6. Sinfoniekonzert

»Scherzo«

Giuseppe Sammartini Blockflötenkonzert F-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart Divertimento D-Dur KV 136
Georg Philipp Telemann Blockflötenkonzert C-Dur TWV 52:C1
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Solist und Musikalische Leitung Maurice Steger

Giuseppe Sammartini, geboren 1695 in Mailand und 1750 in London gestorben, war ein italienischer Komponist, der aber vor allem als einer der bedeutendsten Oboenvirtuosen seiner Zeit gerühmt wurde. Sein Rang als Komponist beruhte vor allem auf seinem umfangreichen kammermusikalischen OEuvre, darunter 24 Flöten- und 30 Triosonaten. Sammartinis Musik baut dabei auf den Errungenschaften der barocken italienischen Instrumentalmusik (Corelli, Vivaldi) auf, zeigt aber auch Händels Einfluss. Das Blockflötenkonzert F-Dur gilt als Giuseppe Sammartinis heutzutage bekanntestes Werk. Vermutlich schrieb es der Komponist zum eigenen Gebrauch, für einen Konzertauftritt in London in den 1730er Jahren. In seinem F-Dur-Konzert zeigt sich Sammartini als ein fantasievoller Komponist mit einem ausgeprägten Interesse daran, den Dialog zwischen dem Solisten und dem begleitenden Streichorchester einfallsreich zu gestalten. 

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Sein Divertimento D-Dur KV 136 schrieb Wolfgang Amadeus Mozart 1772 nieder, als er nach den erfolgreichen Aufführungen seiner Opern »Mitridate« und »Ascanio in Alba« in Mailand ins heimatliche Salzburg zurückkehrte. Die Studien, die er während seines Italienaufenthalts betrieben hatte, flossen nun in drei zierliche Divertimenti ein, die aufeinander Bezug nehmen und allesamt einer dreisätzigen Architektur folgen: auf ein singendes Allegro folgt ein kantables Andante, das wiederum in ein tänzerisches Finale mündet.

Georg Philipp Telemann schrieb Konzerte für Blockflöte, wobei er stilistische Anregungen aus Italien und Frankreich aufnahm und diese gekonnt mit der deutschen sogenannten »gelehrten und arbeitssamen Vielstimmigkeit« verband.

Im Gegensatz zur 1. Sinfonie schärfte Ludwig van Beethoven mit seiner »Zweiten« deutlich sein Eigenprofil: Der reifere Mozart und nicht mehr der für die Zeit antiquierte Haydn schimmert hier als Inspirationsquelle durch. Mit diesem Werk markierte Beethoven endgültig die Wende von der heiteren und unbeschwerten Klassik hin zur gefühlsgetränkten und schwermütigeren Frühromantik. Die Zeitgenossen reagierten auf dieses Übergangswerk zunächst irritiert, denn dieser »wilden Koloss« entsprach nur bedingt ihren Erwartungshaltungen. Von »wahrem Feueratem« sprach man angesichts der ungestüm-kraftvollen Musik nach der Uraufführung des Werks am 5. April 1803 im Theater an der Wien – eine Aufführung, die die Zuhörer sichtlich in den Bann gezogen hatte.


Während der Sinfoniekonzerte an Sonntagen bieten wir eine Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Jahren an.

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