Ein Deutsches Requiem

von Johannes Brahms
Tanzstück von Gregor Zöllig | Uraufführung

»Ich bin ganz und gar entzückt von Deinem Requiem, es ist ein ganz gewaltiges Stück, ergreift den ganzen Menschen in einer Weise wie wenig anderes.« – So schrieb Clara Schumann 1867 an den Komponisten Johannes Brahms über sein außergewöhnliches neues Werk. Außergewöhnlich ist, dass Brahms in seinem Deutschen Requiem nicht die üblichen lateinischen Messtexte verwendet, sondern selbst gezielt Bibelstellen aus dem Alten und Neuen Testament auswählt, welche die Sterblichkeit des Menschen und die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod thematisieren und damit den Hinterbliebenen Trost spenden sollen.

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Johannes Brahms wendet sich in seiner Komposition ganz klar von der Tradition des lateinischen Requiems ab, welches in seiner festgelegten Liturgie um die alsbaldige Erlösung des Verstorbenen bittet. Sein Deutsches Requiem ist vielmehr eine musikalische Meditation über den Tod, nicht gebunden an einen einzelnen Trauerfall und eben darum für jeden ein Angebot, sich mit den »letzten Dingen« auseinanderzusetzen. Der sehr persönliche Tonfall des Werkes erlaubt jeder Zuhörerin und jedem Zuhörer eine Identifikation.

Somit stehen in Brahms’ Requiem der Mensch und das Menschsein selbst im Mittelpunkt. Hier knüpft Choreograf Gregor Zöllig gemeinsam mit seinen Tänzerinnen und Tänzern an und fragt im Horizont des uns alle erwartenden Todes, was das menschliche Leben eigentlich ausmacht. Was treibt uns an? Wie können wir durch unser Tun gegen die Sterblichkeit angehen? Und wie können wir es schaffen, unserem Leben einen positiven Sinn zu geben?

Presse

»Zur Musik von Johannes Brahms entspinnen sich zu den insgesamt sieben Sätzen des Requiems ergreifende tänzerische Nummern. Unter Anleitung ihres Tanzdirektors, dem Schweizer Gregor Zöllig, hat das Braunschweiger Ensemble eine meditative und anrührende Choreografie entwickelt. [...] Das Ergebnis stellt sich als Glücksfall heraus. Musik und Tanz gehen in der neuen Braunschweiger Inszenierung eine erstaunlich harmonische Verbindung ein. [...] Das Experiment ist gelungen: Zum Schluss der Vorstellung brandet minutenlanger Applaus auf, und das Publikum verlässt sichtlich berührt den Saal.« NDR.de

»Besonders schön, wenn alle Ensemblemitglieder gleichzeitig geradezu vogelfrei ihr individuelles Bewegungsvokabular zum kämpferischen Ausdruck nutzen. Spielfreudig und wandlungsfähig. Das sind Szenen von hoher tänzerischer Energie.« Die Deutsche Bühne

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Premiere am 19.02.2016

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