Dagmar Schlingmann

Dagmar Schlingmann studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Köln. Als Regieassistentin und Dramaturgin begleitete sie die Arbeit von Regisseuren wie Manfred Karge und Dimiter Gottscheff. Seit 1986 inszenierte sie als freie Regisseurin im deutschsprachigen Theaterraum, u.a. in Köln, St. Gallen und Luxemburg, bevor sie von 1998 bis 2000 als Schauspieldirektorin an das Landestheater Linz engagiert wurde. Von 2001 bis 2006 war sie Intendantin am Theater Konstanz; danach hat sie bis 2017 als Generalintendantin das Saarländische Staatstheater in Saarbrücken geleitet.

Seit der Spielzeit 2017/18 ist Dagmar Schlingmann Generalintendantin am Staatstheater Braunschweig, wo sie 2017 Bernard Shaws Komödie »Haus der gebrochenen Herzen« sowie 2019 »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« von Bertolt Brecht und »Der Kirschgarten« von Anton Tschechow inszeniert hat. Viele Klassiker finden sich unter ihren zahlreichen Inszenierungen, daneben zeitgenössische Stücke und immer wieder Werke von Brecht. Ihr Theaterschaffen zeichnet nicht nur die konstante Auseinandersetzung mit den relevanten Themen der Gegenwart aus, sondern insbesondere die intensive Suche nach dem adäquaten theatralischen Ausdruck sowie die Lust am Denken in komplexen Zusammenhängen. Unter ihrer Leitung wurde das Staatstheater Braunschweig im Juni 2019 mit dem Martin-Linzer-Theaterpreis der Zeitschrift Theater der Zeit ausgezeichnet.

Seit 2007 arbeitet Dagmar Schlingmann auch erfolgreich als Musiktheater-Regisseurin; zuletzt hat sie an der Staatsoper Hannover 2016 Hans Werner Henzes Oper »Die englische Katze« und am Staatstheater Braunschweig Anfang 2019 Benjamin Brittens »The Turn of the Screw« auf die Bühne gebracht. In der laufenden Spielzeit inszeniert sie Beethovens »Fidelio« (Premiere am 2.5.2020).

©Fotografie Bjoern Hickmann

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