Elektra | ©Bettina Stoess
 
Musiktheater

Elektra

 
Gewählter Termin

Samstag, 26.05.2018
19:30 bis 21:20 Uhr

Großes Haus

Einführung 18:45 Uhr

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Samstag, 26.05.2018
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 18:45 Uhr
Freitag, 01.06.2018
19:30 Uhr, Großes Haus

Oper in einem Akt von Richard Strauss
Libretto von Hugo von Hofmannsthal
in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Rache ist die allesbestimmende Kraft, die Elektra treibt. Seit dem Mord an ihrem Vater durch den Liebhaber ihrer Mutter führt sie ein Schattendasein im Hof des Palastes, doch die Mauern, die sie gefangen halten, sind innere: Elektras Trauma ist zum Wahn geworden, die Hoffnung auf Erlösung durch die Rückkehr des totgeglaubten Bruders zur Obsession. Richard Strauss hat mit seiner Vertonung von Sophokles’ antiker Tragödie »Elektra« ein packendes Drama über menschliche Abgründe geschrieben, das die psychologischen Extreme und den Schmerz dieser blutrünstigen Familie musikalisch erfahrbar macht.

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde und 45 Minuten, keine Pause

 

Pressestimmen

Vorbei die Hysterie. Wenn Braunschweigs Elektra in Gestalt der phänomenalen Maida Hundeling endlich den ersehnten Bruder Orest erkennt, dann wird ihr Ton unglaublich weich und innig: »O lass deine Augen mich sehn, Traumbild, bleib bei mir«, fleht sie, die Ausgestoßene am Hof der neu verheirateten Mutter, die Elektras Vater mordete. 
[...] Alle Hysterie war verdrängte Trauer, war ein Hilfeschrei, und nie war er eindringlicher zu vernehmen als in seinem Gegenteil: dem lyrischen Sehnen, wie es Hundeling mit zarter Geschmeidigkeit, die sich zu emphatischem Leuchten steigern kann, ausdrückt. Wenige Hochdramatische vermögen wie sie, diese Zeilen wirklich zu singen in wiedergefundener menschlicher Ausgeglichenheit.
Noch ist es ein Traum. Orest muss erst die Rache an den Vatermördern vollziehen, damit Elektra wirklich Ruhe findet. Dann aber, in diesem letzten Freudentanz über die Befreiung von den Gespenstern der Vergangenheit, stürzt sie eben nicht wie wahnsinnig zusammen, sondern entledigt sich ihres Magdgewandes, öffnet ihr Haar und geht erhobenen Hauptes davon. Therapie geglückt, kann man Regisseurin Adriana Alteras bescheinigen, die ihre Elektra auf der Freudschen Couch einführt und nochmal all ihre Traumata durchleben lässt, um sie zu heilen.
[...] Altaras und Ausstatter Christoph Schubiger schaffen Bilder von hinreichender Größe, aber auch nötiger Konkretheit. 
[...] Generalmusikdirektor Srba Dinic stützt die therapeutische Lesart der Oper mit einer erstaunlich durchsichtigen Partiturdeutung. Man hat das Werk sicher schon schroffer, brutaler gehört, aber wohl selten so viel von dem Sehnen nach Schönheit und Heilung, weil Flöten und Oboen in ihren weichen Kantilenen hörbar werden, die hysterischen Tanzrhythmen eine spielerische Freude bekommen, als wären wir im »Rosenkavalier«. [...] Am Ende langer Applaus und viele Bravos für eine spannende Ensembleleistung.

»Wagner on air«, der Podcast des Richard Wagner-Verband Hannover e.V.

Besetzung am 26.05.2018
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