©Volker Conradus
 
Staatsorchester

3. Sinfoniekonzert

 
Termine
Sonntag, 27.11.2022
11:00 Uhr, Großes Haus
Montag, 28.11.2022
20:00 Uhr, Großes Haus

Zyklus Beckmann

 

Johannes Brahms
Variationen B-Dur über ein Thema von Joseph Haydn op. 56a

 

Wolfgang Amadeus Mozart
Oboenkonzert C-Dur, KV 314

 

Steffen Schleiermacher
The Beginning – 5 Beckmann-Bilder für Orchester, Uraufführung


Das 3. Sinfoniekonzert stellt Widmungen, Vorbilder und die faszinierende Geschichte des Austauschs unter Künstler:innen aller Kunstformen in den Mittelpunkt. Im Jahr 1870 stieß Brahms auf sechs Feldpartien oder Divertimenti, die Joseph Haydn zugeschrieben wurden, vermutlich aber eher auf ein uraltes Wallfahrtslied aus dem Burgenland zurückgehen. Brahms legte seinen Variationen den zweiten Satz aus dem sechsten Divertimento in B-Dur für 2 Oboen, 3 Fagotte, Serpent und 2 Hörner zugrunde. Dieser Satz ist überschrieben mit »Chorale St. Antoni«. Das musikalische Thema dieses Chorals trug Brahms drei Jahre lang mit sich herum, bevor er ihm in seinen acht Variationen ein Denkmal setzte.

 

Nicht nur Verarbeitung künstlerischer Inspiration, sondern ein lebendiger Austausch unter Komponistenkollegen ist auch von Joseph Haydn und seinem jungen Kollegen Wolfgang Amadeus Mozart bekannt, aus dem u. a. Mozarts »Haydn-Quartette« hervorgingen. Das Oboenkonzert KV 314 hingegen widmete Mozart in den späten 1770er Jahren dem gefeierten Oboenvirtuosen der Hofkapelle Salzburg, Giuseppe Ferlendis. Das Werk wurde mit riesigem Erfolg aufgeführt, ging dann aber der Nachwelt beinahe verloren, da Mozart es als Teil eines Auftragswerks zu einem Flötenkonzert umkomponierte. Erst die Wiederentdeckung der Originalfassung nach fast 200 Jahren sorgte für ein umjubeltes Comeback der Komposition in der Oboenwelt. Salomo Schweizer, der Solo-Oboist des Staatsorchesters Braunschweig, wird mit seinen Kolleg:innen dieses Werk dem Braunschweiger Publikum vorstellen.

 

Wolfgang Amadeus Mozart wiederum war Lieblingskomponist und Inspiration des Künstlers Max Beckmann, dem in diesem Jahr eine Sonderausstellung im Herzog Anton Ulrich-Museum gewidmet ist. Das Staatsorchester hat einen Kompositionsauftrag an den in Leipzig lebenden Komponisten Steffen Schleiermacher vergeben. Der sieht Beckmann seit langer Zeit als einen maßgeblichen Einfluss auf seine Kompositionsarbeit. Fünf der Beckmann-Bilder, die auch ab Oktober 2022 in Braunschweig zu sehen sein werden, die meisten sogar im Original, vertonte der Komponist für das groß besetzte Staatsorchester.

 

Musikalische Leitung Srba Dinić
Solist Salomo Schweizer (Oboe)

 

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