01.04.2020

Leave no one behind!

Das Staatstheater Braunschweig möchte in der für alle schwierigen Situation dennoch daran erinnern, dass viele Flüchtlinge, die wirklich alles verloren haben, in der jetzigen Corona-Krise umso mehr unserer Hilfe bedürfen. Deshalb möchten wir zu einer Spendenaktion für »Ärzte ohne Grenzen« aufrufen, auch im Bewusstsein, dass wir zwar derzeit Einschränkungen unseres normalen Lebens hinnehmen müssen, aber in keiner Not-, Flucht- oder Kriegssituation leben.

 

Seit 2015 existiert das Flüchtlingslager Moira auf der griechischen Insel Lesbos. Dieses war zunächst für 3.000 Schutzsuchende ausgelegt, beherbergt aber heute ca. 20.000 Menschen. 8.000 Kinder leben im Lager und machen damit 40% der Bevölkerung aus. Darunter sind 1.000 unbegleitete Minderjährige, die allein, ohne ihre Familie, reisen. Die hygienischen Bedingungen im Lager sind katastrophal, weshalb das Lager von Expert*innen als hoch gefährdeter Raum in Bezug auf die Ausbreitung des Corona-Virus eingestuft wird.

 

Ärzte ohne Grenzen leistet medizinische Hilfe für Asylsuchende auf den griechischen Inseln und behandelt besonders schutzbedürftige Menschen auf Lesbos und Samos – insbesondere Kinder sowie Überlebende von Folter und sexueller Gewalt. Sie sind täglich mit der verheerenden Situation konfrontiert, in der sich die Menschen in den völlig überfüllten Lagern befinden.

 

In der ersten Spielzeit von Generalintendantin Dagmar Schlingmann unter dem Motto »Braunschweig liegt am Meer« stand das  Meer auch als Sinnbild von Ängsten und Bedrohungen im Fokus. Daran hat sich bis heute leider nichts geändert. Spenden helfen, und es gibt zahlreiche Projekte und Organisationen, die regional, national und international auf Hilfe angewiesen sind. Wir möchten Sie ermutigen, die Schwächsten der Schwachen bei der Ausbreitung der weltweiten Corona-Pandemie nicht zu vergessen: Jede Spende hilft.

 

Ärzte ohne Grenzen e.V.

Bankverbindung

IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00

SWIFT-BIC: BFSWDE33XXX

Bank für Sozialwirtschaft

 

19.03.2020

Kalenderblatt des Tages

Wo man reale Zusammenkünfte einschränkt, da werden virtuelle Gemeinschaften umso wichtiger. In diesem Sinne: zurück zu ganz alten Formen! Seit 1728 gibt die Herrnhuter Brüdergemeinde eine »Tageslosung« aus. Erst live, dann in Abreißkalendern mit dem Spruch zum Tage und inzwischen natürlich schon lange auch im Internet.

Hier finden Sie jeden Mittag ein literarisches Kalenderblatt.

 

18.03.2020

Das JUNGE! Staatstheater sucht euch!

Für die Spielzeit 2020/2021 vergeben wir eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr – Kultur (FSJ-Kultur) und zwei Stellen für einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) im JUNGEN! Staatstheater Braunschweig. 

 

Das Bewerbungsverfahren für ein Freiwilliges Soziales Jahr – Kultur (FSJ-Kultur) läuft über die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e.V. auf http://fsjkultur.lkjnds.de/ .

 

Für die Bundesfreiwilligendienste (BFD) sind die Bewerbungen zu richten an celinebartholomaeus@staatstheater-braunschweig.de . Bewerbungsfrist ist der 22. April 2020, Auswahltag für alle ist am 29.4.2020.

 

Weitere Infos zu den Fristen, Beschreibungen der Stellen und Bewerbungsverfahren findet ihr hier unter »Mach mit!«.

 

Wir freuen uns, euch kennenzulernen!

