©Bettina Stoess
 
Staatsorchester

7. Sinfoniekonzert

 
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Sonntag, 15.03.2020 um 11:00 Uhr

Stadthalle

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Sonntag, 15.03.2020
11:00 Uhr, Stadthalle
Montag, 16.03.2020
20:00 Uhr, Stadthalle

Zyklus Bauhaus / Zyklus Mythos 9. Sinfonie

 

Wassily Kandinsky
Ausschnitte aus der Farboper »Violett«

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109
(vervollständigte Fassung: Gerd Schaller)


Musikalische Leitung Gerd Schaller

 

 

Obwohl uns Wassily Kandinsky heute vorwiegend als bildender Künstler bekannt ist, beschäftigte er sich mit verschiedenen Theaterformen und trat selbst als Regisseur und Komponist in Erscheinung. Die längste und vielfältigste dieser Kompositionen ist seine von prädadaistischen Zügen geprägte Farboper »Violett« aus dem Jahr 1914. In ihr verbindet Kandinsky die Sphären Farbe, Form und Klang zu einem Ganzen und macht sie so gleichberechtigt erfahrbar.

 

»Ich hab auf Erden meine Schuldigkeit getan; ich tat, was ich konnte, und nur eines möchte ich mir noch wünschen: Wär‘s mir doch vergönnt, meine 9. Sinfonie zu vollenden!« Die Erfüllung dieses frommen Wunsches erlebte Bruckner jedoch nicht mehr, denn er starb, ohne den vierten Satz fertiggestellt zu haben. Und doch: Insbesondere das Fehlen dieses Satzes umgibt die Sinfonie mit einem ganz eigenen Nimbus. Denn das Werk, das Bruckner »dem lieben Gott« widmete, endet mit einem Adagio, wie es feierlicher kaum sein könnte: Elegische Tubeneinsätze und Zitate aus seinen sakralen und sinfonischen Werken machen gerade diesen Satz zu einer im Pianissimo verklingenden Rückschau auf ein musikalisch erfülltes Leben.

 

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