Staatsorchester

8. Sinfoniekonzert

 
Gewählter Termin

Montag, 16.04.2018 um 20:00 Uhr

Stadthalle

Einführung 19:15 Uhr

Aktuell keine Termine geplant.

 

Zyklus Beethoven

Franz Schubert Sinfonie Nr. 2 B-Dur D125
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«
Musikalische Leitung Stefan Soltesz
 

»Weller für Okerwelle« – Orchesterdirektor Martin Weller im Interview zum 8. Sinfoniekonzert bei Radio Okerwelle ...
 

Als sich Franz Schubert ab 1813 ernsthaft mit der Gattung der Sinfonie zu beschäftigen begann, stand der gerade einmal 16-jährige Musikschüler vor einer gewaltigen Aufgabe: Die Werke Mozarts und Haydns wirkten noch nach und Beethoven stand im Zenit seines Schaffens. Zwischen diesen Polen musste Schubert erst seinen eigenen Stil entwickeln, und so sind seine ersten sechs sogenannten »Jugendsinfonien«, komponiert bis 1818, als Vorstudien zu den großen Werken anzusehen, die ab der »Unvollendeten« (1822) noch folgen sollten. Trotz Schuberts Jugend und Unerfahrenheit bergen diese ersten sechs Werke so manchen musikalischen Schatz. Die Sinfonie Nr. 2 B-Dur brachte Schubert zwischen Dezember 1814 und März 1815 zu Papier, als er gerade zum Lehrer im Wiener Stadtkonvikt aufgestiegen war. Zur Uraufführung gelangte sie aber wahrscheinlich erst 1877 in London, lange nach dem Tod des Komponisten. Die Nähe zu den Werken Mozarts und Haydns ist in allen vier Sätzen deutlich zu spüren, obgleich die Individualität Schuberts immer wieder durchschimmert. So sah es zumindest ein anderer großer Sinfoniker: Antonín Dvořák, der den Charakter der Melodien und harmonischen Wendungen sowie zahlreiche Details der Orchestrierung in der 2. ausdrücklich lobte. Ludwig van Beethoven erging es nicht viel anders als Schubert. In seinen ersten beiden Werken orientierte auch er sich nur allzu deutlich an Mozart und Haydn, um erst mit seiner 3. Sinfonie, der »Eroica«, ganz eigene Wege in Richtung Romantik zu gehen. Erste Anregungen dürfte er dazu bereits um 1798 erhalten haben: Napoleon Bonapartes Siege in dieser Zeit hatten ihn zu überaus martialisch anmutenden Kompositionen inspiriert: des Komponisten sogenannte »heroische« Schaffensphase. Schließlich aber rückte Beethoven während der eigentlichen Entstehung der »Eroica« in den Jahren 1802 und 1803 immer weiter von seinem Idol Bonaparte ab. Patriotismus, Pathos und Feierlichkeit sind nur eine Seite der Medaille, die diese Sinfonie musikalisch preisgibt. Die andere lautet: Spielfreude, Tanz und Humor, durch den Beethoven zweifellos seinem Missfallen über den »Anti-Helden« Bonaparte Ausdruck verleiht. Doch gerade diese in der »Eroica« betonten Gegensätzlichkeiten weisen Beethoven als den vielleicht vielseitigsten Komponisten seiner Epoche aus.

Während der Sinfoniekonzerte an Sonntagen bieten wir eine Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Jahren an.

Bitte beachten Sie, dass das Mitbringen von Taschen und Rucksäcken, die das DIN A4-Format überschreiten, in der Stadthalle nicht gestattet ist. Nähere Informationen erhalten Sie unter http://stadthalle-braunschweig.de/de/news/strengere.html

 

 

 

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