Staatsorchester

10. Sinfoniekonzert

 
Gewählter Termin

Montag, 11.06.2018 um 20:00 Uhr

Stadthalle

Einführung 19:15 Uhr

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Sonntag, 10.06.2018
11:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 10:15 Uhr
Montag, 11.06.2018
20:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 19:15 Uhr

 

Zyklus Beethoven
Salvatore Sciarrino (Spohrpreisträger) »Shadow of Sound«
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125
am 10. & 11.06.2018 in der Stadthalle
Musikalische Leitung Srba Dinić
SolistInnen Ekaterina Kudryavtseva, Sopran | Jelena Kordić, Mezzosopran
Chor des Staatstheaters Braunschweig | KonzertChor Braunschweig

»Müsste ich einen Ausdruck finden, der die Musik Salvatore Sciarrinos beschreibt, so würde ich sie als ,Musik der Elemente' bezeichnen«, so sieht der italienische Musikwissenschaftler Salvatore Natoli die Kunst seines Landsmannes. Tatsächlich gilt Sciarrino, 1947 in Palermo geboren und 2007 mit dem Louis-Spohr- Preis ausgezeichnet, als Meister der leisen Töne, der mit fast schon kindlicher Neugier in die Welt hineinhorcht und alles, was er dort vorfindet, aufgreift und in eine musikalische Sprache überträgt, die einer Geräuschkollage ähnelt. Das 2005 komponierte »Shadow of Sound« zählt dabei zu den Werken, die wie ein körperloses Konstrukt im Raum zu stehen scheinen und vorbeihuschende Klänge hervorbringen, die sich mal meditativ zeigen und sich jeglicher Dramatik entziehen, mal faszinierende Spannungen aufbauen, die den Hörer packen und erschüttern.

Was seine 9. Sinfonie betraf, lässt ein Tagebucheintrag Ludwig van Beethovens aus dem Jahre 1793 ein ganz bestimmtes literarisches Faible erkennen: »Lasst uns die Worte des unsterblichen Schillers singen«, heißt es hier. Ob der Komponist zu diesem Zeitpunkt schon ein sinfonisches Werk in der Form einer »Sinfoniekantate« vor Augen hatte, ist allerdings zweifelhaft. Beinahe zehn Jahre lang arbeitete Beethoven an der »Neunten«, die zugleich Schluss- und Höhepunkt seines sinfonischen Scha ens werden sollte. Einsamkeit und seine mittlerweile vollständige Taubheit plagten den alternden Komponisten. Aber auch sein Ruf, der größte Sinfoniker seiner Zeit zu sein, hatte ihn zögerlich werden lassen. Wenn er eine neue Sinfonie komponieren sollte, dann musste sie etwas ganz Besonderes werden. Die »Neunte« sprengte mit der Einbeziehung solistischer wie auch chorischer Gesangspassagen alle bisher gekannten sinfonischen Dimensionen und Gesetze und hat mit ihrem legendären Finalsatz auf Schillers Ode »An die Freude« die Sinfonik bis ins 20. Jahrhundert hinein revolutioniert. Die Uraufführung fand am 7. Mai 1824 in Wien statt und wurde zu einem Triumph für den Komponisten. Nicht nur über die musikalischen Grenzen hinaus zeigte die »Neunte« Wirkung. Denn getreu den im Finalsatz zitierten Schiller-Worten: »Alle Menschen werden Brüder« wirkt sie identitätsstiftend und verbindet die Völker weltweit miteinander.

Während der Sinfoniekonzerte an Sonntagen bieten wir eine Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Jahren an.

Bitte beachten Sie, dass das Mitbringen von Taschen und Rucksäcken, die das DIN A4-Format überschreiten, in der Stadthalle nicht gestattet ist. Nähere Informationen erhalten Sie unter http://stadthalle-braunschweig.de/de/news/strengere.html

 

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