©Lioba Schöneck
 
Tanztheater

Heimatabend

 
Gewählter Termin

Dienstag, 20.03.2018
19:30 bis 20:45 Uhr

Kleines Haus

Einführung 19:00 Uhr

Alle Termine
Mittwoch, 03.10.2018
18:00 Uhr, Kleines Haus
Wiederaufnahme
Sonntag, 14.10.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Samstag, 10.11.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Samstag, 08.12.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Dienstag, 25.12.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Samstag, 05.01.2019
19:30 Uhr, Kleines Haus

Tanzstück von Gregor Zöllig
Uraufführung

 

Der neue Tanzabend von Gregor Zöllig befasst sich mit dem schillernden Begriff »Heimat«. Ist Heimat ein Gefühl, eine Erinnerung oder vielmehr eine Sehnsucht? Ist Heimat eher an einen Ort gebunden oder an Menschen, die man liebt? Und ist es möglich, eine zweite oder gar eine dritte Heimat zu finden?
Gemeinsam mit seinen Tänzerinnen und Tänzern, die alle die Orte ihrer Herkunft verlassen und mehrfach ihr Lebensumfeld gewechselt haben, fragt Choreograf Gregor Zöllig, was der Begriff »Heimat« für uns heute bedeuten kann. 

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde und 15 Minuten, keine Pause

 

Pressestimmen

Wie immer nutzt der Braunschweiger Tanzchef die persönlichen Erfahrungen seines Ensembles für die choreografische Umsetzung. Und das ist bei diesem Thema besonders naheliegend, mussten die Tänzer doch alle ihre Herkunftsorte verlassen und sich immer wieder den Herausforderungen eines neuen Umfeldes stellen, das nicht selten nur eine weitere Station ist. Da bleibt mitunter nur das Beschwören gemeinsamer Traditionen, um sich ein Stück Heimat zurückzuholen, auf der Bühne als enthusiastische Schwärmerei für italienische Gerichte dargeboten.
Solche leichten Momente bilden aber eher die Ausnahme. Der Abend hat viel Bedrückendes, Düsteres, Aggressives. Und so geht es im Heimatabend nicht nur um Gemeinsamkeit, sondern immer auch um Suche, um Verlust und um Heimat als Last. Die Bürde verdeutlicht Zöllig unterschiedlich, mal als besitzergreifende Umklammerung, mal als buchstäblich fallengelassene Liebe, als Tisch, der mühsam hinterhergezogen werden muss oder als Kampf mit einem Stoffberg, der am Fortkommen hindert. Die Symbolik erscheint jedoch weder beliebig noch übertrieben, sondern gut durchdacht. Sogar das übergestülpte Papphaus, mit dem sich eine Tänzerin langsam über die Bühne bewegt, wirkt als Requisite nicht unfreiwillig komisch. Heimat ist, was der Mensch im Kopf mit sich trägt, eine Utopie, die Sehnsucht nach einem Zustand, der vielleicht nur in unserer Fantasie jemals existierte.
Bei aller Bildhaftigkeit wirkt die Choreografie jedoch alles andere als verkopft. Und das liegt nicht zuletzt an den Mitgliedern des Ensembles selbst. Dynamisch und überzeugend demonstrieren sie ihre ewige Suche. Sie zittern, taumeln und stürzen, wollen wegkommen oder ankommen, suchen mit zarten Gesten vorsichtig Nähe oder weisen sie brüsk ab. In der 75-minütigen Vorstellung bieten die sieben Frauen und acht Männer nonstop ihr tänzerisches Können bis an die Grenzen zur Akrobatik, mitreißend bis zur Erschöpfung. 

Besetzung
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