Staatsorchester
3. Sinfoniekonzert

 

Zyklus »Oper im Konzert«

Richard Wagner Vorspiel zu »Tristan und Isolde« WWV 90
Richard Wagner ⁄ Hans Werner Henze Wesendonck-Lieder WWV 91
Robert Schumann Sinfonie Nr. 3 Es-Dur »Rheinische Sinfonie«
Musikalische Leitung Alexander Joel
Solistin Jelena Kordić, Mezzosopran

»Tristan und Isolde« und die Wesendonck-Lieder sind untrennbar miteinander verbunden. Beide Werke entstanden Ende der 1850er Jahre und in beiden Kompositionen bereitet Richard Wagner dem Traum von inniger und wahrhaftiger Liebe ein musikalisches Abschiedsfest und betont die Unmöglichkeit einer solchen emotionalen Verbindung zwischen Mann und Frau. Im Vorspiel zu »Tristan und Isolde« äußert sich dies im sogenannten »Tristan-Akkord«, der sich leitmotivisch durch das Werk zieht, durch seine Dissonanz auffällt und in der Auflösung wie eine Frage ohne Antwort wirkt.

So philosophisch vage Wagner hier auch blieb und der Nachwelt bis heute Rätsel um die Entschlüsselung des Akkordes aufgibt, so »fleischlich« zeigen sich die Wesendonck-Lieder, die er seiner Muse im Hause nebenan, Mathilde Wesendonck, auf den Leib schrieb. Da jedoch beide verheiratet waren, war an eine Verbindung nicht zu denken. Ihre Liebesbriefe sorgten zwar für einen Eklat und eine Entzweiung, die fünf innigen Lieder, in die auch Studien zum »Tristan« eingeflossen sind, haben die Zeit jedoch überdauert und berühren die Zuhörer bis heute. Für die Orchestrierung des Zyklus sorgte zunächst Wagners Schüler Felix Mo l, 1976 war es dann Hans Werner Henze, der die Lieder in ein instrumental moderneres Gewand hüllte.
Die Anregung zu seiner 3. Sinfonie fand Robert Schumann angeblich auf einer Reise nach Köln, wo ihn der Blick auf den mächtigen Dom inspiriert haben soll. Ein weiteres Ereignis, das die Sinfonie in ihrem Charakter beeinflusst hat, war anscheinend die Erhebung des damaligen Kölner Erzbischofs in den Kardinalsrang. Schumann spielte wohl auf diese an, als er den formal ungewöhnlich feierlichen vierten Satz mit »Im Charakter der Begleitung einer feierlichen Ceremonie« überschrieb. Aufgrund dieser Erlebnisse wird die 3. Sinfonie bis heute mit Schumanns Lebensabschnitt im Rheinland in Verbindung gebracht. Der Komponist selbst betonte zudem stets den volkstümlichen Charakter der Partitur.
Die 3. Sinfonie – die »Rheinische« – zählt heute zu den populärsten Kompositionen Schumanns.

Während der Sinfoniekonzerte an Sonntagen bieten wir eine Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Jahren an.

     

Termine
Montag, 20.11.2017
20:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 19:15 Uhr
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