Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an die Zukunft denken? Sind Sie optimistisch, gespannt? Oder aber machen Sie sich Sorgen, fürchten sich gar? Welche Themen sind es vorwiegend, die Sie bewegen – jene, die globale oder gesellschaftliche Implikationen tragen oder zunächst die, die Sie persönlich und Ihr direktes Umfeld betreffen? Und lassen Sie die Dinge geschehen oder gestalten Sie die Zukunft selbst?

 

Diese Zeilen und Fragen formulierten wir bereits im Februar für das Spielzeitheft der Saison 2020/21. Heute, drei Monate später, lesen sie sich unter gänzlichen neuen Vorzeichen – Ihre persönlichen Antworten haben sich wahrscheinlich ebenfalls verändert. Auch wir sehen uns veranlasst, unsere Planung den Gegebenheiten dieser besonderen Zeit anzupassen. So wird die Saison mit einem Werk eröffnet, das bereits im Mai hätte Premiere feiern sollen: Ludwig van Beethovens »Fidelio«. Um etwaigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen kreativ zu begegnen, werden Sie bei uns eine besondere Fassung der Oper erleben, die auf einer Einrichtung von Wenzel Sedlák für Kammerensemble basiert und von Beethoven autorisiert worden ist.

 

In den folgenden Premieren stehen die Schicksale und Handlungen zweier unterschiedlicher Frauen im Zentrum: Rusalka will ihre Zukunft selbst bestimmen und ist bereit, für ihren Traum vom Menschsein alles zu riskieren, während die Zauberin Alcina im Reich ihrer Vergangenheit und von der Täuschung anderer lebt. Als ihr Bann aber gebrochen wird, ist sie nicht nur ihrer Vergangenheit beraubt, sondern auch ihrer erhofften Zukunft.

 

Mit »Die Zauberflöte« steht nicht nur der Klassiker des Opernrepertoires auf dem Programm, sondern auch ein Stück, das die Menschlichkeit diskutiert und fragt, auf welcher Grundlage, mit welchen Prinzipien wir miteinander leben und umgehen. Diese Debatte wird zuvor schon »Dead Man Walking« mit einer Geschichte über Schuld und Vergebung, moralisches Handeln und die menschliche Fehlbarkeit anstoßen.

 

Mit Hosokawas »Hanjo« zeigen wir eine Frau, deren Gegenwart ausschließlich aus der Hoffnung eines längst vergangenen Versprechens besteht: Yoshio hatte sie einst mit dem Versprechen auf ein Wiedersehen verlassen. Nun verbringt die Geisha ihre Tage als Eigentum einer anderen Frau und wartet tagein tagaus auf die Rückkehr ihres Geliebten ...

 

Im Kammermusical »The Last Five Years« im Kleinen Haus werden Vergangenheit und Gegenwart direkt aufeinanderprallen und auf charmante Weise zeigen, wie subjektiv doch unser Verständnis vom Lauf der Zeit und der Wahrnehmung von Ereignissen oder Handlungen und deren Folgen ist.

 

Möglicherweise kann das Musiktheater einige Ihrer Fragen beantworten und Sie Ihre Zukunftsängste während Ihres Besuchs bei uns vergessen lassen. Vor allem aber kann es ein Ort sein, an dem Sie sich auf die verschiedensten Schicksale einlassen dürfen und emotionale Geschichten erfahren können, die Aspekte Ihres eigenen Lebens berühren.

 

Wir laden Sie ein, mit uns in diese Welten einzutauchen und Oper auch unter besonderen Bedingungen zu erleben und genießen.

 

Ihre

Isabel Ostermann und das Team des Musiktheaters

»Ich hatte immer ein gewisses Vertrauen zur Oper.«

Friedrich Schiller

Chor & Extra-Chor

Chor

Jae Min Ahn, Sabine Brandt, Aleksandr Bukreev, Julia Chmielewska, Sunguk Choi, Ross Coughanour, Theresa Derksen-Bockermann, Steffen Doberauer, Marina Funke, Mike Garling, Krzysztof Gasz, Annegret Glaser, Mareike Glaßmann, Dagmar Goldschmidt, Yuedong Guan, Peter Hamon, Uwe Hornecker, Jasmin Jablonski, Romuald Jasinski, Sungmin Kang, Tatjana Kluge, Jennifer Kreßmann, Sebastian Matschoß, Marcellus Mauch, Janine Metzner, Wladimir Miakotine, Georg Michalkov, Andreas Sebastian Mulik, Henrike Ochmann, Jinkyung Park, Malgorzata Przybysz, Franz Reichetseder, Christiane Ritters, Andreja Schmeetz, Karen Antje Schultz, Masami Tanaka, Ilse Timmer, Daina Vingelyte, Leszek Wos

Extra-Chor

Alexandra Berg, Martina Bockhold, Ina Böger, Frank Bolte, Wiebke Braach, Sonja Braband, Frauke Büttner, Monika Burkhardt, Bastian Domin, Ingo Eilers, Malte Groß, Merle Groß, Lena Heubner, Christoph Heymer, Richard Hühn, Catrin Kademann, Diana Kager, Angelika Knackstedt, David Köhler, Dmitry Komin, Kathrin Koopmann, Martin Lagemann, Annemarie Lebbink, Annika Lohmann, Matthias Lotze, Verena Mai, Rolf Mende, Jee-Sook Min, Ursula Müller, Martin Müller-Schweinitz, Birthe Remmers, Kevin Riebandt, Gabriele Ruppelt, Robert Schrader, Sigrid Schrader, Justine Schulz, Carolin Trispel, Imke Wieckhorst, Ingrid Wiedenroth-Gabler, Michael Wolf

Grüße unserer Sängerinnen und Sänger

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