 

12.02.2020

»Der Fiskus« erhält Einladung zu den 45. Mülheimer Theatertagen »Stücke« 2020

Einladung zu den 45. Mülheimer Theatertagen »Stücke« 2020

Der Fiskus - Felicia Zeller für die „Stücke“ nominiert

Regie: Christoph Diem

16. Mai bis 6. Juni 2020, Mülheim an der Ruhr

 

Das Schauspiel des Staatstheaters Braunschweig ist mit der Uraufführung von Felicia Zellers »Der Fiskus« zu den 45. Mülheimer Theatertagen »Stücke 2020« eingeladen. Ein unabhängiges Gremium nominierte »Der Fiskus« in der Inszenierung von Regisseur Christoph Diem, das Einblicke in eine Finanzbehörde und ihrer Angestellten gewährt.

Am Ende der Theatertage, die zu den bedeutendsten Festivals zeitgenössischer Gegenwartsdramatik zählen, vergibt eine Jury aus Kritiker*innen und Theaterschaffenden den mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikpreis an den besten Autor oder die beste Autorin.

 

Das als Auftragswerk für das Staatstheater Braunschweig geschriebene Stück aus der Feder der Sprachakrobatin und aktuellen Else-Lasker-Schüler-Preisträgerin Felicia Zeller wurde am 18. Januar 2020 am Staatstheater Braunschweig von Christoph Diem uraufgeführt.

 

»[…] herausgekommen ist eine herrliche kleine Innenansicht der Finanzbehörde. Für die Poesie der Verwaltungsapparate hat Zeller ohnehin ein Händchen. […] Ein Text, der sich flächig ausbreitet, der schwadroniert und monologisiert, der aber auch – selten genug in der neuen Dramatik – anrührende Figuren und pointierte Dialoge kennt.« nachtkritik

 

»Ich freue mich, dass die langjährige Zusammenarbeit zwischen Felicia Zeller und den Theatern, denen ich als Intendantin vorstehen durfte, mit ‚Der Fiskus‘ und der Mülheimer Nominierung so glücklich fortgesetzt wird«, so Generalintendantin Dagmar Schlingmann.

11.02.2020

Burgplatz Produktion »Madama Butterfly« erhält neues Plakat

Aufgrund der Reaktionen rund um die Ankündigung unserer Opernproduktion »Madama Butterfly« sehen wir uns zu der folgenden Stellungnahme veranlasst:
 

Giacomo Puccinis »Madama Butterfly« thematisiert eine Gesellschaft im Besatzungszustand, in der sich die Konflikte zweier Kulturen verschärfen: In der Braunschweiger Burgplatz-Inszenierung, die zeitlich nach dem Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist, hat das Regieteam um Regisseurin Andrea Schwalbach sich für ein Bühnenbild entschieden, das zwei Flaggenmotive zugrunde legt: die US-amerikanische sowie die Kyokujitsuki-Flagge der Kaiserlich Japanischen Marine. Beide Motive werden bereits zu Beginn der Oper als zerschlissen und beschädigt gezeigt und im Verlauf der Handlung zusehends zerstört. Die durchlöcherte amerikanische Fahne symbolisiert die Wunden, die die amerikanische Besatzungsmacht hinterlässt; die japanische Marineflagge steht für die militärisch geprägte, totalitäre und patriarchalische Gesellschaft, in der Cio-Cio-San lebt. Auf dieser Fläche findet die tragische Liebesgeschichte zwischen der Geisha und dem Soldaten und letztlich die Zerstörung Cio-Cio Sans statt.
 

Weder das Bühnenbild noch die Inszenierung auf dem Burgplatz glorifizieren Flaggen, ihre Bedeutung als militärisch aufgeladene Symbole oder gar Kriegshandlungen in irgendeiner Form. Vielmehr sind die Schrecken des Krieges die Folie, auf der die Geschichte stattfindet. Diese ästhetisch-künstlerische Setzung der Inszenierung stellen wir nicht infrage.
 

Bei der Plakatgestaltung entscheiden wir uns für einen neuen Entwurf. Das ursprüngliche Plakat, das assoziativ Elemente der Kyokujitsuki-Flagge aufgreift, hat nach seiner Präsentation letzte Woche für emotionale Diskussionen gesorgt und offenbar die Gefühle koreanischer und chinesischer Mitbürger*innen verletzt.
 

