1. Sinfoniekonzert

Gustav Mahler Sinfonie Nr. 2 c-Moll »Auferstehungssinfonie«
Musikalische Leitung Srba Dinić
Solistinnen Jelena Banković, Sopran | Jelena Kordić, Mezzosopran
Chor des Staatstheaters Braunschweig | KonzertChor Braunschweig

Unmittelbar nach der Vollendung seiner 1. Sinfonie 1888 hegte Gustav Mahler bereits Ideen für ein sinfonisches Nachfolgewerk. Eine »Todtenfeier« sollte es werden, mit der der Komponist des Wanderers – seines »heimatlosen Helden«, der im dritten Satz seines Erstlingswerks auftaucht – gedenken wollte. Erste Skizzen waren schnell angefertigt, die Mahler dem Dirigenten Hans von Bülow auf dem Klavier vorspielte. Dieser hielt sich jedoch die Ohren zu und konstatierte: »Wenn das noch Musik ist, dann verstehe ich nichts mehr von Musik.« Im Jahr darauf starb von Bülow und Mahler nahm an dessen Totenfeier in Hamburg teil, die ihn weiter inspirieren sollte. »Die Stimmung, in der ich da saß und des Heimgegangenen gedachte, war so recht im Geiste des Werkes, das ich damals mit mir herumtrug«, erinnerte sich Mahler später. »Da intonierte der Chor von der Orgel den Klopstock-Choral: ,Aufersteh'n...'! Wie ein Blitz traf mich dies, und alles stand klar und deutlich vor meiner Seele.«

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All die Eindrücke, die Mahler in Hamburg sammeln konnte, fanden Eingang in seine fünfsätzige 2. Sinfonie, der er zunächst ein Programm unterlegte, das die Trauer um einen geliebten Menschen zum Thema hat. Mahler zog dieses Programm jedoch später wieder zurück, da es keine direkte Auswirkung auf die musikalische Gestaltung hatte. Das Werk beginnt wie es endet: kraftvoll und zugleich ungemein schmerzvoll. Dazwischen erklingen viele Themen, die sich um Tod und Vergänglichkeit drehen, wie die »Dies Irae«-Sequenz aus der katholischen Totenliturgie oder die Lieder »Des Antonius von Padua Fischpredigt« und »Urlicht« aus »Des Knaben Wunderhorn« – ersteres wird nur instrumental intoniert, letzteres vom Solo-Alt gesungen. Am Ende steht, untermauert von orchestraler und vokaler Wucht und unter Einbeziehung eines Fernorchesters, schließlich der bereits erwähnte Klopstock-Choral von der Auferstehung, der dieser Sinfonie ihren Namen gab (auch wenn er nicht von Mahler stammt).


Während der Sinfoniekonzerte an Sonntagen bieten wir eine Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Jahren an.