Sehr geehrtes, liebes Publikum, 

 

in der letzten Saison haben wir gefragt, welche Gedanken Sie sich bezüglich der Zukunft machen – nicht ahnend könnend, wie diese unser aller Gegenwart verändern und auf die eine oder andere Art einschneiden wird. Es wäre falsch, so zu beginnen oder weiterzumachen, als wäre nichts geschehen – uns alle begleiten die privaten und beruflichen Erkenntnisse und Einbußen durch die Corona-Pandemie fortan in unserem Leben und nicht wenige dieser Schicksalsschläge kamen dramatischen Opernhandlungen nah, denn auf der Bühne erzählen wir die Welt. Es ist unsere Aufgabe, die aktuellen und auf vielen Ebenen notwendigen und stattfindenden revolutionären Entwicklungen abzubilden. Unsere letzten Inszenierungen vor dem weltweiten Lockdown und Theater-Stillstand hatten erschreckend visionäre Szenarien wie die Ankündigung eines noch nicht zu benennenden weltweiten Virus in »Angels in America«. Wir hoffen auf eine helle Zukunft – auch für die Kultur – und verneigen uns tief vor unseren Teams und Ensembles für die Disziplin und den gegenseitigen Respekt in Krisenzeiten und dürfen Ihnen eine sehr besondere Spielzeit vorstellen, mit nachgeholten Plänen und verschobenen Produktionen, die teils noch den strengen Hygiene-Regeln der Pandemie unterlagen und vielversprechenden Neuproduktionen, die hoffentlich wieder mehr zulassen werden.    

 

Im Dezember beginnt eine Serie von Produktionen, die auf unterschiedliche Weise unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben unter die Lupe nehmen: Stehen sich in der »Zauberflöte« zwei unterschiedliche Systeme und Ideenwelten gegenüber, thematisiert »Dead Man Walking« unseren Umgang – juristisch wie emotional – mit jenen, die gesellschaftliche Regeln und Gesetze brechen. Die Uraufführung »Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wird« von Stefan Litwin nach Vorlage von Peter Weiss’ gleichnamigem Theaterstück zeigt auf eindringliche Weise, wie eine seelenlose Gesellschaft Individualität zunichte machen will. Sidney Corbetts »Das große Heft« nach Ágota Kristófs Roman fragt, wie sich Kinder einer verrohten Umgebung auf grausamste Weise anpassen, um ihr Überleben zu sichern. In Albert Lortzings »Wildschütz« dagegen werden – unter dem zarten Deckmäntelchen der Komödie – die vermeintlichen Unterschiede zwischen gesellschaftlichen Ständen dadurch nivelliert, dass alle Beteiligten einen eher fragwürdigen Umgang miteinander und mit den ungeschriebenen Konventionen betreiben.

 

Wir sind Ihnen für die Unterstützung dankbar und hoffen auf einen regen Austausch mit Ihnen, liebes Publikum, auf dass Sie mit uns gemeinsam das Musiktheater in aller Munde und lebendig halten!  

 

Ihre Isabel Ostermann und das Team des Musiktheaters 

»Ich hatte immer ein gewisses Vertrauen zur Oper.«

Friedrich Schiller

Chor & Extra-Chor

Chor

Jae Min Ahn, Sabine Brandt, Aleksandr Bukreev, Julia Chmielewska, Sunguk Choi, Ross Coughanour, Theresa Derksen-Bockermann, Steffen Doberauer, Marina Funke, Mike Garling, Krzysztof Gasz, Annegret Glaser, Mareike Glaßmann, Dagmar Goldschmidt, Yuedong Guan, Peter Hamon, Uwe Hornecker, Jasmin Jablonski, Romuald Jasinski, Sungmin Kang, Tatjana Kluge, Jennifer Kreßmann, Sebastian Matschoß, Marcellus Mauch, Janine Metzner, Wladimir Miakotine, Georg Michalkov, Andreas Sebastian Mulik, Henrike Ochmann, Jinkyung Park, Malgorzata Przybysz, Franz Reichetseder, Christiane Ritters, Andreja Schmeetz, Karen Antje Schultz, Masami Tanaka, Ilse Timmer, Daina Vingelyte, Leszek Wos

Extra-Chor

Alexandra Berg, Martina Bockhold, Ina Böger, Frank Bolte, Wiebke Braach, Sonja Braband, Frauke Büttner, Monika Burkhardt, Bastian Domin, Ingo Eilers, Malte Groß, Merle Groß, Lena Heubner, Christoph Heymer, Richard Hühn, Catrin Kademann, Diana Kager, Angelika Knackstedt, David Köhler, Dmitry Komin, Kathrin Koopmann, Martin Lagemann, Annemarie Lebbink, Annika Lohmann, Matthias Lotze, Verena Mai, Rolf Mende, Jee-Sook Min, Ursula Müller, Martin Müller-Schweinitz, Birthe Remmers, Kevin Riebandt, Gabriele Ruppelt, Robert Schrader, Sigrid Schrader, Justine Schulz, Carolin Trispel, Imke Wieckhorst, Ingrid Wiedenroth-Gabler, Michael Wolf

Grüße unserer Sänger:innen

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