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Staatsorchester

5. Sinfoniekonzert

 
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Sonntag, 20.01.2019 um 11:00 Uhr

Stadthalle

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Sonntag, 20.01.2019
11:00 Uhr, Stadthalle
Montag, 21.01.2019
20:00 Uhr, Stadthalle

Zyklus Epochal X

 

Johann Sebastian Bach
Flötenkonzert d-Moll BWV 1052

Johann Sebastian Bach / Anton Webern
Fuge Nr. 5 (Ricercata) aus dem »Musikalischen Opfer«

Arcangelo Corelli
Flötenkonzert Nr. 7 d-Moll (nach den Sonaten op. 5)

Johann Sebastian Bach
Contrapunctus XIV aus »Die Kunst der Fuge«

Franz Schubert
Sinfonie Nr. 8 h-Moll »Unvollendete«

Musikalische Leitung: Maurice Steger
Solist: Maurice Steger, Blockflöte

In dem diesjährigen Spielzeitmotto »Geschichte wird gemacht« findet sich nicht nur der Verweis auf die nicht zu vergessende Historie, sondern vor allem die Aufforderung zum aktiven Mitgestalten. Wie schon der erste Teil der Reihe »Epochal X« lenkt deshalb auch das unter diesem Motto stehende 5. Sinfoniekonzert den Blick auf wegweisende Kompositionen, die zu ihrer Zeit eine Wende im kompositorischen Denken hervorriefen. Im Zentrum steht dabei Johann Sebastian Bachs »Kunst der Fuge«, in der er anhand eines zentral vorgebebenen Themas alle Variationsmöglichkeiten und kontrapunktischen Techniken der Fuge auslotet. Schnell wurde schon von den Zeitgenossen der unschätzbare Wert dieser Komposition erkannt, die zwar theoretisch-analytisch vorgeht, nie aber den musikalischen Genuss ins Hintertreffen geraten lässt.

Noch Jahre später inspirierte Bachs Fuge Nr. 5 aus dem ähnlich gearteten »Musikalischen Opfer« Anton Webern zur schöpferischen Auseinandersetzung, als er der Vorlage Bachs eine Instrumentierung im eigenen »Charakter« folgen ließ. Bachs analytischen Kompositionen wird sein eigenes Konzert in d-Moll vorausgeschickt, das vermutlich während seiner Köthener Zeit für Solovioline komponiert und später für Cembalo umgeschrieben wurde. Und wieder zeigt sich Bachs bis heute gültige Inspirationskraft, wenn Dirigent und Soloflötist Maurice Steger das Werk für Blockflöte adaptiert und neben das d-Moll-Konzert von Bachs Zeitgenossen Arcangelo Corelli stellt. Die epochale Reise endet schließlich in der Sinfonie Nr. 8 von Franz Schubert, die als »Unvollendete« in die Geschichte einging. 1822 komponiert, wurde sie zu Schuberts Lebzeiten nie aufgeführt und verblieb zweisätzig, wobei in diesen zwei Sätzen mehr Innovationen Platz finden als in jeder anderen Sinfonie Schuberts. Nicht zuletzt deswegen eruieren Historiker nur zu gern die Auswirkungen, die Schuberts »Unvollendete« wohl auf dessen Zeitgenossen gehabte hätte, wäre sie nicht erst vier Jahrzehnte später der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

 

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