430 Jahre Staatsorchester

Das Staatsorchester Braunschweig bestreitet mittlerweile seine 429. Spielzeit und gehört somit zu den ältesten Kulturorchestern der Welt. Hervorgegangen ist es aus der 1587 gegründeten Hofkapelle des Herzogs Julius zu Braunschweig-Wolfenbüttel. Seine Entwicklung zu einem modernen Opern- und Sinfonieorchester ist verbunden mit Namen wie Schütz, Spohr, Mendelssohn Bartholdy, Berlioz, Liszt oder Strauss, die als Kapellmeister oder Dirigenten eigene Werke in Braunschweig vorstellten. Neben Formaten wie »Pop meets Classic« und »Klassik im Park« mit über 20.000 Besuchern sowie zahlreichen Film- und Sonderkonzerten in der Region bestreitet das Staatsorchester in Braunschweig jährlich eine Reihe von Sinfoniekonzerten.

Im Mittelpunkt der Konzert-Spielzeit 2016/2017 stehen die Werke zweier Heroen der Gattung Sinfonie, nämlich Ludwig van Beethoven und Gustav Mahler. Sie stellen die Gipfel des sinfonischen Repertoires dar, die gleichsam für Aufbruch und Ausklang der Ära der bürgerlichen Konzertkultur stehen. Das Staatsorchester hat sich in den letzten Jahren besonders intensiv mit diesen beiden Komponisten befasst; dabei hat es Beethovens sämtliche neun Sinfonien unter der Leitung von Stefan Soltesz neu erarbeitet und in Wolfsburg zu einer zyklischen Aufführung gebracht. Von Gustav Mahler werden diesmal die eher selten zu hörende 6. Sinfonie und seine 9. Sinfonie unter Soltesz' Leitung erklingen.