Sideways Rain | ©alias dancers
 
Tanztheater

Sideways Rain

 
Gewählter Termin

Sonntag, 13.05.2018 um 18:00 Uhr

Großes Haus

Einführung 17:15 Uhr

Alle Termine
Freitag, 27.04.2018
19:30 Uhr, Großes Haus
Premiere
Einführung 18:45 Uhr | anschließend Premierenfeier
Samstag, 12.05.2018
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 18:45 Uhr
Sonntag, 13.05.2018
18:00 Uhr, Großes Haus
Einführung 17:15 Uhr
Montag, 21.05.2018
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 18:45 Uhr
Freitag, 25.05.2018
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 18:45 Uhr
Samstag, 02.06.2018
19:30 Uhr, Großes Haus

Tanzstück von Guilherme Botelho

 

Ein Strom aus Körpern in Bewegung, über die Breite der Bühne, im permanenten Fluss – nicht viel mehr benötigt der brasilianische, in Genf beheimatete Choreograf Guilherme Botelho für sein Stück. »Sideways Rain« besteht aus purer Fortbewegung: Ununterbrochen fallen, robben, stolpern, rennen die 21 Tänzerinnen und Tänzer, bleiben stehen, beginnen von vorne, wie Getriebene, oder als seien sie einem unsichtbaren Sog erlegen. Das anfängliche Kriechen steigert sich temporeich zu einer Folge hochkomplexer Bewegungen, die die Körper an ihre physischen Grenzen bringen. Botelho begreift dieses faszinierend einfache und mitreißend hypnotische Treiben als Sinnbild für das Menschsein an sich, für den Fluss des Lebens. 

Aufführungsdauer ca. 60 Minuten, keine Pause

 

Pressestimmen

Guilherme Botelho, choreographer and director of Alias, has admitted to being a »keen runner and a big fan of Charles Darwin«, and it is clear that both enthusiasms have inspired Sideways Rain. The dancers cross the stage on a continuous loop, their repeating, ensemble movements making a gradual progression from a patient crawl to a springing, athletic run. It's a timeline of evolution, choreographed as minimalist dance. If the concept sounds painfully schematic, Botelho and his collaborators have turned it into a spectacle of visual and emotional power.

Die Ausgangslage ist dermassen einfach und in der Wirkung ebenso überzeugend, dass diese Choreographie ein Schulbeispiel abgeben könnte, um tanzfremde Zuseherinnen jeden Alters mit dem zeitgenössischen Tanz vertraut zu machen. Die Tänzer rennen, kriechen, rollen, poltern und tanzen über eine Stunde lang kontinuierlich von links nach rechts über die Bühne. Das ist eigentlich schon alles. Nur: Durch die individuelle Physiognomie der Tänzerinnen ist eben ein Auf-allen-vieren-Kriechen von vierzehn verschiedenen Menschen gleichsam ein Paradebeispiel für Diversität, stellt im grossen Bogen der Dramaturgie ebenso die Evolution des Menschen dar und gibt ein verblüffendes Zeugnis der vielen verschiedenen körperlichen Möglichkeiten ab, sich mehr oder minder anstrengend vorwärts zu bewegen. Kommt hinzu, dass »Sideways Rain« die Wirkung bereits einberechnet, denn wenn plötzlich jemand in all dem Bewegungssog stehenbleibt, bewegt sich der Boden gefühlt räckwärts, und bevor der Reigen nach rund vierzig Minuten einen Anflug von Müdigkeit zulässt, spannen die Tanzenden Hunderte von Fäden, um danach noch kurz nackt dahinter durchzurennen, was die automatische Assoziation zur Bewegungsstudie eines rennenden Mannes aus diversen Einzelfotos von Eadweard Muybridge hervorruft, bis die Reprise des Anfangs den grossen Loop der Produktion wie etwa der Entwicklung des Lebens antönt.

radikal minimalistische[s] Werk, in dem die Tänzerinnen und Tänzer in einem endlosen Fluss wie Vektorpfeile über die Bühne schiessen. Ein faszinierendes Konzeptstück, das berauschend wie eine Droge wirkt.

Guilherme Botelho’s choreography is extreme and pared down to the bone. The cast are a remarkable ensemble in the truest sense - their movements, many of which are intricate and complicated - are as synchronised as any classical corps de ballet. The impact of this piece can only be monitored by the subconscious; there was a moment when I believed that the stage itself was moving like a conveyor belt, such was the potency of the illusion. The text is as clear as a bell, of course - that we are all rushing headlong in the same direction to an enigmatic destiny. The herd instinct is strong, principally as a method of survival; to stand out from the crowd, to stop the flow, is to invite censure and possible danger. At times, the performers are like baby crabs scuttling across the sand to the safety of the sea; at others, they are simply lemmings heading for the cliff edge. As it progresses, there is a sense of evolution, with each successive traversal becoming more complex. The final sequences in which a man vainly tries to stop the tide, Canute-like, and the threads that are pulled across the stage to create a shimmering skein for the last crossings - which they all perform naked - suggests a cycle of birth/death/rebirth that is deeply affecting. Not an easy night. But ultimately a rewarding one.

keyboard_arrow_up

Die Veranstaltung wurde vorgemerkt

↦ Zu meinen gemerkten Veranstaltungen gehen
↦ Hinweis schließen