©Thomas Maximilian Jauk
 
Staatsorchester

9. Sinfoniekonzert

 
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Sonntag, 05.05.2019 um 11:00 Uhr

Stadthalle

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Sonntag, 05.05.2019
11:00 Uhr, Stadthalle
Montag, 06.05.2019
20:00 Uhr, Stadthalle

Zyklus Komponistinnen

 

Adriana Hölszky
»Space«

Clara Schumann
Klavierkonzert a-Moll op. 7

Robert Schumann
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Musikalische Leitung: Ivan Skender
Solistin: Sophie Pacini, Klavier

Gleich zwei Künstlerinnen nimmt das 9. Sinfoniekonzert in den Blick, wenn es den Bogen vom Beginn des weiblichen Komponierens im 19. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart schlägt. 

Den Anfang macht Adriana Hölszky, die sich bereits in den 1980er Jahren mit ihrer ganz eigenen Musiksprache einen Platz in der Männerdomäne des Komponierens eroberte. In diese Zeit fällt auch das 1981 uraufgeführte »Space« für vier Orchestergruppen, in dem Hölszky bereits die für sie typische Auflösung der traditionellen Orchestergruppen und ihre Neugliederung nach »kompositorischen Kriterien« vornimmt.

Über Robert Schumann, mit dem das Schaffen seiner Frau untrennbar verbunden ist, und seine vierte Sinfonie führt das Programm anschließend zu Clara Schumann, einer der prominentesten Komponistinnen der Musikgeschichte. Von ihrem strengen Vater Friedrich Wieck als »Wunderkind« vermarktet und zur Konzertpianistin erzogen, fiel Clara schon früh durch besonderes technisches Können und fantasievolle Eigenkompositionen auf. Ihr mit 16 Jahren entstandenes Klavierkonzert a-Moll op. 7, das niemand Geringeres als Felix Mendelssohn Bartholdy im Leipziger Gewandhaus zur Uraufführung brachte, ist der beste Beweis für ihre technischen Ansprüche und den Emotionsreichtum ihrer Musik. Nach der Heirat mit Robert Schumann wünschte sich dieser jedoch eine Angleichung an seinen Kompositionsstil, um das Ziel der »musikalischen Zweisamkeit in Einheit« zu erreichen. Während er arbeitete, hatte ihr Klavierspiel zu schweigen und ihre Konzertreisen dienten unter anderem dazu, seine Kompositionen bekannt zu machen. Auch die Schaffensprozesse ihres Mannes hatte Clara Schumann als Partnerin zu begleiten. So schrieb sie über seine spätere vierte Sinfonie, die sich durch eine neuartige formale wie thematische Verbindung der vier Sätze auszeichnet: »Noch hörte ich nichts davon, doch sehe ich aus Roberts Treiben, und höre manchmal das d-Moll wild aus der Ferne her tönen, dass ich schon im Voraus weiß, es ist dies wieder ein Werk aus tiefster Seele geschaffen.«

 

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