©THOMAS.M.JAUK
 
Staatsorchester

2. Sinfoniekonzert

 
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Montag, 22.10.2018 um 20:00 Uhr

Stadthalle

Einführung 19:15 Uhr

Alle Termine
Sonntag, 21.10.2018
11:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 10:15 Uhr

mit Kinderbetreuung (ab 3 Jahren), Anmeldung bis 19.10. an besucherservice@staatstheater-braunschweig.de

Montag, 22.10.2018
20:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 19:15 Uhr

Zyklus Tschaikowsky

 

Peter I. Tschaikowsky
Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Musikalische Leitung: Srba Dinić
Solist: Hyung-ki Joo, Klavier

»Die Ideen sind so originell, so edel, so kraftvoll, die Details so interessant. Die Form ist so vollendet, so reif, so stilvoll – in dem Sinne, dass sich Absicht und Ausführung überall decken.« Begeisterter hätte sich der berühmte Pianist der Uraufführung 1875 von Tschaikowskys ersten Klavierkonzert, Hans von Bülow, wohl nicht äußern können. In der Tat gehört dieses Werk zu den populärsten Tschaikowskys. Reich an musikalischer Substanz und unkonventionell in Harmonik und Struktur, eröffnet Tschaikowsky bereits im ersten Satz ungewöhnliche Akkordsprünge über die gesamte Klaviatur oder lässt kein tonales Zentrum erkennen, bevor die folgenden Sätze mehr lyrisch-träumend gestaltet werden.

Nahezu unüberwindbar stand Beethovens neunte Sinfonie im 19. Jahrhundert wie ein Monument im Raum und beschäftigte zahlreiche Komponisten mit der Frage, wie man nach diesem Werk noch eine Sinfonie komponieren könnte. So hat es mehr als zwölf Jahre gedauert, bis Johannes Brahms seine erste Sinfonie vollendet hatte. Der zweite Beitrag zu dieser Gattung ging ihm schließlich leichter von der Hand. Der Aufenthalt am Wörthersee 1877 wirkte inspirierend: »Da fliegen die Melodien, dass man sich hüten muss, keine zu treten«, konstatierte Brahms. Neben dem fast bleiernen c-Moll der Ersten wirkt die im pastoralen D-Dur gehaltene Zweite wie ein Befreiungsschlag – musikalisch beinahe schwebend, gelöst zeigt sich diese gegenüber ihrer Vorgängerin. Seinem Verleger aber schrieb der Komponist nicht ohne Humor, das Werk sei »so melancholisch, dass Sie es nicht aushalten. Ich habe noch nie so was Trauriges, Molliges geschrieben: Die Partitur muss mit Trauerrand erscheinen!« Die Wiener Uraufführung von Brahms’ Zweiter am 30. Dezember 1877 überraschte und überzeugte das Publikum dann aber. Selbst der Wiener Kritiker Hanslick attestierte der Musik »wie die Sonne erwärmend [zu scheinen]«, dass sie in »gesunder Frische und Klarheit leuchtet« und doch »überall aufzuhorchen und nachzudenken« gibt.

 

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