Iason | ©Bettina Stoess
 
Junges Staatstheater

Iason

 
Gewählter Termin

Samstag, 26.05.2018
19:00 bis 20:20 Uhr

Kleines Haus

Alle Termine
Freitag, 05.10.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Wiederaufnahme
Freitag, 12.10.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Samstag, 20.10.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Dienstag, 30.04.2019
18:00 Uhr, Kleines Haus
Donnerstag, 16.05.2019
18:00 Uhr, Kleines Haus

Kristo Šagor
Uraufführung
Schauspiel 13+

 

Um König von Iolkos zu werden, stimmt Iason der listigen Aufgabe seines Onkels Pelias zu: Er soll ans Ende der Welt segeln, das goldene Vlies finden und es zurück in die Heimat bringen. Was Iason nicht weiß: Es ist eine Reise ohne Wiederkehr. Jedenfalls denkt das Pelias. Doch mit einer Handvoll ordentlicher Helden im Gepäck, etwas göttlicher Unterstützung, einem Segelschiff, das von ganz alleine segelt und der exzessiven Liebe von Medea kann Iason jedes Abenteuer bestehen. Warum müssen Männer eigentlich immer Helden sein?
Kristo Šagor ist einer der renommiertesten und mit vielen Preisen ausgezeichneter Autor. Er schreibt zum ersten Mal ein Stück für das Junge Staatstheater. Zusammen mit Regisseur Jörg Wesemüller beleuchtet er den über zweitausend Jahre alten Stoff der griechischen Mythologie um herauszufinden, wie es sich heute mit den Männern und dem Heldentum verhält.

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde und 30 Minuten, keine Pause


Alle Vorstellungstermine finden Sie ab Erscheinen des Monatsspielplans hier auf der Website. Wenn Sie vorab Informationen über Schulvorstellungen am Vormittag erhalten möchten, wenden Sie sich bitte an Katrin Wiegand, sie berät Sie gerne.
Kontakt für Schulgruppenbuchungen:
Tel.: 0531 1234 556
Telefonzeiten: Mo – Fr von 10:00 bis 14:30 Uhr
E-Mail: schulgruppen@staatstheater-braunschweig.de

 

Pressestimmen

Die großen Fragen auf den Lippen, die Sehnsucht nach Sex, Liebe, Partnerschaft im Herzen und traumtänzerische Neugier im Kopf, was so geht in der Welt. Einfach mal kosten wollen vom Kult der Männlichkeit, bevor man einfühlsam Job- und Ehekarriere macht. Mit Sagen des klassischen Altertums versuchten einst Stubenhocker den Riesenhunger zu stillen. In Zeiten, wo Superheldenfilme im Kino, Computerspiele auf dem Laptop und Pornos auf dem Handy angeboten werden, rekurriert Kristo Šagor mit „Iason“ mal wieder auf die klassischen Überlieferungen als Projektionsfläche für aktuelle Konflikte und Hoffnungen. Deutet die bis in Schwarzmeergefilde ausufernde Mittelmeer-Kreuzfahrt der Argonauten als Initiationsreise Jugendlicher. Der Autor übersetzt die vielfach schwerblütig literarisierte Tour de force in juvenil lässig pointiertes Whatsapp-Deutsch – und arrangiert in forciertem Rhythmus einen flotten Dialog-Ping-Pong.

Regisseur Jörg Wesemüller hat es für die Uraufführung in Braunschweig packend umgesetzt. Aus wenig Requisiten, viel Lichtwechseln und sechs Schauspielern zaubern er und Ausstatterin Jasna Bosnjak ganze Theaterwelten. Atmosphäre, Timing, sprachlich wie choreographisch pointiert erfasste Charaktere und Mut zum Gefühl – da stimmt einfach alles. Was auch dem exzellenten Ensemble zu danken ist. Allen voran Cino Djavid gibt mit schöner Modulation und manchmal stutzender Retardierung den Jungen Iason, der Heldentum erstmal ausprobiert. [...] Isabell Giebeler spielt als Medea überzeugend die wahrhaft Verliebte, die um Iasons willen Volk und Vater verrät. [...] Götz van Ooyen mimt unternehmungslustig alle Feinde Iasons, darunter schön hochnäsig arrogant den sadistischen Vater Medeas. Saskia Taeger gibt mit oft ironischem Ton und Kleiderwechsel die Göttinnen und auch das sprechende Schiff Argos. Unter den grandiosen Kumpeln ist Luca Füchtenkordt auch der bullige Herkules, einer jener starken Freunde, die man im Leben manchmal hinter sich lassen muss. Und Johannes Kienast glänzt unter anderem als körperlich aufdringlicher Proll-Gemahl der Königin Arete.

Viel Applaus für ein so poetisches wie actionreiches, humorvolles wie berührendes Theaterspiel, das ab 13 gedacht ist, aber auch Älteren dringend zu empfehlen ist.

Besetzung
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