Schauspiel
Wenn die Gondeln Trauer tragen (Don't Look Now)

Christoph Diem / Holger Schröder
nach Daphne du Maurier

 

Venedig wird für John und Laura ein Ort der Zeichen und Visionen. Aber John glaubt nicht daran, auch nicht an dezidierte Warnungen. Er schlägt sie in den Wind. Er versteht nicht, was er sieht. Er interpretiert falsch, weil »nichts ist, wie es scheint«. Dies wird ihm zum Verhängnis.
Gemeinsam mit der schwedischen Indie-Pop-Band »Next Stop: Horizon« ist die erste Theateradaption des Stoffes entstanden, in der sich geheimnisvolle Andeutungen mit pragmatischer Sachlichkeit verbinden. Die Atmosphäre der Erzählung findet ihre bühnenwirksame Entsprechung in einem außergewöhnlichen Mix aus Schauspiel, Videokunst und Live-Musik.

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde und 30 Minuten, keine Pause

Zum Anhören: 
Die komplette Musik aus »Wenn die Gondeln Trauer tragen« in der Soundcloud von »Next Stop Horizon« ...

 

AUS DER PRESSE:

Großartige Verzweiflung im Kleinen Haus: »Wenn die Gondeln Trauer tragen« trifft ins Mark.
[...] Der Soundtrack [der Band »Next Stop: Horizon«] gibt dem Wahn eine Textur. Er gibt den Ton an und bleibt doch unaufdringlich. Die Musik erinnert an Horrorfilme der 80er; Synthesizer verfremden den Klang. Das Publikum applaudiert mittendrin spontan. Musik und Schauspiel verstehen sich prächtig. […] Alle Schauspieler überzeugen, doch heraus ragt Roman Konieczny als John Baxter. Kein Zweifel besteht an seiner Verzweiflung. Und er bringt Humor in das Tragische. So subtil ist dieser Humor- und so subtil muss dieser Humor auch sein –  dass man nicht sicher sein kann, ihn bemerkt zu haben. […] Am Ende Applaus mit Händen und Füßen – die Band muss eine Zugabe spielen. Das Publikum steht nur zögerlich auf; zu tief sitzt der Eindruck.

Neue Braunschweiger, Fabian Schulze, 21. Oktober 2017

Daphne du Mauriers Novelle »Wenn die Gondeln Trauer tragen« (OT: »Don’t Look Now«) in einem Film zu verarbeiten, galt schlicht als unmöglich. Doch der Film von Nicolas Roeg mit Donald Sutherland und Julie Christie aus dem 1973 wurde ob der gelungenen Adaption zu einer Sensation und rangierte am Ende auf Platz 8 der Liste der »100 besten britischen Filme des Jahrhunderts« des British Film Institute. Christoph Diem hat in enger Zusammenarbeit mit seinem Team Florian Barth (Bühnenbild, Video, Kostüme) und Pär Hagström (Musik) aus dem Stoff ein Theaterstück gemacht, das dem Cineasten zunächst unmöglich erscheint – aber am Staatstheater Braunschweig verblüffend gut funktioniert.
Großen Anteil am Gelingen der Inszenierung hat die Band »Next Stop: Horizon« von Hägström und seiner Frau Jenny Roos. Als Teil des Geschehens stehen sie mit auf der Bühne und zerbrechen bei Bedarf mit Basswummern, Vibraphon-Kakophonien oder überlagerndem Schlagzeug Szenen, die der Zuschauer gerade als ein Stück Realität begreifen möchte. Vollends der Ordnung den Garaus machen dann nachgestellte Filmzitate auf den Video-Screens. 

Braunschweig-Spiegel, Klaus Knodt, 16. Oktober 2017

Termine
Donnerstag, 28.12.2017
19:30 Uhr, Kleines Haus
Einführung 19:00 Uhr
Freitag, 29.12.2017
19:30 Uhr, Kleines Haus
Einführung 19:00 Uhr
zum vorletzten Mal
Samstag, 30.12.2017
19:30 Uhr, Kleines Haus
Einführung 19:00 Uhr
zum letzten Mal
Sonntag, 31.12.2017
18:00 Uhr, Kleines Haus
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