Wir bedauern die dadurch hervorgerufenen negativen Emotionen und verzichten auf eine Darstellung, die im öffentlichen Raum außerhalb des Kontextes der Inszenierung von bestimmten kulturellen Kreisen als Provokation empfunden werden kann.
 

Die Theaterleitung

13.12.2019

Staatstheater Braunschweig verzeichnet mit 223.725 zahlenden Besucher*innen in der Spielzeit 2018/19 einen Zuwachs von 13% zur Vorsaison

Staatstheater Braunschweig verzeichnet mit 223.725 zahlenden Besucher*innen in der Spielzeit 2018/19 einen Zuwachs von 13% zur Vorsaison – insgesamt nahmen 238.000 Personen das Theaterangebot wahr.
 

Das Staatstheater Braunschweig schließt die Spielzeit 2018/19 erfolgreich mit einem Zuschauerwachstum von 12,92% ab und knackt mit 223.725 zahlenden Besucher*innen deutlich die 200.000 Marke. Im Fünfspartenhaus mit Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Jungem Staatstheater und dem Staatsorchester Braunschweig wurden 714 Vorstellungen und Konzerte gegeben, die 201.580 Besucher*innen in den Spielstätten Großes und Kleines Haus, Stadthalle, Haus Drei und Aquarium besuchten.

Hinzu kommen 22.145 Besucher*innen, die das Staatsorchester mit seinen Konzerten in der Region erreicht hat, sodass insgesamt 223.725 zahlende Zuschauer*innen die Veranstaltungen in der Spielzeit 2018/19 besuchten. Zusätzlich besuchten 11.028 Personen das theaternahe Rahmenproramm mit Matineen, Einführungen, Nachgesprächen, Probenbesuchen und Theaterführungen. Das Vermittlungsangebot des Jungen Staatstheaters mit 260 Veranstaltungen wie Einführungen in Schulen und sozialen Einrichtungen oder Workshops als Stückvor- und Nachbereitung zog 3.529 junge Menschen in Braunschweig und der Region an und leistet einen wichtigen Beitrag in der theaterpädagogischen Arbeit. 238.000 Menschen nahmen somit in der Spielzeit 2018/19 das vielfältige Angebot des Staatstheaters Braunschweig wahr. Die Großveranstaltungen wie das Theaterfest oder Klassik im Park erreichen zudem jährlich mehrere Zehntausende Besucher*innen.

 

»Wir haben unser Ziel, die 200.000 Zuschauer*innen Marke zu knacken, in dieser Spielzeit erfolgreich erreicht«, so Dagmar Schlingmann, Generalintendantin des Staatstheaters Braunschweig. »Besonders großen Publikumszuspruch erhielten das Weihnachtsmärchen ›Die Schneekönigin‹, Puccinis ›La bohème‹, Lessings ›Nathan der Weise‹ und Guy Naders und Maria Campos Tanzstück ›Perpetuum‹. Bizets ›Carmen‹ erzielte mit 95% eine der höchsten Auslastungen seit Bestehen des Burgplatzes. Mit der 90er Jahre Revue ›Hyper Hyper‹ als Sommerbespielung im Großen Haus konnten wir zudem mit Eitner/Schanz und der Jazzkantine eine Kooperation eingehen, die ebenfalls für ausverkaufte Vorstellungen sorgte. Die Verleihung des Martin Linzer Theaterpreises 2019 sowie die Auszeichnung mit dem Jugendstückpreis 2019 des Heidelberger Stückemarkts von Kristo Šagors ›Iason« krönte zum Ende der vergangenen Spielzeit unsere künstlerische Arbeit«, freut sich Generalintendantin Dagmar Schlingmann.
 

- weitere und detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte hier.

