7. Sinfoniekonzert

»Traumgekrönt«

Alban Berg Sieben frühe Lieder
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 9 D-Dur
Solistin Michaela Selinger
Musikalische Leitung Stefan Soltesz

»Was lange währt, wird endlich gut« – dieses Sprichwort gilt besonders für die »Sieben frühen Lieder« von Alban Berg. Auf die Poesie von Theodor Storm, Rainer Maria Rilke und anderen Dichtern destillierte er sie in den Jahren 1905 bis 1908 aus früheren Kompositionen. Doch erst 1917 brachte er die Lieder in Reinschrift und es sollte nochmals zehn Jahre dauern, bis er sie sowohl in einer Klavier- als auch in einer Orchesterfassung erstmals publizierte. Das Liedschaffen Gustav Mahlers war ihm in jeder Hinsicht Vorbild: Durch einige der Lieder schimmert unverkennbar die spätromantische Färbung der Musik Mahlers hindurch, andere Lieder wiederum lassen Merkmale der Atonalität erkennen, die Bergs späteres Markenzeichen wurde. Alle Lieder, so unterschiedlich sie stilistisch auch sein mögen, haben eines gemeinsam: Sie tragen die Widmung »Meiner Helene« und sind damit Zeugnis der innigen Beziehung Bergs mit seiner Ehefrau.

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Die Uraufführung am 26. Juni 1912 der 9. Sinfonie D-Dur sollte ihr Schöpfer nicht mehr erleben. Schon als Gustav Mahler 1908 mit der Komposition begann, waren seine persönlichen Umstände geprägt von Krankheit und Verlust: Im Jahr zuvor war seine Tochter gestorben, bei ihm selbst wurde ein Herzleiden diagnostiziert und er hatte seinen Rücktritt vom Posten des Wiener Hofoperndirektors zu verkraften. An Bruno Walter, der später die Uraufführung mit den Wiener Philharmonikern dirigieren sollte, schrieb Mahler über diese Sinfonie: »Es ist da etwas gesagt, was ich seit längerer Zeit auf den Lippen habe – vielleicht (als Ganzes) am ehesten der IV. an die Seite zu stellen. (Doch ganz anders.)« Beiden Werken, der »Vierten« wie der »Neunten«, sind Gedanken an die Vergänglichkeit immanent. Während aber die »Vierte« in sich geschlossener erscheint, tritt in der »Neunten« deutlich eine Art Brüchigkeit hervor. Auch über diese Verbindung hinaus finden sich in der »Neunten« alle Züge, die charakteristisch für die Sinfonik Mahlers sind; und dennoch beschritt er neue Wege: So beginnt und endet die »Neunte« unkonventionell mit einem langsamen Satz, während die beiden mittleren Sätze schnell sind. Damit wohnt in allem das Prinzip einer quasi unaufgelösten Dialektik inne: Wie Mahler am Beginn des Werks die Entstehung von Musik komponiert, so thematisiert er an dessen Ende ihr Verstummen und richtet den Blick – wie Theodor W. Adorno formulierte – »fragend ins Ungewisse«.

 

»Weller für Okerwelle«
Orchesterdirektor Martin Weller stellt auf Radio Okerwelle das 7. Sinfoniekonzert der Spielzeit vor

Während der Sinfoniekonzerte an Sonntagen bieten wir eine Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Jahren an.

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