Bravos für eine anspruchsvolle Märchendeutung.«

»Brigitte Fassbaender erzählt mit ihrer Neuinszenierung von Humperdicks unsterblichem Vorweihnschtsklassiker die Geschichte durch und durch als zauberhaftes Märchen, ohne dabei auf eine ganz eigene Sichtweise und viele neue, ungewöhnliche und zum Nachdenken anregende Nuancen zu verzichten.
[...] Brigitte Fassbaender weiß genau, wie Theater funktioniert, die Aufführung ist eine runde Sache, wie aus einem Guss. Kinder können sich hier ebenso gruseln wie ihre Eltern oder Großeltern und ebenso sehr berührt werden. Eine Aufführung für alle zu gestalten und zugleich etwas Neues, was mit den Gewohnheiten nicht bricht, sondern sie weiterdenkt, war Brigitte Fassbaenders Ziel. Es ist ihr gelungen.«

»Carolin Löffler ist ein wundervoller Hänsel, der bei ihr wirklich knabenhaft wirkt und auch klingt. Ekaterina Kudryavtsevas Sopran blüht substanzreich und klangvoll in vielen Farben [...]. Nana Dzidziguri als Mutter könnte ihre Schwester sein, ihr Mezzo besticht durch Klarheit und jugendliche Frische, mit der auch Maximilian Krummen als Vater aufwarten kann und dabei einen hochkultivierten und ausgesprochen schön timbrierten Bariton mit Liedgesangsqualitäten hören lässt.«

»Matthias Stier füllt diese groteske Partie in Damenkostüm und blutiger Schlachterschürze mit prallem Schauspiel und elegantem Tenor. Auch Carolin Löffler und Ekaterina Kudryavtseva als Hänsel und Gretel sowie das übrige junge Ensemble (zu dem sogar ein eindruckvoller Knabensopran gehört) dürften Fassbaender, die selbst oft als Hänsel und Hexe zu erleben war, Freude gemacht haben. Der mexikanische Kapellmeister Iván López Reynoso und das Staatsorchester liefern dazu die märchenhaft füllige Klangkulisse. Viel Applaus für eine raffiniert-zeitlose Produktion.«

»[Vom Publikium] gibt es am Schluss minutenlangen, kräftigen Beifall, viele Bravorufe und lautes Füßegetrampel. Dann hört man hinter dem geschlossenen Vorhang nur noch die Jubelschreie des Enselmbles. Mit wunderbar leuchtendem Sopran, strahlkräftig, sprachdeutlich und darstellerisch beweglich glänzt Ekaterina Kudryavtseva als Gretel. Ihr in nichts nach steht mit der Attitüde eines pubertierenden Jungen Carolin Löffer als Hänsel. Zwei Geschwister, die sich auch stimmlich trefflich ergänzen. Ihre Mutter Gertrud (streng, aber immer liebevoll) sorgt sich um ihre Kinder. Matthias Stier in seiner Rolle als Knusperhexe macht Kindern nicht Angst und ist dennoch unheimlich anzuschauen. Dem Sandmännchen gibt Moritz Gildner angenehme Züge. Das Niedersächsische Staatsorchester unter der energischen Leitung von Ivan Lopez Reynosoli unterstützte mit feinen dynamischen Differenzierungen das Geschehen auf der Bühne und ließ die wagnerischen Anklänge bisweilen kräftig aufblühen.«

Besetzung
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