05.12.2019

Staatstheater Braunschweig nominiert für das Publikum des Jahres 2019

Das Staatstheater Braunschweig hat es beim Voting für das »Publikum des Jahres 2019« auf den dritten Platz geschafft und bewirbt sich nun um den Titel, der bei der Jurysitzung am 2. März von einer Expertenrunde unter dem Vorsitz von Christiane Karg vergeben wird. Der Preis wird seit 2017 jährlich vom Fachmagazin concerti ausgelobt, das Gewinnerpublikum kann sich auf einen Überraschungsempfang im Rahmen einer Konzert- oder Opernveranstaltung freuen, zudem winkt ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro für die Nachwuchsarbeit, gestiftet vom concerti-Partner GeloRevoice.

27.11.2019

Staatstheater Braunschweig erhält 4,8 Mio vom Niedersächsischen Landesliegenschaftsfonds für den Bau einer neuen Kinder- und Jugendtheaterspielstätte

Die Freude seitens des Staatstheaters Braunschweig ist groß. Der Niedersächsische Landesliegenschaftsfonds stellt 4,8 Mio. für den Umbau einer barrierefreien und modernen Spielstätte des JUNGEN! Staatstheaters zur Verfügung. Damit ist die Ungewissheit über eine dauerhafte Perspektive für das Kinder- und Jugendtheater beendet und das sogenannte »Frankfurter Haus« in der Husarenstr. 75 in Braunschweig wird ab 2022 die zukünftige Heimat der fünften Sparte.

 

»Seit Beginn meiner Intendanz 2017 ist es mein Wunsch, das ›Frankfurter Haus‹ in der Husarenstraße als Spielstätte des JUNGEN! Staatstheaters zu etablieren. Dieser Wunsch geht nun in Erfüllung«, freut sich Generalintendantin Dagmar Schlingmann. »Wir danken allen Beteiligten: dem Land, den Niedersächsischen Landtagsabgeordneten, der Stadt und den Bürger*innen für Unterstützung und Zuspruch«, so Schlingmann weiter.

»Die Summe von 4,8 Mio. entspricht der kompletten Sanierung, wie sie das staatliche Baumanagement als zuständiger Bauherr selbst berechnet hat, das beruhigt mich,« ergänzt Verwaltungsdirektor Stefan Mehrens die Ausbauzusage.

 

 

Zum Hintergrund: Seit 2017 war das Frankfurter Haus in Gesprächen zwischen Staatstheater, Land und Stadt als neuer Theaterraum für das Kinder- und Jugendtheater favorisiert worden. Besondere Dringlichkeit erhielt der Plan, als dem Staatstheater Braunschweig im Frühsommer 2019 überraschend zum Ende des Jahres seine langjährige Spielstätte im Magniviertel gekündigt wurde. Mit dem Lokpark, einer Industriehalle südlich des Bahnhofs, konnte kurzfristig eine temporäre Spielstätte ab Frühjahr 2020 gefunden werden.

Der Umbau des Gebäudes in der Husarenstraße wird durch den Niedersächsischen Landesliegenschaftsfonds finanziert und soll bis 2022 fertiggestellt werden.

30.10.2019

Giacomo Puccinis »Madama Butterfly« als Burgplatz Open Air 2020

Offizieller Vorverkauf startet am Samstag, 30. November 2019

Giacomo Puccinis beliebte Oper »Madama Butterfly« wird als Open Air Produktion 2020 auf dem Burgplatz gegeben. Der offizielle Vorverkauf für das beliebte Open Air Ereignis startet am Samstag, 30. November 2019 an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Bereits 14 Tage vorher, ab 16. November 2019, haben StaatstheaterFreunde sowie Abonnent*innen und Theater-Card Inhaber*innen des Staatstheaters Braunschweig vorab die Möglichkeit, Karten an der Theaterkasse zu erwerben.

In der Inszenierung von Regisseurin Andrea Schwalbach und unter der Musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Srba Dinić feiert das Staatstheater Braunschweig gemeinsam mit BS|ENERGY am 27. Juni 2020 die Premiere von Puccinis Oper »Madama Butterfly«. In mitreißender Musik lässt der Komponist das »exotische« Japan auf amerikanische Sorglosigkeit treffen und erzählt anhand der Geisha Butterfly die herb enttäuschte Sehnsucht nach der westlichen Welt.

