©Fotografie Bjoern Hickmann
 
Musiktheater

Tosca

 
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Oper von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
nach dem Drama »La Tosca« von Victorien Sardou
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Die Sängerin Tosca ist schön und begehrenswert, aber auch rasend eifersüchtig, was ihr und ihrem Geliebten, dem Maler Cavaradossi, zum Verhängnis wird. Während sich Cavaradossi gegen die Diktatur und Willkür des Staatsapparates auflehnt, erliegt Tosca ihrer Schwäche. Im Glauben, der Maler habe sie betrogen, verrät sie ihn unbeabsichtigt an den skrupellosen und brutalen Polizeichef Scarpia. Am Ende liegt Cavaradossis Schicksal in Toscas Händen: Sie verspricht, sich Scarpias Wollust hinzugeben, Scarpia hingegen gelobt, das Leben des Malers dafür zu verschonen. Doch dieser Pakt ist teuflisch und die Waffen sind bereits gezückt. Weder Tosca noch Scarpia sind gewillt, sich an das gegebene Wort zu halten.

Mit »Tosca« brachte Giacomo Puccini im Jahr 1900 einen wahren Opernkrimi auf die Bühne. Die Musik – ein Glanzstück an emotionaler Kraft, Dichte und Spannung – atmet in jeder Phrase den Geist des italienischen »Verismo« und gehört zum Besten, was die Oper um die Jahrhundertwende zu bieten hat. Der triumphale Erfolg bei der Uraufführung in Rom setzte sich weltweit fort. Heute ist »Tosca« ein Klassiker und zählt Jahr für Jahr zu den fünf am häufigsten gespielten Werken des Musiktheaterrepertoires.

Aufführungsdauer ca. 2 Stunden und 30 Minuten inkl. eine Pause



Alternierende Besetzungen: 
Iván López Reynoso dirigiert die Vorstellung am  21.11. und 07.12.
Olafur Sigurdarson singt die Vorstellungen am 21.11. und 07.12.
Maximilian Krummen singt die Vorstellung am 21.11.
Vincenzo Neri singt die Vorstellung am 07.12.

 

Pressestimmen

»Eine umwerfende neue Sängerbesetzung macht die ohnehin spannende „Tosca“ des Staatstheaters zu Repertoiregold. [...] Der neue Erste Kapellmeister Ivan Lopez Reynoso zaubert mit dem Staatsorchester ganz große Leidenschaft, lässt nicht nur des Polizeichefs Scarpia düstere Akkorde brachial aufkrachen, schwelgt weich in Toscas warmen Erinnerungen an ein nur der Kunst geweihtes Leben, er holt auch unglaublich zarte, glutvoll mahnende Töne aus Puccinis Breitwandepos hervor, ganz große, unprätentiöse Dirigierkunst. 
Karina Flores singt die Tosca mit kraftvollem Sopran, eine Stimme von schöner Präsenz, melodisch blühend, aber auch klar in der Dramatik. Und Eduardo Aladrén ist als ihr Malerfreund Mario mit einem wahrhaft großen Tenor gesegnet, füllig-schön im Melos, rund und prächtig auch in dramatischer Emphase. Sein Gegenspieler Scarpia gewinnt bei Olafur Sigurdarson ebenso stark Gestalt: ein Bassbariton voller Wucht, aber auch der nötigen fiesen Intelligenz im gefährlichen Parlando mit Tosca. Allein für dieses Trio müsste man die Theaterkassen stürmen, aber das Ensemble ergänzt gleichfalls hochmotiviert.«

»Am Ende gab es im gut gefüllten Haus lauten Jubel [...]. Dabei ist diese Inszenierung ganz großes Theater, ein magischer Thriller aus Licht und Musik, der die Leidenschaften und politischen Hintergründe des Werks ohne übertriebene Aktualisierungen spürbar macht.«

»Eine beeindruckende gestalterische Leistung bot als Tosca Yannick-Muriel Noah, der man die temperamentvollen Eifersuchtsszenen des 1.Akts ebenso abnahm wie die verzweifelten Bemühungen um ihren geliebten Mario. Stimmlich glänzte sie mit ihrem volltimbrierten Sopran, den sie sehr differenziert von schönen Piano-Phrasen bis zu starken Ausbrüchen einsetzte [...]. Ihr Gegenspieler Scarpia war bei Oleksandr Pushniak besonders stimmlich bestens aufgehoben. [...] Das Premierenpublikum war von den Leistungen der Akteure auf der Bühne begeistert und spendete reichlich Beifall [...].

»In Braunschweig ist diese Frau ein Ereignis: eine grandiose Stimme – ohne Larmoyanz und packend zwischen Eifersuchtsgeplänkel, Panik und Entschlossenheit. Dazu eine umwerfende Erscheinung. Yannick-Muriel Noah heißt der Star in Roland Schwabs ›Tosca‹ am Staatstheater. Kraftvoll, selbstbewusst, erotisch. [...] Der hohe Wirkungsgrad von Puccinis perfektem Drama wird vor allem durch magisches Licht auf einer schwarzen Bühne gebündelt und geschärft. Maximale Spannung. Das Orchester unter der Leitung von Georg Menskes spielt alle kleinen und großen Thriller-Effekte in Puccinis Meisterpartitur elektrisierend forsch und spannend. Ein sehens- und hörenswerter Abend.«

»Yannick-Muriel Noah glänzte als stimmstarke Tosca und mit mitreißender Darstellung. [...] Viel Applaus, insbesondere für die drei Titelrollenträger.«

Besetzung
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