Schauspiel

And the Stars Look Very Different Today

 
Termine
Donnerstag, 18.10.2018
20:00 Uhr, Aquarium
Wiederaufnahme
Freitag, 19.10.2018
20:00 Uhr, Aquarium
Dienstag, 20.11.2018
20:00 Uhr, Aquarium
Mittwoch, 21.11.2018
20:00 Uhr, Aquarium
Freitag, 30.11.2018
20:30 Uhr, Aquarium
Samstag, 01.12.2018
20:30 Uhr, Aquarium
Mittwoch, 26.12.2018
20:00 Uhr, Aquarium
Donnerstag, 27.12.2018
20:00 Uhr, Aquarium

Eine Hommage an David Bowie

 

Er war der große Inszenierungskünstler und Provokateur des Pop. Ein Held in tausend Gestalten, einer, der sich immerzu selbst und immer wieder neu erfunden hat. David Bowie performte über Grenzen und Geschlechterrollen hinweg und nahm seine Fans auf viel weitere Reisen mit als alle anderen. Musikalisch war er stets Zukunft. Der Schauspieler Heiner Take begibt sich mit drei Musikern auf eine Reise in die psychedelischen Räume, deren Türen Bowie einst aufstieß – eine musikalische Liebeserklärung an Major Tom, Ziggy Stardust, Aladdin Sane und The Thin White Duke.

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde und 30 Minuten, keine Pause

 

Pressestimmen

Schauspieler Heiner Take überrascht und überzeugt mit großartigem Gesangsvermögen in der Titelrolle.

Eine tote Legende, die 40 Jahre die Rock- und Popgeschichte der westlichen Hemisphäre beeinfusst hat, lässt sich nur schwer zum Leben erwecken. Jeder Versuch endet tendenziell tödlich. Zu Vieles muss ausgelassen, verkürzt, ignoriert, unerklärt oder in seinen Facetten übersehen bleiben. [...] Im »Aquarium« des kleinen Braunschweiger Hauses unternimmt Heiner Take in der Titelrolle dieses Wagnis dennoch – und erhält hierfür, berechtigt, tosenden Applaus. In der Atmosphäre der rudimentären Studiobühne, die an eine Studentenaufführung im Audimax erinnert (ja, während der Vorstellung darf sogar ein schnödes Pils aus der Flasche verköstigt werden!), nähert Take sich mit beachtlich-stimmlicher Wucht einer Liedfolge des Meisters, die so auf keinem Sampler verewigt werden würde: Vom rock'n'rolligen »Suffragette City« der Frühjahre bis zu den mainstreamigen »Heroes«; von der »Space Oddity« [...] bis zum »Sound of Vision« ist für eine ganze Generation etwas dabei. Dabei spielt die Regie (Deborah Epstein) mit vielerlei Reminiszenzen: Zeitweilig auf die Studiorückwand projizierte Rasterlinien lassen die hervorragende Bühnenband (Achim Schneider: keyb., bass, Daniel »d-flat« Weber: Drums, Marc Sauer: guit., bass) wie eine Kraftwerk-Kopie aussehen. Takes' Bowie schlüpft auf offener Bühne in diverse Glamrock-, Ziggy- und Space-Kostüme [...]. Nach 90 Minuten bleibt als Fazit: Wer sich unvoreingenommen auf das Stück einlässt, mit Überraschungen kein Problem hat, unerfüllte Erwartungen als Freiraum für neuen Input begreift und Popgeschichte als epochebegleitendes Lebensgefühl, ist in dieser Aufführung gut aufgehoben. 

David Bowie war ein ganz Großer des Pop, in vieler Hinsicht. Seine Karriere war lang, viele Songs sind komplexe Meisterwerke, seine Bühnenshows waren opulent, und er stilisierte sich selbst zu überlebensgroßen Kunstfiguren wie Ziggy Stardust. Regisseurin Deborah Epstein versucht bei ihrer Bowie-Hommage »And the Stars Look Very Different Today«, die vor einem Jahr in Saarbrücken uraufgeführt wurde und nun im »Aquarium« des Staatstheaters Premiere hatte, gar nicht erst, diese Opulenz nachzuahmen. Sie setzt auf die kleine Form: Bowie kammermusikalisch, gewissermaßen. Das funktioniert dank einem fähigen Band-Trio musikalisch erstaunlich gut. Achim Schneider als Keyboarder und Bassist, Marc Sauer an der Gitarre und der fabulöse Daniel Weber am Mini-Drumset bringen mit ihrem kleinen Instrumentarium die Essenz von Bowies Songs der 70er und 80er Jahre einfühlsam und virtuos herüber.
[...] Im Mittelpunkt: Bowie-Interpret Heiner Take. Der hat eine markante, leicht angeraute Stimme und zeigt sich auch den teils kniffligen Gesangslinien Bowies gewachsen. [...] Take zeigt Bowie als einsamen, stets leicht weggetretenen Genius. Die Hommage ist als Rückschau angelegt: Der Held schlurft im langen weißen Hemd auf die Bühne, der Welt bereits entrückt, Zeilen aus dem Song »Lazarus« murmelnd, den der todkranke Bowie für sein letztes Album »Blackstar« aufgenommen hatte: »Look up here, I’m in heaven«. Dann passiert Bowies Karriere anhand von Song-Meilensteinen Revue.

Besetzung
keyboard_arrow_up

Die Veranstaltung wurde vorgemerkt

↦ Zu meinen gemerkten Veranstaltungen gehen
↦ Hinweis schließen