Vorstellungen finden vom 27. Juni bis einschließlich 15. Juli 2020 statt.

25.10.2019

Lokpark ab Frühjahr 2020 Interimsspielstätte des JUNGEN!

Das JUNGE! Staatstheater verliert Ende Dezember 2019 seine Spielstätte Haus Drei im Magniviertel. Die Finanzierung für eine neue Spielstätte des JUNGEN! Staatstheaters ist noch nicht endgültig entschieden. Die Signale sind positiv und eine definitive Entscheidung wird im Dezember 2019 erwartet.

Mit dem Lokpark im Süden Braunschweigs hat das Staatstheater Braunschweig derweil für das JUNGE! Staatstheater ab Frühjahr 2020 eine Interimsspielstätte gefunden, in der das JUNGE! vorübergehend und erst einmal für ein Jahr mit Option auf Verlängerung beheimatet ist.

22.10.2019

Ursula Thinnes wird ab der Spielzeit 2020/21 Schauspieldirektorin am Staatstheater Braunschweig

Mit der Spielzeit 2020/21 stellt sich die Leitung des Schauspiels am Staatstheater Braunschweig neu auf. Ursula Thinnes, aktuell am Schauspiel Frankfurt engagiert, wechselt zur kommenden Spielzeit als Schauspieldirektorin an das Staatstheater Braunschweig. Die studierte Theaterwissenschaftlerin und Generalintendantin Dagmar Schlingmann verbindet eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. Thinnes war sowohl am Theater Konstanz als auch am Saarländischen Staatstheater unter Schlingmanns Intendanz als Chefdramaturgin engagiert.

Während dieser Zeit hat Ursula Thinnes die künstlerische Ausrichtung beider Theater entscheidend mitgeprägt. Sie steht für ein engagiertes, zeitgenössisches Theater, das gesellschaftlich relevante Themen auf die Bühne bringt. Mit Autor*innen wie u.a. Laura Naumann, Anja Hilling, Felicia Zeller, Jan Neumann, Wolfram Lotz, Rebekka Kricheldorf, Nuran David Calis und Nino Haratischwili hat sie Uraufführungen realisiert. Am Saarländischen Staatstheater leitete sie ab 2007 das Primeurs-Festival für frankophone Gegenwartsdramatik, das zahlreichen Autor*innen das Tor in den deutschsprachigen Raum öffnete.

 

„Mit Ursula Thinnes gewinnt das Staatstheater Braunschweig eine exzellente Theaterfrau. Sie steht für ein klares künstlerisches Profil und für gute Teamarbeit“ sagt Dagmar Schlingmann, Generalintendantin des Staatstheaters Braunschweig. “Ich bin sicher, dass sie den erfolgreichen Kurs des Schauspiels mit einer klugen und komplex gedachten Spielplangestaltung fortsetzen wird.“

 

Unter der seit 2017 bestehenden Doppelleitung von Claudia Lowin (Leitende Dramaturgin) und Christoph Diem (Regisseur) wurde das Schauspiel zum renommierten Festival für neue Dramatik, dem Heidelberger Stückemarkt, eingeladen und im Juni 2019 mit dem Martin-Linzer-Theaterpreis der Zeitschrift »Theater der Zeit« ausgezeichnet.

Christoph Diem setzt seine erfolgreiche Arbeit als Regisseur am Staatstheater Braunschweig fort und widmet sich ab der Spielzeit 2020/21 verstärkt der Programmatik der jüngst etablierten Spielstätte Aquarium. Claudia Lowin wird das Staatstheater zum Ende der Spielzeit 2019/20 verlassen.

 

Ursula Thinnes, geb. 1967 in Speyer, hat in München Theaterwissenschaft, Komparatistik, Germanistik und Geschichte studiert. Nach Stationen in Chicago, Wien, München, Linz war sie Chefdramaturgin am Theater Konstanz und von 2006 bis 2017 am Saarländischen Staatstheater. Lehraufträge an der Universität Konstanz, an der Universität des Saarlandes und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Ab der Spielzeit 2017/18 ist sie Dramaturgin am Schauspiel Frankfurt und u.a. Mentorin für das Studiojahr Schauspiel, einem Kooperationsprojekt von Schauspiel Frankfurt und HfMDK, das Schauspielstudierenden eine praxisnahe Ausbildung ermöglicht.

