Escape to Life |
 
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»Escape to Life«: Thementage am Staatstheater Braunschweig

 
Termine

Europa und die Chronologie der Flucht
Theater, Performance, Konzert, Lesung, Vortrag, Gespräch, Diskussion

5. – 8. April 2018
Großes Haus // Kleines Haus // Aquarium

 

Bleiben oder gehen? Vor dieser Frage stehen Millionen Menschen überall auf der Welt, die oft lebensgefährliche Fluchtrouten auf sich nehmen für eine bessere Zukunft in Europa. Es sind dieselben Fragen, die viele Deutsche beschäftigten als die Nazi-Diktatur Ende der dreißiger Jahre immer deutlicher ihr wahres Gesicht zeigte. Viele entscheiden sich heute so wie damals für die Flucht über die Meere. Die Richtung der Fluchtrouten hat sich verändert, während die emotionalen Verwerfungen dieselben geblieben sind – und unsere Gesellschaft bis heute beschäftigen. Dabei geht es nicht nur ums Kennenlernen und gegenseitige Verstehen, sondern immer auch um die Frage, was eine Flucht als Sinnbild kompletter Entwurzelung mit einem Menschen macht. Wie beeinflusst es ein künstlerisches Werk, wenn es die eigene Heimat nicht mehr gibt? Wie leben Menschen und arbeiten Künstler im Exil - ohne Hoffnung auf Rückkehr?

Die Thementage »Escape to life« wollen mit Schauspiel-Produktionen, Gastspielen, Vorträgen, Lesungen und Diskussionen die Schicksale der Menschen, die heute zu uns kommen, in Bezug setzen zur Geschichte der deutschen Flüchtlinge. Für die Dauer der Thementage soll das Theater so zu einem Ort der Auseinandersetzung mit der europäischen Gegenwart und der Vergangenheit werden – und zu einem Treffpunkt für Künstler aus aller Welt. 


Das Programm:

DO, 05.04., 20:00 Uhr, Kleines Haus

The Present in Concert!


FR, 06.04., 20:00 Uhr, Großes Haus

Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern


SA, 07.04.,13:00 Uhr, Aquarium
KulturKüche – culture kitchen – cuisine de la culture

SA, 07.04.,15:30 Uhr, Aquarium

Regular Measures


SA, 07.04.,19:00 Uhr, Kleines Haus

MAPPING THE GAP | GAPPING THE MAP: Leben in Zwischenräumen, Durchgangslagern und Wartezimmern


SA, 07.04.,19:30 Uhr, Großes Haus

Premiere: Transit 

SO, 08.04., 11:00 Uhr, Aquarium

Vortrag: Nach der Flucht


SO, 08.04., 13:00 Uhr, Aquarium

Vortrag und Diskussion: Fluchtorte und archivierte Erinnerungen


SO, 08.04., 15:30 Uhr, Aquarium

Diskussion: Flucht, Empfang und Aussichten


SO, 08.04., 17:30 Uhr, Aquarium

Die letzten Männer von Aleppo


SO, 08.04., 19:30 Uhr, Kleines Haus

Le Havre 



Beiträge von der Deutschlandfunk Kultur Radiokunst
Diese und viele weitere Beiträge hören Sie auch an den Hörsäulen bei uns im Kleinen Haus

Lola und der rote Fiaker vor der Votivkirche
Von Kaye Mortley
Regie: Die Autorin
Deutschlandradio Kultur / Österreichischer Rundfunk 2013

Lola Carr war Malerin. Ihre Bilder erzählen von einer Kindheit in Wien und vom Exil in London, Paris und Tel Aviv. Als Tochter jüdischer Eltern musste sie 1938 ihre Heimatstadt verlassen. Unter den vielen Features mit ähnlichem Thema ragt dieses heraus, denn es gelingt ihm, die Erfahrungen von Flucht und Exil wie einen akustischen Archetyp zu gestalten.

Die Zeremonie
Von Cécile Wajsbrot
Regie: Christiane Ohaus
Deutschlandradio Kultur / Radio Bremen 2011

Die Geschichte einer gewaltsamen Verschleppung, die hier erzählt wird, spielt im Jahr 1941. Auf sie zurückgeblickt wird aber von der Gegenwart aus, mit allen Unschärfen und Verzeichnungen, die die familiäre Erinnerung mit sich bringt.

Wurfsendungen aus der Serie „Erster deutscher Satz“:
Guten Tag, ich möchte arbeiten
Danke
Entschuldigung, darf ich bitte hier rauchen

Von Tim Zülch
Auftragsproduktion für Deutschlandradio Kultur 2014

Integration wörtlich genommen: In Deutschland angekommene Menschen erzählen vom ersten Satz, den sie in der neuen Sprache gelernt haben.

 

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