JUNGES! Staatstheater

!AUGEN AUF! VERSTAND EIN! LIEBE!


Hello cuties!

Alles in rosa, mit Blumen, Schmetterlingen und Herzchen, mit Worten wie »Dream« oder »Love« bedruckt: Das ist für euch, Girls!

 

Hey boys!

Cooles Blau, Explosionen, Fußbälle, Autos und mit »Legend« oder »Hero« überschrieben – das ist alles für euch! BÄM!

 

Und damit kein Missverständnis entsteht, habt ihr es auch noch auf die Verpackung geschrieben: Für Mädchen / Für Jungs.  Danke, Marketing! I can’t live without youuuu!
Irgendetwas stimmt hier nicht. Let me think:

 

Meine kleine Tochter hat bereits jetzt eine wesentlich bessere Ballschusstechnik als mein Sohn je hatte und der wiederum lässt sich nur durch Tanzen von Büchern, Handy und Konsole wegbringen. Da ist etwas in meinen Kindern, was nicht eindeutig den Kategorien Rosa oder Blau zugeordnet werden kann. Was ist mit all den Zwischentönen, die es in den Persönlichkeiten von Kindern und Jugendlichen gibt, die sie besonders und unverwechselbar machen? Natürlich, ich kann meiner Tochter »Jungs-Kram« und meinem Sohn die »Mädchen-Sachen« kaufen – nach einer Lösung fühlt sich das aber nicht an. Ich bleibe schließlich im binären Jungs-Mädchen-Schema, das sich in der Folge auch weit über das Kinderzimmer oder den Kleiderschrank hinaus fortsetzt: Die Kleidung bestimmt nicht nur die Norm für Schönheit, sondern will ihr auch eine sexuelle Orientierung einschreiben. Sehr aggressiv wird uns ein Schönheitsideal und damit ein ausschließlich heteronormatives Geschlechtersystem untergejubelt und mitverkauft. Was aber, wenn ein Kind sich darin nicht wiederfindet? Wenn es später ganz anders sein, aussehen und lieben möchte, aber nie erleben konnte, dass es andere Möglichkeiten gibt, den eigenen Ausdruck zu finden? Und wenn doch, dass dieser nur mit der Erfahrung von Diskriminierung einhergeht? Wie schaffen wir es, dass Kinder und Jugendliche ihren eigenen Ausdruck finden und den Mut haben, zu ihrem »so sein« zu stehen, damit sie zu starken Persönlichkeiten heranreifen – ohne Angst vor Stigmatisierung?

Darum geht’s doch.

Sicher scheint zu sein, dass vieles davon abhängt, dass wir Kinder als Individuen sehen. Und sehen, was sie ausmacht und ihnen mit bedingungsloser Liebe begegnen, wo wir nicht alles verstehen und sie mit großem Rückhalt in ihrer Suche nach der eigenen Identität unterstützen und bestärken. Mit Verständnis statt Angst. Mit Freiheit statt Ausgrenzung. Mit Liebe statt Werbung.
In dieser Spielzeit untersuchen wir die Aspekte von SEX / GENDER / BODYBILDERN und wollen mit den Möglichkeiten des Tanztheaters, des Schauspiels und der Musik davon erzählen. Und wir wollen's bunt, laut, leise, zart, lustig, wild, traurig, poetisch und immer direkt. Immer mit offenem und liebevollem Blick.

Deswegen:


!AUGEN AUF! VERSTAND EIN! LIEBE!

 

Ihr
Jörg Wesemüller
Leiter JUNGES! Staatstheater

Mit freundlicher Unterstützung

Vermittlung

Workshops
Premierenklasse
Probenbesuch »Achtung Durchlauf!«
Let's talk about it
Begleitmaterial & Infobrief für Lehrkräfte
Lehrkraftfortbildungen
Theater in die Schule
Konzertvermittlung
Theater.Fieber Plus
Kontakt
Rhapsody in School – Rhapsody goes Opera!

Mach mit!

Projekte
tanzwärts!
Amo – Braunschweig Postkolonial
Widersprechen! Aber wie?
FSJ / BFD / Praktikum / Zukunftstag

Hinter den Kulissen

 

Regie und Choreografie Liliana Barros, Moritz Beichl, Martin Grünheit, Henrietta Horn, Besim Hoti, Marie-Luise Krüger, Tobias Mertke, Franziska-Theresa Schütz, Christian Weiß, Jörg Wesemüller, Gregor Zöllig
Bühne und Kostüme Moritz Bleichl, Jasna Bošnjak, Ester Criado Valladares, Ekachai Eksaroj, Philipp Kiefer, Imke Paulick, Flaut M. Rauch, Maria Reyes Perez
Musik Frieder Hepting, Erich Lesovsky, Jacopo Salvatori, Jörg Wockenfuß
Musikalische Leitung Johanna Motter
Video Flaut M. Rauch, Meike Töpperwien
Produktionsassistenz Christine Wagenleiter

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