16.10.2019

Anna Mülter leitet ab 2021 das Festival Theaterformen

Die Künstlerische Leiterin der Tanztage Berlin, Kuratorin und Dramaturgin Anna Mülter übernimmt die Leitung des Festivals Theaterformen. Die erste von ihr kuratierte Ausgabe des renommierten internationalen Theaterfestivals mit wechselnder Heimat in Hannover und Braunschweig findet im Sommer 2021 in Hannover statt.

„Das Festival Theaterformen stellt gesellschaftlich relevante Fragen durch innovative internationale Theaterarbeiten. Braunschweig und Hannover haben lebendige Stadtgesellschaften und ich freue mich darauf, das Lokale mit dem Internationalen mit den Mitteln der Kunst zu verbinden“, so Anna Mülter über ihre neue Aufgabe. Sie betont weiter: „In meiner kuratorischen Arbeit sind mir Zugänge wichtig: Wie kann experimentelles Theater für ein breites und vielfältiges Publikum geöffnet werden? Dazu gehört der direkte Dialog mit dem Publikum, aber auch die Erweiterung des barrierefreien Angebots. Als internationales Festival müssen sich die Theaterformen auch dem Thema Nachhaltigkeit stellen. Diese Herausforderung möchte ich inhaltlich, aber auch strukturell in meiner ersten Ausgabe 2021 annehmen.“

„Mit Frau Mülter wurde ab 2021 eine künstlerische Leiterin gewonnen, die sowohl langjährige Erfahrung als auch innovative Ideen für das international renommierte Festival mitbringt. Wir freuen uns gemeinsam mit unseren niedersächsischen Staatstheatern in Hannover und Braunschweig auf die Weiterentwicklung des Festivals“, sagt Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur.  

Anna Mülter hat maßgeblich am Programm des Festivals „Theater der Welt“ 2014 in Mannheim mitgearbeitet und das Exzellenzprojekt des Goethe-Instituts „EUROPOLY“ in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen geleitet, das Stückaufträge an junge Theatermacher*innen aus Europa vergeben hat. Die aus Hannover stammende Literatur- und Theaterwissenschaftlerin war bis 2012 unter Matthias Lilienthals Intendanz am Berliner „Hebbel am Ufer“ als Produktionsleitung, kuratorische Assistenz und Dramaturgin tätig. Dort betreute sie die unterschiedlichsten interdisziplinären Projekte mit Künstler*innen aus aller Welt, darunter Yael Bartana, Janet Cardiff, Harun Farocki, Rabih Mroué, Toshiki Okada, Peaches und Nelisiwe Xaba. In Johannesburg und Athen setzte sie das ortsspezifische Projekt „X Wohnungen“ um.

Seit 2014 leitet sie die Tanztage Berlin und ist mitverantwortlich für das Tanzprogramm und die Themenfestivals der Sophiensæle. Der Berliner Produktions- und Spielort hat sich auf ihre Initiative hin auch zu einer Vorzeigeinstitution in Sachen Barrierefreiheit und Sichtbarkeit von Künstler*innen mit Behinderung entwickelt. Von 2016 bis 2019 war Anna Mülter zudem Dramaturgin am Tanzhaus NRW.

