Imperium | ©Thomas M. Jauk / Stage Picture
 
Schauspiel

Imperium

 
Termine
Samstag, 15.12.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Einführung 19:00 Uhr
Donnerstag, 20.12.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Einführung 19:00 Uhr
Freitag, 21.12.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Einführung 19:00 Uhr
Samstag, 22.12.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Einführung 19:00 Uhr
Sonntag, 06.01.2019
18:00 Uhr, Kleines Haus
zum vorletzten Mal
Einführung 17:30 Uhr
Sonntag, 13.01.2019
18:00 Uhr, Kleines Haus
zum letzten Mal
Einführung 17:30 Uhr

Christian Kracht

 

»Kabakon ist die erste Kolonie des von mir ins Leben gerufenen Sonnenordens, der den doppelten Zweck hat:
1. Seinen Mitgliedern die denkbar besten Lebensbedingungen bietend, große, edle, gute, urgesunde – ganze Menschen aus ihnen zu züchten.
2. Ein internationales tropisches Kolonialreich des Fruktivorismus zu begründen, indem er um den ganzen Äquator ein engmaschiges Netz von Kolonien reinen, nackten, fruktivorischen Lebens legt.«
(August Engelhardt)


Der 1875 in Nürnberg geborene Apothekerssohn August Engelhardt verehrt die Kokosnuss und in dieser die Krone der Schöpfung, weshalb er zum Begründer des Kokovorismus wird, einer Religionsge­meinschaft, die das Sonnenlicht, vor allem aber die Kokosnuss in das Zentrum ihrer Lehre rückt. 1902, im Al­ter von 26 Jahren, reist er zur Kolonie Neupommern des Wilhelminischen Reiches und kauft sich die pazifische Insel Kabakon – sein Utopia, wo er in einer offenen, gleichberechtigen Gemeinschaft, das »fruktivorische Welt­reich«, in der Arbeit und Genuss miteinander geteilt werden sollen, begründet.

Christian Kracht greift in seinem Roman »Imperium« die Biografie dieses lebensreformatorisch beseelten Weltverbesserers auf und erzählt von einer Spirale des Wahnsinns, in der sich der europäische Sonnenanbeter in der Abgeschiedenheit der Südsee verstrickt. 2012 erhielt der Autor für diesen Roman den vom Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig ver­gebenen Wilhelm-Raabe-Preis.

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde und 50 Minuten, keine Pause

 

Pressestimmen

»Christian Krachts Roman ›Imperium‹, der Babett Grube als Vorlage ihrer Inszenierung dient, ist eines der wirklich großen literarischen Werke der letzten Jahre, das mit Preisen und Kritikerlob überhäuft wurde. […] Die Braunschweiger Inszenierung nimmt Krachts Sprache – und ihre Jahrhundertwende-Melodie – gerne mit. Große Teile der Inszenierung bestehen aus nachgesprochenen Passagen des Romans, durchsetzt mit Dialogen, in denen die Schauspieler und Schauspielerinnen in wechselnden Rollen Engelhardt, seinen Vertrauten Max Lützow, den Gouverneur der nahe gelegenen Inselhauptstadt Herbertshöhe und einige mehr sprechen. Auch den eigenartigen Humor der Vorlage spürt die Inszenierung auf. Ihre immer bizarreren Ereignisse erzählt Grube mit ruhiger Hand, wie ja schon der Roman seine Ereignisse ohne mit der Wimper zu zucken ausbreitet. Mitunter setzt das spielfreudige Ensemble, das den größten Teil der Inszenierung halbnackt durch das Bühnenbild aus brusthohem Grasgestrüpp stolpert und sich zwischendrin reichlich mit Schlamm einreibt, hier einen hyperaktiven, der Karikatur nahen Kontrapunkt. Diese leichte Überzeichnung wird noch einmal verstärkt durch die ständigen Rollenwechsel und die schnellen Schnitte der Szenen.«

In Kooperation mit:
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