Transit | ©Birgit Hupfeld
 
Schauspiel

Transit

 
Gewählter Termin

Einführungsmatinee

Sonntag, 25.03.2018 um 11:15 Uhr

Kleines Haus

Aktuell keine Termine geplant.

Anna Seghers

 

Alle Welt will nach Europa. Vor 100 Jahren sah das anders aus. Da wartete man an den südeuropäischen Küsten sehnsüchtig auf ein Visum, das die Ausreise gewährte. Und um ein solches zu ergattern, bediente man sich auch unlauterer Mittel – denn am Ende ermöglichen nur die richtigen Papiere die Freiheit. Obwohl der rastlose Erzähler in Anna Seghers‘ Roman seine spektakuläre, bedrückende, unmögliche Freiheit liebt, weiß er genau: Für ihn ist Fliehen auch keine Lösung.

Alice Buddeberg wurde 2011 für ihre prägnanten, poetischen Klassikerinszenierungen mit dem Kurt-Hübner-Preis ausgezeichnet und inszeniert diese Geschichte als zutiefst menschliche Suche nach einem Zuhause in einer ungastlichen Welt.

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde und 45 Minuten, keine Pause

Begleitmaterial für Pädagogen erhalten Sie auf Anfrage beim Jungen Staatstheater unter theaterfieber@staatstheater-braunschweig.de

 

Pressestimmen

Politthriller und Liebesgeschichte, Krimi und philosophisches Gedicht – Anna Seghers‘ Meisterroman »Transit« macht die authentischen Ereignisse um ihre Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland zu einer Parabel über Identität und den Halt im Irdischen. Zugleich liegen die aktuellen Bezüge auf der Hand, damals wie heute treiben Krieg und Verfolgung Menschen übers Meer, einer vagen neuen Heimat zu.
[...] In der Mitte postiert sich der Erzähler und bleibt da auch im Wesentlichen. Das ist stark am Beginn, wenn Johannes Kienast seine aufgestauten Geschichten in einem wahren Wasserfall des Mitteilungsdrangs über die Zuschauer ergießt.
[...] Die Botschaft ist sehr wohl zu begreifen […]. Es gibt so kleine Momente. Wenn Joshua Seelenbinder sich als haltsuchender Junge in den Erzähler schmiegt. Wenn Tobias Beyer als Arzt im Angesicht der eigenen Krankheit seine Bestimmung findet. Wenn Isabell Giebeler den Erzähler küsst, aber doch deutlich wird, dass sie immer an dem verschollenen Dichter hängen wird, dessen Papiere der Erzähler übernommen hat und den er durch seine Transitpapieraktionen nun quasi wiederbelebt.
Die koboldhafte Gertrud Kohl als Frau mit Koffer entpuppt sich als Geist jenes toten Dichters mit dem unfertigen Roman und somit Alter ego Anna Seghers'. 

Besetzung
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