Die Intendantinnen der Staatstheater Hannover und Braunschweig, Sonja Anders und Dagmar Schlingmann, freuen sich sehr auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Theaterformen unter Anna Mülters Leitung: „Anna Mülter zeichnet sich aus durch eine empathische Bezugnahme auf die Menschen der beiden Städte. Es wird ein spannender Neubeginn für uns alle, denn Kooperation, Solidarität und Öffnung sind Vorhaben, denen beide Staatstheater vorbehaltlos zustimmen und an denen sie gerne teilhaben. Gemeinsam wird es uns gelingen, uns noch besser in die Stadtgesellschaft hinein zu vernetzen.“

Die Kulturdezernentinnen der Städte Braunschweig und Hannover, Anja Hesse und Konstanze Beckedorf, sind sich in der Wahl der neuen Leitung ebenfalls einig: „Anna Mülters kuratorische Biografie ist aufgrund ihrer bisherigen Stationen bemerkenswert. Ihre Ansätze sind sowohl hinsichtlich Integration, Diversität, aber auch im Hinblick auf ihre Vorstellungen von Nachhaltigkeit bei der Ausrichtung eines internationalen Festivals so überzeugend, dass wir uns auf neue Perspektiven bei den Theaterformen freuen.“

Lavinia Francke (Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen) und Tobias Henkel (Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) bekräftigen ihr Engagement für die Theaterformen unter neuer Leitung: „Das Festival Theaterformen ist ein fester Baustein der niedersächsischen Theaterszene und von je her eng mit der Stiftung Niedersachsen und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz verbunden. Als verlässliche Partner freuen wir uns auf die neuen Impulse und die theatralen Ausrufezeichen, die Anna Mülter ab 2021 setzen wird.”

Das Festival Theaterformen wurde 1990 gegründet. Gastspiele von allen Kontinenten prägen das Programm ebenso wie innovative Theatermacher*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Festival wird finanziert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die im jährlichen Wechsel gastgebenden Städte Hannover und Braunschweig, die Stiftung Niedersachsen und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.

15.10.2019

Gregor Zöllig wird künstlerischer Leiter des Wettbewerbs für Choreographie Hannover

Nanine Linning, seit 2017 Künstlerische Leiterin des Choreography, dem Internationalen Wettbewerb für Choreographie Hannover, gibt auf eigenen Wunsch ihr Amt ab, da sie aufgrund ihrer umfangreichen künstlerischen Verpflichtungen im In- und Ausland nicht mehr ausreichend Zeit findet, um diese Aufgabe mit der Intensität und Hingabe wahrzunehmen, die sie als notwendig erachtet. Die Ballettgesellschaft bedauert diesen Schritt sehr und wünscht ihr für ihre weitere berufliche Zukunft alles Gute.

Gleichzeitig freuen wir uns, einen sehr kompetenten Nachfolger vorstellen zu können: Gregor Zöllig, Chefchoreograph des Tanztheaters am Staatstheater Braunschweig, wird ab 2020 neuer Künstlerischer Leiter des Choreography. Der gebürtige Schweizer ist dem Wettbewerb seit langem als Jurymitglied eng verbunden und war 1996 selbst Preisträger.

„Ich freue mich auf die Künstlerische Leitung des Internationalen Wettbewerbs für Choreographie, der für den zeitgenössischen Tanz eine wichtige Plattform bildet, um neue Strömungen aufzuspüren und junge Talente zu entdecken“, so Gregor Zöllig.

„Durch seine künstlerische Kompetenz, freundschaftliche Verbundenheit, die räumliche Nähe und seine Vernetzung mit BallettdirektorInnen und TanztheaterleiterInnen im europäischen Raum werden sich viele Impulse für eine Weiterentwicklung des Wettbewerbs ergeben“, begründen Dr.Birgit Grüßer und Helmut Jochheim von der Ballett Gesellschaft Hannover die Ernennung.

Choreography Hannover - der Internationale Wettbewerb für Choreographie - wird seit 34 Jahren einmal im Jahr von der Ballett Gesellschaft Hannover veranstaltet und ist weltweit der älteste und renommierteste Wettbewerb für den choreographischen Nachwuchs. Er gibt jungen Choreographen die begehrte Möglichkeit, ihre Arbeiten einer Fachjury und einem großen Publikum zu präsentieren (in 2019 knapp 2.000 Zuschauer). Sowohl in der nationalen als auch internationalen Tanzlandschaft ist der Termin ein wichtiges Ereignis, das Teilnehmer aus vielen Ländern nach Hannover zieht.

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