Moskau, Tscherjomuschki | ©thomas m. jauk
 
Musiktheater

Moskau, Tscherjomuschki

 
Gewählter Termin

zum letzten Mal

Donnerstag, 31.05.2018 um 19:30 Uhr

Großes Haus

Einführung 18:45 Uhr

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Sonntag, 27.05.2018
14:30 Uhr, Großes Haus
zum vorletzten Mal
Einführung 13:45 Uhr

mit Kinderbetreuung (ab 3 Jahren), Anmeldung bis 25.05. an besucherservice@staatstheater-braunschweig.de

mit Audiodeskription, Anmeldung bis 21.05. an barrierefrei@staatstheater-braunschweig.de

Donnerstag, 31.05.2018
19:30 Uhr, Großes Haus
zum letzten Mal
Einführung 18:45 Uhr

Musikalische Komödie in drei Akten
von Dmitri Schostakowitsch
Libretto von Wladimir Mass und Michail Tscherwinski
Deutsch von Ulrike Patow
in deutscher Sprache

 

Wie heutzutage in vielen deutschen (Universitäts-)Städten herrscht Wohnungsnot im Moskau der 50er Jahre. Ohne Rückzugsort werden öffentliche Räume zum Platz für eigentlich Privates, unterschiedliche Geschichten nebeneinander gelebt und schließlich vereint in der Sehnsucht nach einem Zuhause. Projektionsfläche für all diese Hoffnungen ist das Neubaugebiet Tscherjomuschki (Paradies), in das die ProtagonistInnen aufbrechen.
Mit musikalischem Witz bündelt Schostakowitsch in dieser russischen Operette individuelle Träume und demonstriert liebevoll die Stärke der Gemeinschaft in Zeiten prekärer Umstände.

Aufführungsdauer ca. 2 Stunden und 45 Minuten inkl. Pause
 

Москва, Черемушки
В Москве пятидесятых годов, как и во многих современных (университетских) городах Германии, царит жилищный кризис. Без возможности уединения общественные места становятся пространством для того, что действительно личное; различные истории переживаются бок о бок и объединяет их поиск Дома. Главные действующие лица переселяются в новостройки района Черемушки, где и разворачивается действие оперетты. С музыкальным юмором объединяет Шостакович личные мечты в русской оперетте, а также с любовью демонстрирует силу общества в трудные времена.

 

Pressestimmen

Unter süffigen Walzerklängen führt Dmitri Schostakowitsch in seiner Operette »Moskau, Tscherjomuschki« von 1959 eine bunte Gruppe Sowjetbürger in die neue Mustersiedlung vor den Toren der Hauptstadt. Ein paar satirische Spitzen gegen die korrupte Parteiallmacht inklusive: Der Hausverwalter Barabaschkin verschafft dem Funktionär durch Zusammenlegung eine größere Wohnung, die nun Lidotschka fehlt.Am Staatstheater Braunschweig kostet Regisseur Neco Celik die Typenkomödie durch Karikatur weidlich aus. [...] Celik allerdings ist ein Virtuose der Personenführung, weiß die Massen zu einem Individuenschwarm mit hundert Details zu arrangieren. Der Chor zieht da wie die Sängersolisten wunderbar mit, entfaltet auch mitreißende Kraft. Wie überhaupt die spielfreudigen Sänger den Abend prägen. Allen voran Vincenzo Neri als sympathischer Traumtänzer Boris, der als Rosenverkäufer sein Glück machen will und dabei sein sehnendes Herz wie seinen geschleiften Rosenstrauß an die Frau zu bringen sucht. Neri lässt dazu seinen so weichen wie klangprächtigen Bariton in lyrischen Couplets ertönen.Aber die Frauen des Sozialismus sind kompliziert. Jelena Bankovic als plötzlich wohnungslose Lidotschka glänzt in blühenden Kantilenen, lässt den armen Boris aber im Ungewissen. Als selbstbewusste Handwerkerin Ljusja trumpft Ivi Karnezi mit kräftigem Sopran auf und lässt den agilen Chauffeur Sergej (Matthias Stier) schmachten. Und Carolin Löffler als luxussüchtige Wawa heizt ihrem Funktionär (Michael Eder) bei allem ranschmeißerischen Gepiepse tüchtig ein, um ihre Ansprüche durchzusetzen. Löffler macht das auch sängerisch zum Kabinettstück mit rassigem Ton. [...] Am Pult des genüsslich aufspielenden Staatsorchesters gibt »Genosse Kapellmeister« Iván López Reynoso tüchtig Schmackes, lässt die Pauke knallen, wechselt rasant zwischen den Tempi und Temperamenten, gezupften und gestrichenen Walzern, lyrischen Liedern und Chorpower. [...] die Produktion wurde am Ende [...] vehement mit Jubel und Bravos gefeiert. Der tolle Einsatz des Ensembles hat's verdient.

Und nun folgt eine musikalische Komödie der besonderen Art, Dmitri Schostakowitschs »Moskau, Tscherjomuschki«, eine Art Sowjetoperette mit Anklängen an Offenbach, Lehár, Puccini, Weill, vor allem aber an Volks-, Film- und Salonmusik. Um es vorweg zu sagen: Die Premiere wurde zu einem brillanten, sowohl knalleffekt- wie ironiegesättigten Spektakel, das bestens unterhielt und gute Laune vermittelte. Selten so viel geschmunzelt und gelacht im Musiktheater. [...] Eine überragende Aufführung, die das Zeug hat zum Publikumsrenner. Unbedingt eine Reise wert.

Besetzung am 31.05.2018
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