Der fliegende Holländer | ©BJOERN_HICKMANN
 
Musiktheater

Der fliegende Holländer

 
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Premiere

Samstag, 13.10.2018
19:30 bis 22:00 Uhr

Großes Haus

Einführung 18:45 Uhr | anschließend Premierenfeier

Alle Termine
Donnerstag, 20.12.2018
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 18:45 Uhr
Sonntag, 20.01.2019
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 18:45 Uhr
Sonntag, 27.01.2019
14:30 Uhr, Großes Haus
zum vorletzten Mal
Einführung 13:45 Uhr

mit Kinderbetreuung (ab 3 Jahre), Anmeldung bis 19.01.: besucherservice@staatstheater-braunschweig.de

Samstag, 02.02.2019
19:30 Uhr, Großes Haus

Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner
Libretto vom Komponisten
in deutscher Sprache mit Übertiteln

 

Angeblich auf seiner eigenen Flucht aus Riga über den Seeweg nach London stieß Richard Wagner 1839 auf die Legende vom fliegenden Holländer. Auf ewig dazu verdammt, die Weltmeere zu durchkreuzen, hat dieser nur eine Chance auf Erlösung: Er muss eine Frau finden, die ihm die ewige Treue hält.

Kein Stoff wäre geeigneter gewesen, Wagner den Erfolgsweg als Hofkapellmeister in Dresden zu ebnen. Aus der mythischen Figur des Verfluchten und der heilenden Kraft der Liebe schuf Wagner den Prototyp der »Romantischen Oper«, in der sich Übersinnliches mit Irdischem verbindet.

Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden und 20 Minuten, keine Pause


Begleitmaterial für PädagogInnen sowie Workshopangebote erhalten Sie auf Anfrage beim Jungen Staatstheater unter theaterfieber@staatstheater-braunschweig.de

 

Rahmenprogramm zu »Der fliegende Holländer«:

Sonntag, 20.01.2019, 17:00 Uhr, Hausbar, Eintritt frei
»Das Weib der Zukunft« im Getriebe der Macht – Aspekte von Richard Wagners Frauengestalten
Vortrag von Prof. Dr. Susanne Vill

Sonntag, 27.01.2019, 19:30 Uhr, Louis-Spohr-Saal
Liederabend: Wagner in Paris
mit Mirella Hagen (Sopran), Frank-Immo Zichner (Klavier), Tobias Beyer (Sprecher)

In Kooperation mit dem Richard-Wagner-Verband Braunschweig e.V.

 

Pressestimmen

»Stephan von Wedel hat für Isabel Ostermanns Inszenierung der romantischen Seefahreroper Richard Wagners ein wahres Geisterhaus geschaffen, ein suggestiv-realistisches Bühnenbild mit mystischen Effekten, das sich sehen lassen kann. Der maritime Rahmen, die sagenhafte Gewalt der Elemente werden spürbar, doch zugleich wird ein Psychodram in bürgerlichem Hause gespielt, in dem Schiffe nur Modelle sind und die Matrosen vom Chor vielleicht nie zur See gefahren. […]
»Hier steh ich, treu dir bis zum Tod« – Senta meint hier nicht ihren Tod, den sie im Libretto mit einem Todessprung ins Meer sucht, sondern offenbar den des Holländers, der zu ewiger männlicher Unrast verflucht war und nicht sterben durfte, und der nun glücklich sterbend in ihrem Arm liegt. Sein Tod ist geborgen in Sentas Liebe. Ostermann holt so beispielhaft die Erlösung aus dem Jenseits ins Diesseits, Wagners Zukunftsvision (mit himmelfahrendem Liebespaar) wird im Hier und Jetzt beglaubigt. Das ist eine schöne, große, starke Bildfindung. […]
Mit Matthias Stier steht ein so lyrisch schön wie kraftvoll sonor intonierender Tenor als Steuermann zur Verfügung, um den uns Bayreuth neiden müsste. Auch spielerisch rockt er die Chöre, dass es eine Freude ist, und die singen mit voller Pracht und Wonne die volkstümlichen Weisen, aber auch den Gespensterchor in der nebelumwallten Geisterdisko. Klasse, wie viel Stimmung die Lichtregie schuf. Mit starkem Ton und tenoraler Geschmeidigkeit gestaltet Kwonsoo Jeon den Erik, Michael Eder ist ein typischer Daland im Buffostil und Zhenyi Hou eine ordentliche Mary.
Srba Dinic breitet unter ihnen in schöner Differenziertheit Wagners illustre, oft noch arios gebundene Musik aus. Er entwickelt viel Schönheit und Lyrik und neigt dabei etwas zum Weilen. Aber wie die Ouvertüre peitscht und aufweht, das übertrifft jedes echte Gewitter, da gibt Dinic richtig Zunder, genau wie bei den Chören. […] Mit dem hochmotivierten Staatsorchester gelingt ihm ein mitreißendes Dirigat.«

»Zeit spielt eine wichtige Rolle in dieser Version von Wagners »Fliegendem Holländer«: Eine Uhr ist während des meteorologischen Vorspiels auf der sonst dunklen Bühne zu sehen. Eine zweite wird bald darauf als Wanduhr in dem Festsaal sichtbar, den Stephan von Wedel als einzigen Handlungsort entworfen hat. Die Uhren laufen gegeneinander: die vordere rückwärts, die hintere vorwärts. So geht es immer weiter, bis die Stunde der Erlösung schlägt. [...]
Die Regisseurin beweist nicht nur Gespür für plastische Personenführung – selten kann man beispielsweise so gut erkennen, wie Senta zu ihrem Jugendfreund Erik steht und was sie an dem Holländer anzieht – wenn es sein muss, inszeniert Ostermann auch ganz pragmatisch. Jaco Venter als Holländer kann seinen Bariton so noch oft genug balsamisch fließen lassen. Inga-Britt Andersson ist eine angemessen selbstbewusste Senta […]. Neben diesen Gästen bewährt sich auch das Ensemble um Matthias Stier als Steuermann sowie der Chor, der einmal nicht aus Matrosen und Spinnradmädchen besteht: Die Regisseurin schickt stattdessen Shantysänger und Fischmarktfrauen auf die Bühne. […]
Mit diesen auf den ersten Blick sonderbaren Nebenfiguren schafft Ostermann einen scheinbar vertrauten, eher zeitgenössischen Hintergrund, der das eigentliche mythische Geschehen davor umso wunderbarer hervortreten lässt: Kein Wunder, dass die Zeit hier aus den Fugen gerät.«

Gefördert durch:
Besetzung am 13.10.2018
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